Direkt zum Inhalt
Deutsche Bahn: Die Strecke zwischen Berlin und Hannover bleibt für rund 14 Monate gesperrt.
Große Einschränkungen auf einer der wichtigsten Bahnstrecken Deutschlands: Berlin–Hannover bleibt rund 14 Monate gesperrt.
Große Einschränkungen auf einer der wichtigsten Bahnstrecken Deutschlands: Berlin–Hannover bleibt rund 14 Monate gesperrt.
Markus Mainka / Shutterstock.com

14 Monate Baustelle: DB sperrt wichtige Fernstrecke

02.10.2026 um 08:49, Yunus Emre Kurt
min read
Zwischen Berlin und Hannover fahren vorerst keine Züge mehr auf direktem Weg. Die Strecke wird 14 Monate lang saniert, mit massiven Folgen für Reisende.

Für Bahnreisende zwischen Berlin und Hannover beginnen lange Monate mit Umwegen und Verspätungen. Seit dem frühen Morgen ist die direkte Bahnstrecke außer Betrieb. Sie bleibt rund 14 Monate vollständig gesperrt und wird in dieser Zeit umfassend saniert. Betroffen sind nicht nur Reisende zwischen den beiden Städten, sondern auch zahlreiche Verbindungen Richtung Nordrhein-Westfalen.

​Strecke 14 Monate komplett gesperrt

Die Deutsche Bahn hat die wichtige Verbindung zwischen Berlin und Hannover vollständig außer Betrieb genommen. Grund ist eine umfassende Generalsanierung, die sich über rund 14 Monate erstrecken soll.

Während dieser Zeit wird auf der Strecke umfangreich gebaut. Das Ziel der Bahn ist es, den hochbelasteten Korridor grundlegend zu erneuern und den Zugverkehr langfristig zuverlässiger, pünktlicher und leistungsfähiger zu machen.

Anders als bei kleineren Bauarbeiten wird der Abschnitt nicht nur teilweise, sondern durchgehend gesperrt. Dadurch sollen möglichst viele Arbeiten gleichzeitig durchgeführt werden.

​Fernzüge brauchen rund 80 Minuten länger

Für Reisende bedeutet die Sanierung deutliche Einschränkungen. Sämtliche Fernzüge zwischen Berlin und Hannover werden während der Sperre über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet.

Die Fahrzeit verlängert sich dadurch nach Angaben der Bahn um rund 80 Minuten. Betroffen sind auch Verbindungen zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen, die normalerweise über Hannover führen.

Im Regionalverkehr müssen sich Pendlerinnen und Pendler ebenfalls umstellen. Auf mehreren Abschnitten kommen Ersatzbusse zum Einsatz. Die Bahn betont, dass Reisende trotz der Sperre durch Umleitungen und Ersatzverkehre mobil bleiben sollen.

​Wolfsburg vorerst ohne Fernzughalt

Besonders stark trifft die Sperre Fahrgäste in Wolfsburg. Dort soll mindestens bis Ende des Jahres kein Fernzug mehr halten. Auch Stendal verliert vorerst seinen ICE-Halt.

Ob diese Einschränkungen auch 2027 unverändert bestehen bleiben, ist noch offen. Magdeburg profitiert dagegen von der Umleitung: Dort sollen drei zusätzliche ICE-Verbindungen in Richtung Hannover und Nordrhein-Westfalen sowie nach Berlin halten.

​Gleise, Bahnhöfe und Oberleitungen werden erneuert

Im Zuge der Bauarbeiten werden Hunderte Kilometer Gleise, Weichen und Oberleitungen erneuert. Zudem sollen rund zwei Dutzend Bahnhöfe modernisiert werden.

Ein besonders großer Aufwand entsteht im Raum Stendal. Dort müssen mehr als 50 Kilometer feste Betonfahrbahn erneuert werden. Dieser Abschnitt trägt maßgeblich dazu bei, dass die Sperre deutlich länger dauert als bei anderen Generalsanierungen.

Ursprünglich war geplant, Fernzüge ab dem Fahrplanwechsel über die parallel verlaufende Lehrter Stammbahn umzuleiten. Deren Elektrifizierung verzögert sich jedoch und soll erst Ende 2027 abgeschlossen sein.

Die Strecke Berlin–Hannover ist Teil eines größeren Sanierungsprogramms der Deutschen Bahn. Bis weit in die 2030er-Jahre hinein sollen mehr als 40 stark belastete Korridore im deutschen Schienennetz grundlegend modernisiert werden.

more