BMW Group: Rekordergebnis trotz Lieferschwierigkeiten

Trotz einem erneuten Jahr in einer Pandemie und trotz Lieferschwierigkeiten von Halbleitern schreibt die BMW Group in Österreich eine Umsatzsteigerung im zweistelligen Bereich. Der Gesamtumsatz konnte um über 12 Prozent auf rund 6,6 Milliarden Euro gesteigert werden. Damit wurde „das größte Stück vom Kuchen“ in der Geschichte an Marktanteilen erreicht, 7,6 Prozent. Jedes 3. neu zugelassene Auto war im Vorjahr ein Modell von BMW. Auch die Sparte BMW Motorrad verzeichnet das beste Ergebnis, mit einem Plus von 21,7 Prozent an Neuzulassungen im Vergleich zum Jahr 2020. Darüber hinaus investierte man 2021 rund 329 Millionen Euro in Österreich – das entspricht nahezu einer Million Euro pro Tag.

Grün, grüner, BMW

21 Modelle an E-Autos kommen aktuell aus dem Hause BMW. Bis zum kommenden Jahr soll diese Vielfältigkeit gar noch mit vier weiteren Modellen erweitert werden, mehr als die Hälfte der Autos werden vollelektrisch sein. Die Neuzulassung an E-Autos konnte auf knapp 2.720 verdreifacht werden. Der klare Anspruch von BMW ist, das 1,5 Grad Ziel zur Begrenzung der globalen Erderwärmung zu erreichen. Schwerpunkte auf diesem Weg sind eine Testflotte mit Wasserstoff- und Brennstoffzellen 2022, ein Minus von 40 Prozent an CO2-Emissionen bis 2030 und die komplette Klimaneutralität bis 2050.

BMW Group Werk Steyr bleibt auf Erfolgskurs

Steyr ist und bleibt das größte Motorenwerk und das wichtigste Entwicklungszentrum der BMW Group. Der Umsatz konnte mit 12,4 Prozent auf 3,36 Milliarden Euro erneut gesteigert werden. Jedes 2. Auto aus dem Haus BMW fährt mit einem Herzstück aus Steyr. Ein Drittel an Diesel- und zwei Drittel an Benzinmotoren wurden 2021 in Oberösterreich produziert, das entspricht einem Plus von 9,5 Prozent. Rund 4.400 Mitarbeiter sind vor Ort beschäftigt. „Nach dem schweren Corona-Jahr 2020, konnten wir trotz anhaltender Pandemie im Vorjahr die wichtige Million-Marke in unserer Motorenproduktion wieder knacken. Und wir haben weiter kräftig in den Standort investiert: 322 Millionen Euro, davon gingen 130 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung“, so Dr. Alexander Susanek, Geschäftsführer BMW Group Werk Steyr. Das konsolidierte Investitionsvolumen der vergangenen drei Jahre beträgt erneut über eine Milliarde Euro.

OÖ Fokus auf E-Mobilität

Rund ein Drittel der 700 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung sind im Bereich E-Mobilität beschäftigt. Hier werden innovative Antriebe konzipiert aber auch Kühlungen und Ladeqquipment. Um weiterhin in die Standortsicherung zu investieren wurde die mechanische Fertigung erweitert. Im Sommer startet zudem eine zweite Linie für die Produktion der Gehäuse für E-Antriebe. Aber auch im Bereich Verbrenner läufen erhöhte Volumen vom Band. „Eine Säule unserer Produktion wird auch in den nächsten Jahren die hohe Auslastung unserer Kapazitäten durch Verbrennungsmotoren sein. Wir übernehmen laufend Stückzahlen und ganze Baureihen vom Werk München. 2021 haben wir unsere Produktionskapazitäten dafür sogar aufgestockt und wir haben in den Ausbau unserer Montagebänder investiert“, betont der Werksleiter.

Aktuell sind 3.200 Mitarbeiter zur Kurzarbeit in Steyr angemeldet, da die Auswirkungen des Kriegs vor allem in der Automobilbranche sichtbar sind. Kabelbäume können nicht zugeliefert werden, die Produktion wurde heruntergefahren.

Autor: Verena Schwarzinger, 07.04.2022