Lange Nacht der Museen 2026: Außergewöhnliche Orte
- Auf Hundertwassers schwimmendem Zuhause
- Hinter Gittern in Schloss Pöggstall
- Mit Fledermäusen nachts ins Silberbergwerk
- Zentralfriedhof: Probeliegen im Sarg
- Blick in die Schneekugelwerkstatt
- Rätselhafte Verbrechen: Zu Gast bei der Polizei
- Mit dem Nostalgieobus durch Salzburg
- Im Dunkeln durch die alte Bergsäge
- Tickets für die Lange Nacht der Museen
Im Bergwerk, auf Hundertwassers Schiff oder in einer alten Folterkammer: Bei der Langen Nacht der Museen öffnen am Samstag rund 670 Museen und Kultureinrichtungen. Einige Schauplätze stechen besonders hervor.
Am Samstag, 3. Oktober, gehört die Nacht wieder den Museen. Von 18.00 bis 24.00 Uhr öffnen bei der 26. „ORF-Langen Nacht der Museen“ rund 670 Museen und Kultureinrichtungen ihre Türen. Mit dabei sind große Häuser ebenso wie kleine, kuriose und ungewöhnliche Schauplätze.
Auf Hundertwassers schwimmendem Zuhause
Einer der außergewöhnlichsten Orte liegt im Gästehafen von Tulln. Das Schiff „Regentag“ wurde von Friedensreich Hundertwasser zu seinem schwimmenden Zuhause und Atelier umgebaut. Nach einer mehrjährigen Sanierung kann es bei der Langen Nacht wieder besichtigt werden. Von 18.00 bis 22.00 Uhr ist das Schiff zugänglich. Da nur maximal fünf Personen gleichzeitig an Bord dürfen, kann es zu Wartezeiten kommen. Bei Schlechtwetter entfallen die Besichtigungen aus Sicherheitsgründen.
Hinter Gittern in Schloss Pöggstall
Gänsehautpotenzial bietet Schloss Pöggstall in Niederösterreich. Dort befindet sich laut Veranstalter die einzige im Original erhaltene Folterkammer Österreichs. Zu sehen sind historische Zeugnisse der Rechtsprechung wie Daumenschrauben und Streckleitern. Eine Besonderheit gibt es nur während der Langen Nacht: Dann öffnet auch das sonst nicht zugängliche ehemalige Gefängnis samt Zellen. Erlebnisführungen durch das Schloss starten um 18.00, 20.00 und 22.00 Uhr.
Mit Fledermäusen nachts ins Silberbergwerk
Tief in den Berg geht es in Oberzeiring in der Steiermark. Das heutige Schaubergwerk war einst eines der bedeutendsten Silberbergwerke der Ostalpen. Bei Führungen gelangen Besucher in jene Bereiche, in denen früher Bergknappen arbeiteten und noch heute Spuren des historischen Abbaus zu sehen sind. Um 18.00, 20.00 und 22.00 Uhr stehen außerdem die heimlichen Bewohner des Bergwerks im Mittelpunkt. Spezielle Führungen widmen sich den Fledermäusen. Warme Kleidung und trittsicheres Schuhwerk werden empfohlen.
Zentralfriedhof: Probeliegen im Sarg
Ein Museum der etwas anderen Art wartet am Wiener Zentralfriedhof. Das Bestattungsmuseum beschäftigt sich mit der Geschichte des Wiener Bestattungswesens, den Friedhöfen und dem berühmten Wiener Totenkult. Zur Langen Nacht gibt es ein eigenes Sonderprogramm. Mutige Besucher können dabei sogar in einem Sarg probeliegen. Das Museum ist von 18.00 bis 24.00 Uhr geöffnet.
Blick in die Schneekugelwerkstatt
Wie kommt der Schnee eigentlich in die Kugel? Eine Antwort darauf gibt es im Original Wiener Schneekugelmuseum in Hernals. Im mehr als 250 Jahre alten Betriebsgebäude können Besucher historische und moderne Schneekugeln bestaunen. Während der Langen Nacht öffnen sich zusätzlich Teile der Werkstätten. Dort lässt sich verfolgen, wie die einzelnen Bestandteile der berühmten Wiener Schneekugeln hergestellt werden.
Rätselhafte Verbrechen: Zu Gast bei der Polizei
In Salzburg wird auch die Landespolizeidirektion in der Alpenstraße zum Museum. Das Vorprogramm beginnt bereits um 16.00 Uhr, die offizielle Lange Nacht startet um 18.00 Uhr. Unter dem Titel „Tatort Kaiserreich“ werden im Polizeimuseum aufsehenerregende Kriminalfälle aus der Zeit der Monarchie beleuchtet. Dazu kommen historische und aktuelle Polizeifahrzeuge, Uniformen, Einsatzmittel, Vorführungen, Lesungen und Angebote für Kinder. Geöffnet ist bis Mitternacht.
Mit dem Nostalgieobus durch Salzburg
Ein Museum, das sich bewegt, gibt es am Salzburger Residenzplatz. Die Salzburg Linien und der Verein Pro Obus schicken historische Obusse auf die Straße. Zwischen 18.00 und 24.00 Uhr können Besucher mit den Oldtimern durch Salzburg fahren. Außerdem wird die Entwicklung des Salzburger Stadtbusverkehrs präsentiert. Ein musikalisches Rahmenprogramm und ein Flohmarkt im Bus ergänzen das Programm.
Im Dunkeln durch die alte Bergsäge
Auch in Bad Ischl wird es ungewöhnlich. Die Bergsäge Maria Theresia Stollen wurde 1839 errichtet und war die erste Säge der Monarchie mit Riemenantrieb. Das vollständig erhaltene Originalgetriebe kann bis heute besichtigt werden. Von 19.00 bis 22.00 Uhr werden Führungen angeboten. Für Kinder gibt es eigene Touren durch das dunkle Sägegebäude. Zusätzlich zeigt ein Schauraum den mittelalterlichen Erzbergbau in Bad Ischl.
Tickets für die Lange Nacht der Museen
Die „ORF-Lange Nacht der Museen“ findet am Samstag, 3. Oktober, von 18.00 bis 24.00 Uhr statt. Das reguläre Ticket kostet 19 Euro, ermäßigt sind es 16 Euro. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt. Regionale Tickets sind um sieben Euro erhältlich und gelten für die jeweils angeschlossenen regionalen Museen. Tickets gibt es unter anderem bei den teilnehmenden Einrichtungen sowie an den „Treffpunkten Museum“.