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Ein Notarztwagen im Einsatz.
Rettungsgassen können Leben retten. Wer Einsatzfahrzeuge behindert, muss auch in Österreich mit hohen Geldstrafen rechnen.
Rettungsgassen können Leben retten. Wer Einsatzfahrzeuge behindert, muss auch in Österreich mit hohen Geldstrafen rechnen.
FooTToo / Shutterstock.com

Autofahrer blockiert Notarzt: 13.500 Euro Strafe

13.10.2026 um 10:10, Simone Reitmeier
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Ein Autofahrer hat in Augsburg einen Notarztwagen sechs Kilometer lang blockiert. Der Einsatz verzögerte sich um fünf Minuten. Nun droht eine saftige Strafe.

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In Augsburg soll ein Autofahrer einen im Einsatz befindlichen Notarztwagen über sechs Kilometer lang blockiert haben. Die Aktion wird dem 36-Jährigen nun zum Verhängnis: Der Mann wird ordentlich zur Kasse gebeten.

Trotz Blaulicht nicht ausgewichen

Wie die Staatsanwaltschaft laut dpa berichtet, sei der 36-Jährige im Gegensatz zu allen anderen Autofahrern nicht zur Seite gefahren, als ein Notarztwagen mit Blaulicht und Martinshorn auf der B17 zu einem Einsatz unterwegs war. Stattdessen soll er sechs Kilometer lang in der Rettungsgasse vor dem Einsatzwagen hergefahren sein und sämtliche Signale der Einsatzkräfte missachtet haben. Dabei habe er die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich überschritten.

Verspätete Ankunft beim Patienten

Durch das Verhalten des 36-Jährigen soll der Notarzt mit fünf Minuten Verspätung bei seinem Patienten eingetroffen sein. Im Ernstfall können bereits wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden.

Saftige Geldstrafe

Für sein Verhalten muss der Autofahrer nun tief in die Tasche greifen: Er wurde zu einer Geldstrafe von 13.500 Euro (180 Tagessätze zu je 75 Euro) verurteilt und verlor zudem seinen Führerschein. Das Amtsgericht Augsburg sprach ihn wegen Nötigung und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens schuldig. Ausschlaggebend dafür war unter anderem, dass er die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich überschritten hatte. Frühestens nach zwei Jahren darf er einen neuen Führerschein beantragen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Rettungsgasse: Strafen in Österreich

Auch in Österreich kann die Behinderung eines Einsatzfahrzeugs teuer werden. Wer keine Rettungsgasse bildet oder diese unerlaubt befährt und dadurch Einsatzkräfte behindert, muss mit einer Geldstrafe zwischen 72 und 2.180 Euro rechnen. Zusätzlich können weitere rechtliche Konsequenzen folgen.  Selbst wenn es zu keiner Behinderung kommt, droht eine Strafe von bis zu 726 Euro. Wichtig: Die Rettungsgasse muss bereits gebildet werden, sobald sich ein Stau aufzubauen beginnt, und nicht erst, wenn sich ein Einsatzfahrzeug nähert. Das gilt nicht nur bei Unfällen, sondern auch bei alltäglichen Staus.

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