Sparkurs: Autoriese baut 8.000 Stellen ab
Inhalt
- BMW Stellenabbau: Weltweit 8.000 Jobs betroffen
- BMW startet Stellenabbau im Oktober 2026
- Keine Kündigungen: So läuft der BMW-Stellenabbau ab
- BMW-Abfindungsprogramm: Wer betroffen ist
- Warum BMW jetzt 8.000 Stellen streicht
BMW Stellenabbau: Jetzt trifft die Krise auch den Münchner Autobauer. BMW plant weltweit den Abbau von 8.000 Arbeitsplätzen. Besonders Deutschland dürfte von dem Sparkurs betroffen sein. Tausende Mitarbeiter sollen ein Angebot für einen freiwilligen Ausstieg erhalten – betriebsbedingte Kündigungen soll es dagegen nicht geben.
BMW Stellenabbau: Weltweit 8.000 Jobs betroffen
Der BMW Stellenabbau umfasst weltweit rund 8.000 Arbeitsplätze. Ein Großteil davon dürfte nach Deutschland entfallen. Bei rund 84.000 Beschäftigten hierzulande würde das im Extremfall fast jeden elften Arbeitsplatz betreffen.
Vor allem Beschäftigte außerhalb der direkten Produktion stehen im Fokus. Betroffen sind unter anderem die Verwaltung, Forschung, Entwicklung, Planung und das Management. Besonders am BMW-Stammsitz in München, wo neben der Konzernzentrale auch große Teile des Forschungs- und Innovationszentrums angesiedelt sind, könnte der Sparkurs deutlich spürbar werden.
BMW startet Stellenabbau im Oktober 2026
Das Programm soll im Oktober 2026 beginnen und bis Ende 2027 laufen. Rund 40.000 Beschäftigte in Deutschland sollen nach Informationen aus Unternehmenskreisen ein entsprechendes Angebot erhalten. Das entspricht fast der Hälfte der deutschen Belegschaft.
BMW-Chef Milan Nedeljkovic (57) und Gesamtbetriebsratschef Martin Kimmich wollen die gemeinsam mit dem Betriebsrat ausgearbeiteten Pläne auf einer Betriebsversammlung vorstellen. Der Autobauer selbst äußerte sich zunächst nicht zu den konkreten Abbauzahlen.
Keine Kündigungen: So läuft der BMW-Stellenabbau ab
Der BMW Stellenabbau soll ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Stattdessen setzt der Konzern auf natürliche Fluktuation und ein freiwilliges Abfindungsprogramm. Beschäftigte sollen damit die Möglichkeit erhalten, das Unternehmen freiwillig zu verlassen.
Mit diesem Vorgehen will BMW den Personalabbau möglichst sozialverträglich umsetzen und die Belegschaft schrittweise verkleinern.
BMW-Abfindungsprogramm: Wer betroffen ist
Die Höhe der Abfindungen richtet sich nach Einkommen und Betriebszugehörigkeit. Allein für das laufende Jahr plant BMW dafür offenbar einen dreistelligen Millionenbetrag ein. Wie hoch die Kosten bis zum Abschluss des Programms Ende 2027 ausfallen werden, ist derzeit noch offen.
Das Angebot richtet sich vor allem an Beschäftigte außerhalb der Produktion. Rund 40.000 Mitarbeiter sollen im Rahmen des Programms ein entsprechendes Angebot erhalten.
Warum BMW jetzt 8.000 Stellen streicht
Der Sparkurs kommt nicht überraschend. BMW-Chef Milan Nedeljkovic übernahm erst im Mai 2026 den Vorstandsvorsitz. Bereits einen Monat später musste der Konzern seine Prognose nach unten korrigieren und mit einer Gewinnwarnung auf schwächere Geschäftszahlen reagieren.
Als Gründe für den BMW Stellenabbau gelten das schwache China-Geschäft, der wachsende Preisdruck, US-Zölle sowie die hohen Entwicklungskosten. Während Konkurrenten wie Volkswagen, Mercedes, Audi oder Porsche bereits seit Längerem mit Sparmaßnahmen kämpfen, erreicht die Krise der Autoindustrie nun auch BMW. Bereits vor dem angekündigten Stellenabbau war die Belegschaft des Unternehmens geschrumpft.