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Flugzeug im Landeanflug bei Sonnenuntergang als Symbolbild für Reisen und Online-Buchungen über Booking.com.
Die EU-Kommission ermittelt gegen Booking.com wegen möglicher Verstöße gegen Verbraucherschutzvorschriften. Die Betrugsfälle sollen weltweit um 500 Prozent gestiegen sein. (Symbolbild)
Die EU-Kommission ermittelt gegen Booking.com wegen möglicher Verstöße gegen Verbraucherschutzvorschriften. Die Betrugsfälle sollen weltweit um 500 Prozent gestiegen sein. (Symbolbild)
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Wegen Betrugsmaschen: EU ermittelt gegen Booking.com

21.10.2026 um 12:57, Jovana Borojevic
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Die EU ermittelt gegen Booking.com. Betrugsfälle sollen um 500 Prozent gestiegen sein. Im Fokus stehen Phishing, Fake-Unterkünfte und Kundendaten.

Betrugsalarm bei Booking.com! Die Zahl der Betrugsfälle auf dem beliebten Reiseportal soll weltweit um 500 Prozent gestiegen sein. Jetzt ermittelt die EU-Kommission gegen die Buchungsplattform. Im Fokus stehen gefälschte Unterkünfte, Phishing-Angriffe und Identitätsbetrug. Dem Unternehmen könnten empfindliche Geldstrafen drohen.

Booking.com: Betrugsfälle um 500 Prozent gestiegen

Die Zahlen sind alarmierend! Auf dem Reiseportal Booking.com sollen die Betrugsfälle weltweit um 500 Prozent zugenommen haben. Das Unternehmen selbst habe diesen drastischen Anstieg gemeldet, wie Beamte der EU-Kommission mitteilten.

Allein im ersten Halbjahr 2026 wurden demnach 1.072 Betrugsmeldungen registriert. Der entstandene finanzielle Schaden beläuft sich auf rund 82.000 Euro. Laut EU-Kommission entspricht das einer Verzehnfachung gegenüber dem Vorjahr. Verbraucherschützer warnen bereits seit Längerem vor zunehmenden Betrugsversuchen im Internet.

​Deshalb ermittelt die EU gegen Booking.com

Jetzt zieht Brüssel Konsequenzen! Die Europäische Kommission hat Ermittlungen gegen Booking.com eingeleitet. Der Verdacht: Das Reiseportal mit Sitz in den Niederlanden könnte nicht ausreichend gegen Betrüger auf seiner Plattform vorgegangen sein.

Die EU-Behörde will deshalb prüfen, ob Booking.com genügend Maßnahmen gegen betrügerische Angebote ergriffen hat, um Verbraucher zu schützen und verdächtige Unterkünfte zu entfernen.

Auch der Umgang mit persönlichen Kundendaten steht auf dem Prüfstand. Untersucht wird unter anderem, wie Reservierungs- und Gästedaten an Unterkunftsbetreiber weitergegeben werden.

Booking.com: Diese Betrugsmaschen stehen im Fokus

Besonders gefälschte Unterkunftsangebote, Identitätsbetrug und Phishing-Angriffe bereiten den Ermittlern Sorgen. Bei sogenannten Phishing-Versuchen versuchen Kriminelle, über gefälschte Nachrichten an sensible Informationen wie Passwörter oder Bankdaten zu gelangen.

Die EU-Kommission untersucht deshalb auch die Nachrichtenfunktion von Booking.com und die Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Nutzerdaten.

Doch damit nicht genug! Auch bezahlte Werbung auf Booking.com wird überprüft. Unterkunftsanbieter können durch höhere Provisionen bessere Platzierungen in den Suchergebnissen erhalten. Die EU will klären, ob solche Angebote ausreichend als Werbung gekennzeichnet sind.

Booking.com drohen empfindliche Geldstrafen

Grundlage der Ermittlungen ist der Digital Services Act (DSA), das europäische Gesetz über digitale Dienste. Dieses gilt seit Februar 2024 und verpflichtet große Online-Plattformen zur Einhaltung bestimmter Sicherheits- und Transparenzvorschriften.

Sollten sich die Vorwürfe gegen Booking.com bestätigen und Verstöße festgestellt werden, könnten dem Reiseportal empfindliche Geldstrafen drohen. Die EU-Kommission hat bereits gegen mehrere große Internetunternehmen Verfahren eingeleitet.

EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen betont: „Die Europäer sollten ihren Urlaub buchen können, ohne Angst vor Betrug haben zu müssen.“

Ob Booking.com tatsächlich gegen geltende EU-Vorschriften verstoßen hat, ist derzeit noch offen. Die Einleitung der Ermittlungen bedeutet ausdrücklich noch keine Feststellung eines Rechtsverstoßes.

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