Spitzenjob: Neuer WMO-Europa-Präsident kommt aus Österreich
Ein Österreicher übernimmt eine wichtige internationale Funktion in der Meteorologie: Andreas Schaffhauser, wissenschaftlicher Generaldirektor von GeoSphere Austria, wurde zum neuen Europa-Präsidenten der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gewählt. Das Amt übernimmt er für die kommenden vier Jahre zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben in Österreich.
Wahl in Bukarest
Die Wahl erfolgte im Rahmen der 19. Sitzung der WMO-Regionalvereinigung VI in Bukarest. Diese Regionalvereinigung umfasst insgesamt 50 Mitgliedstaaten und deckt damit einen großen Teil Europas und angrenzender Regionen ab.
Mit der Präsidentschaft erhält Schaffhauser zugleich einen Sitz im Exekutivrat der Weltorganisation für Meteorologie. Damit ist der Österreicher künftig direkt in zentrale internationale Entscheidungen der Organisation eingebunden.
Seine Amtszeit ist auf vier Jahre angelegt. Die neue Funktion übernimmt Schaffhauser zusätzlich zu seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Generaldirektor von GeoSphere Austria.
Diese Aufgaben übernimmt Schaffhauser
Die WMO koordiniert weltweit die Zusammenarbeit in den Bereichen Wetter, Klima und Wasser. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf dem internationalen Austausch meteorologischer Daten und Erkenntnisse.
Für Europa spielen dabei unter anderem die Weiterentwicklung von Wetterprognosen, die Klimabeobachtung und der Ausbau von Frühwarnsystemen eine wichtige Rolle.
Gerade bei grenzüberschreitenden Wetterereignissen ist eine enge Abstimmung zwischen den nationalen Wetterdiensten entscheidend. Die Regionalvereinigung soll diese Zusammenarbeit weiter stärken und gemeinsame Standards vorantreiben.
Wer ist Andreas Schaffhauser?
Schaffhauser ist seit 2023 wissenschaftlicher Generaldirektor von GeoSphere Austria. Seine akademische Ausbildung absolvierte er im Bereich Meteorologie an den Universitäten Graz und Innsbruck.
Mit seiner neuen internationalen Aufgabe übernimmt er nun eine zusätzliche Führungsfunktion innerhalb der WMO. Sein beruflicher Schwerpunkt liegt seit Jahren auf Meteorologie, Wetterdiensten und wissenschaftlicher Zusammenarbeit.
GeoSphere Austria ist in Österreich für zahlreiche Aufgaben rund um Wetter, Klima, Geologie und Naturgefahren zuständig und arbeitet dabei auch eng mit internationalen Organisationen zusammen.
Das sind seine Ziele
Schaffhauser will die internationale Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten weiter ausbauen. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere genauere Wetterprognosen, eine bessere Klimabeobachtung und leistungsfähige Warnsysteme.
Gerade Extremwetterereignisse machen einen schnellen Austausch von Daten und Prognosen über Ländergrenzen hinweg notwendig. Ziel ist es, Informationen möglichst effizient bereitzustellen und nationale Wetterdienste stärker miteinander zu vernetzen.
Mit seiner Wahl übernimmt damit erstmals für die kommenden vier Jahre ein führender Vertreter von GeoSphere Austria eine zentrale Rolle innerhalb der europäischen WMO-Strukturen.