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Panzer und Geldstapel als Themenbild für die gestiegenen Militärausgaben
Historischer Rekord: Die Welt gibt immer mehr Geld für das Militär aus. 2025 erreichten die Ausgaben fast 2,9 Billionen Dollar.
Historischer Rekord: Die Welt gibt immer mehr Geld für das Militär aus. 2025 erreichten die Ausgaben fast 2,9 Billionen Dollar.
KI-generiert/dall.e/Marcel Toifl

Rekord: So viel Geld wie noch nie für Militär

27.04.2026 um 14:49, Marcel Toifl
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Globale Militärausgaben 2025: Neuer Rekord von 2,89 Billionen Dollar erreicht. Während die USA Hilfen drosseln, investiert Europa so viel Geld wie nie zuvor.

Die Welt investiert so viel Geld in Waffen und Militär wie nie zuvor. Laut dem aktuellen Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri erreichten die weltweiten Ausgaben im Jahr 2025 ein neues Rekord-Hoch. Angetrieben von globalen Unsicherheiten und dem Krieg in der Ukraine stiegen die Investitionen das elfte Jahr in Folge an – trotz eines vorübergehenden Rückgangs der US-Hilfsleistungen.

Weltweite Bilanz: 2,89 Billionen US-Dollar

Insgesamt wendeten alle Staaten im Jahr 2025 knapp 2,89 Billionen US-Dollar (rund 2,5 Billionen Euro) für ihre Armeen auf. Dies entspricht einem inflationsbereinigten Anstieg von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Innerhalb des letzten Jahrzehnts sind die weltweiten Budgets damit um satte 41 Prozent gewachsen. Experten sehen darin eine direkte Reaktion auf die verschlechterte internationale Sicherheitslage.

Europa im Rüstungsfieber: 14 Prozent Plus

Der Haupttreiber des globalen Wachstums war im vergangenen Jahr Europa. Hier stiegen die Rüstungsausgaben um 14 Prozent auf 864 Milliarden Dollar – der höchste jemals verzeichnete Wert für den Kontinent. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend in Deutschland: Mit einem Plus von 24 Prozent auf rund 97 Milliarden Euro erreichte die Bundesrepublik erstmals seit 1990 wieder das Zwei-Prozent-Ziel der NATO.

USA, China und Russland: Die Top-Investoren

Trotz eines leichten Rückgangs aufgrund gestoppter Ukraine-Hilfen unter Präsident Trump bleiben die USA mit 954 Milliarden Dollar (ca. 814 Mrd. Euro) die unangefochtene Nummer eins. Doch der Abstand schrumpft:

  • USA: Konzentration auf eigene nukleare und konventionelle Fähigkeiten.
  • China: Platz zwei mit einem Zuwachs von 7,4 Prozent.
  • Russland: Steigerung der Ausgaben um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ukraine-Krieg: 40 Prozent des BIP für Verteidigung

Die massivsten Auswirkungen zeigen sich direkt im Kriegsgebiet. Die Ukraine steckte 2025 mehr als 60 Prozent ihrer gesamten Staatsausgaben in das Militär. Dies entspricht etwa 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Sipri-Forscher warnen, dass eine weitere Steigerung kaum möglich sei, ohne grundlegende öffentliche Leistungen wie Bildung oder Gesundheit massiv zu gefährden.

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