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Bei der ÖGK sind aktuell knapp über 260.000 Menschen krankgemeldet.
Grippewelle: Rhinoviren verursachen derzeit einen Großteil der Atemwegsinfektionen.
Grippewelle: Rhinoviren verursachen derzeit einen Großteil der Atemwegsinfektionen.
Tero Vesalainen/Shutterstock.com

260.000 Menschen krank: Diese Viren sind jetzt aktiv

15.10.2026 um 08:38, Yunus Emre Kurt
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Mehr als 260.000 Menschen sind derzeit bei der ÖGK krankgemeldet. Erkältungsviren dominieren, doch auch die echte Grippe ist ungewöhnlich früh aktiv.

Österreich steckt mitten in der herbstlichen Erkältungssaison. Bei der Österreichischen Gesundheitskasse sind derzeit knapp über 260.000 Menschen krankgemeldet. Hauptverantwortlich sind klassische Erkältungsviren. Auffällig ist heuer allerdings die Influenza: Erste Grippefälle treten deutlich früher auf als in den vergangenen Jahren.

​Mehr als 260.000 Krankenstände

Der starke Anstieg bei Atemwegsinfekten ist für Mitte Oktober grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Virologin Monika Redlberger-Fritz von der Medizinischen Universität Wien verweist gegenüber ORF dabei unter anderem auf den Schulbeginn.

Kinder kommen in den Schulen wieder verstärkt miteinander in Kontakt, übertragen Viren und bringen diese anschließend auch in ihre Familien. Dazu kommen kühlere Temperaturen und mehr Zeit in geschlossenen Räumen, Bedingungen, unter denen sich Atemwegsviren leichter verbreiten.

Aktuell sind bei der ÖGK österreichweit knapp über 260.000 Krankenstände registriert.

​Rhinoviren dominieren derzeit

Den größten Anteil an den derzeitigen Infektionen haben Rhinoviren. Sie zählen zu den klassischen Erkältungserregern und können unter anderem Schnupfen, Husten und Heiserkeit verursachen.

Auch Coronaviren zirkulieren weiterhin, ihre Bedeutung ist derzeit jedoch deutlich geringer als im vergangenen Jahr. Laut ÖGK sind aktuell rund 380 Krankenstände auf das Coronavirus zurückzuführen. In der vergleichbaren Vorjahreswoche waren es mehr als zehnmal so viele.

Redlberger-Fritz betont allerdings, dass die Corona-Zahlen in den kommenden Wochen noch steigen könnten. Das Virus habe sich inzwischen in die Gruppe saisonaler Atemwegsviren eingereiht.

​Grippe ungewöhnlich früh aktiv

Besonders auffällig entwickelt sich heuer die echte Grippe. Österreichweit sind bereits etwas mehr als 800 Influenza-Krankenstände bei der ÖGK gemeldet. In derselben Kalenderwoche des Vorjahres waren es knapp 580.

Die Virologin spricht derzeit von einer sporadischen Influenzavirus-Aktivität. Bemerkenswert ist vor allem der Zeitpunkt. „Wir sind da also gute sechs Wochen früher dran im Vergleich zu den Vorjahren“, erklärte Redlberger-Fritz. Eine vergleichbare Situation sei normalerweise erst Ende November oder Anfang Dezember zu beobachten.

Ob daraus tatsächlich eine besonders starke Grippesaison entsteht, lässt sich aus den bisherigen Zahlen allerdings noch nicht ableiten.

​So kann man sich schützen

Besonders wichtig ist Vorsicht für Menschen mit erhöhtem Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Dazu zählen unter anderem Personen mit bestimmten Abwehrstörungen, nach Transplantationen oder unter einzelnen Krebs- und Rheumatherapien.

Mediziner Philipp Bauer empfiehlt Risikopersonen, mögliche Impfungen gegen Influenza, Covid-19 und, abhängig von Alter und persönlichem Risiko, RSV mit den behandelnden Ärzten abzuklären.

Zusätzlich können regelmäßiges Lüften, Händehygiene und gut sitzende FFP2-Masken in vollen Innenräumen das Infektionsrisiko reduzieren. Wer selbst erkrankt ist, sollte Kontakte zu besonders gefährdeten Menschen möglichst vermeiden.

Für Risikopatienten gilt zudem: Bei ersten Beschwerden kann eine rasche ärztliche Kontaktaufnahme wichtig sein, da bei Influenza und Covid-19 für geeignete Patienten früh eingesetzte Medikamente zur Verfügung stehen.

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