Große Trauer: Bekannter Banker ist tot
- Vordenker und Kulturmanager: Boris Marte im Alter von 62 Jahren verstorben
- Prägende Jahre: Vom Erste HUB zur Spitze der Erste Stiftung
- Große Würdigung: WU-Ehrensenator und Initiator der „Rede an Europa“
Große Trauer in der österreichischen Kunst-, Kultur- und Bankenwelt: Der Wiener Banker und Kulturmanager Boris Marte ist im Alter von 62 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Marte galt als einer der prägendsten Köpfe im Hintergrund des heimischen Kulturlebens und als unermüdlicher Förderer von Künstlern und innovativen Projekten. Über viele Jahre prägte er maßgeblich die Geschicke der Erste Group sowie der Erste Stiftung.
Vordenker und Kulturmanager: Boris Marte im Alter von 62 Jahren verstorben
Mit dem Tod von Boris Marte verliert Österreich eine visionäre Persönlichkeit, die Brücken zwischen Wirtschaft, Politik und Kultur schlug. Der 1964 geborene Wiener war weit über die Grenzen der Finanzbranche hinaus als vernetzter Förderer und Vordenker bekannt.
Bereits in jungen Jahren engagierte sich Marte in der Wiener Kulturpolitik. An der Seite von ÖVP-Politikern wie Erhard Busek und Peter Marboe gehörte er zu den treibenden Kräften einer aufgeschlossenen, modernen und innovativen Kulturförderung in der Bundeshauptstadt.
Prägende Jahre: Vom Erste HUB zur Spitze der Erste Stiftung
Innerhalb der Erste Group wurde Marte zu einem der wichtigsten Drahtzieher und Entwickler nachhaltiger Förderprojekte. Von 2012 bis 2021 leitete er mit dem „Erste HUB“ das Innovationszentrum des Bankenkonzerns, ehe er anschließend die Geschäftsführung der Erste Stiftung übernahm.
In dieser Funktion prägte er die Ausrichtung der Stiftung bis 2025 entscheidend mit. Im Vorjahr zog er sich aus privaten Gründen aus der operativen Geschäftsführung zurück und blieb der Organisation weiterhin als Senior Adviser to the Board eng verbunden.
Große Würdigung: WU-Ehrensenator und Initiator der „Rede an Europa“
Für seine herausragenden Verdienste wurde Marte erst im März 2026 von der Wirtschaftsuniversität Wien mit dem Titel des Ehrensenators ausgezeichnet. Neben zahlreichen Förderinitiativen rief er unter anderem die renommierte öffentliche Vortragsreihe „Rede an Europa“ ins Leben, die regelmäßig am Wiener Judenplatz stattfand.
Andreas Treichl, langjähriger CEO der Erste Group und Vorstandsvorsitzender der Erste Stiftung, erinnert auf der Website der Stiftung: "Er wusste an diesem Tag, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit sein letzter Auftritt bei einer Rede an Europa am Judenplatz sein würde, dass er seinen Tumor zwar bekämpfen, aber nicht besiegen kann."