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LLR Michaela Langer-Weninger und LRWolfgang Hattmannsdorfer
Landesrätin Michaela Langer-Weninger und Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer wurden vor 100 Tagen angelobt.
Landesrätin Michaela Langer-Weninger und Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer wurden vor 100 Tagen angelobt.
Land OÖ_Kauder

200 Tage im Amt: Resümee der neuen Landesräte

31.01.2022 um 12:35, Verena Schwarzinger
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Agrarlandesrätin Langer-Weninger und Soziallandesrat Hattmannsdorfer berichten über Ausgangslagen, die ersten Meter und Strategiefindungen.

Soziales und Agrar: Gemeinsames und doch verschieden. Jeweils 100 Tage sind Landesrätin Michaela Langer-Weninger und Landessrat Wolfgang Hattmannsdorfer im Amt. In Gesprächen mit Kollegen, Experten und Stakeholdern gab es Orientierung, einen Austausch auf Augenhöhe und bereits erste erfolgreich umgesetzte Etappenziele.

Agrarlandesrätin setzt auf „fruchtbaren Boden und damit auf eine gute Ernte“

Landesrätin Michaela Langer-Weninger, seit 100 Tagen im Amt, blickt bereits auf erste gemeinsame Erfolge zurück. Gemeinsam mit Partnern und Stakeholdern wurde das OÖ Jagdgesetz novelliert oder auch das Interesse der oberösterreichischen Bauernschaft in den nationalen GAP-Strategieplan eingebracht. Mit der Gemeindefinanzierung NEU setzt man 2022 auf mehr Autonomie der Gemeinden. „In den Regionen wird tagtäglich wertvolle Arbeit geleistet und dadurch Oberösterreich stark und lebenswert gemacht. In den Regionen entsteht Lebensqualität und diese Regionen müssen wir stärken“, sagt Michaela Langer-Weninger. Ihr Programm für die nächsten sechs Jahre als Landesrätin sieht zudem vier Schwerpunkte vor:

Gemeinden: Die Verwaltungseinheit, die Infrastruktur, die regionale Wirtschaft und das Gemeinschaftsleben in den Regionen erfährt Unterstützung. Dies beginnt bei starken und innovativen LEADER-Programmen, geht über zur Bauökonomie mit dem Fokus auf den Holzbau bis hin zur Schaffung eines attraktiven Lebensraums.

Landwirtschaft: Rund 31.300 Betriebe produzieren in Oberösterreich hochwertige Lebensmittel. Zahlreiche Maßnahmen wie die Sicherung von Einkommen, der Ausbau von Biomasse-Anlagen für energieautarke Gehöfe bis hin zu weiteren Umwelt- und Klimaschutzprojekten für eine CO2-Reduzierung sind notwendig.

Ernährung: Lebensmittel aus Oberösterreich erhalten Mehr-Wert und auch sollen klimaschädliche Billigstimporte, die keine hochwertigen Standards aufweisen, reduziert werden. Der Lebensmittelverschwendung soll durch Aufklärungsarbeit entgegengewirkt werden.

Feuerwehren: Stets unentgeltlich im Einsatz bei Wetterkatastrophen, Verkehrsunfällen oder bei Bränden ist die Freiwillige Feuerwehr. Die Florianis sind daher auf modernste Ausstattung wie Hightec-Drohnentechnologien angewiesen.

"3 Dosen abgelaufenes Fanta“ übernahm Soziallandesrat vor 100 Tagen

„Leistung und Industrie brauchen ein klares Bekenntnis zu Solidarität. Jeder Euro soll bei Betroffenen ankommen und dies kann nur mit schnellen Systemen gelingen“, ist Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer überzeugt und ergänzt: „85 Prozent der Mitarbeiter in Alten- und Pflegeeinrichtungen sind bereits geimpft und sie tragen einen wesentlichen Beitrag zur Pandemiebekämpfung bei.“ Dieser galt zunächst das Hauptaugenmerkt. So wurden auch junge, hippe Informationskampagnen gemeinsam mit Influencern oder auf Dating-Apps gestreut und eine mehrsprachige Impfaktion umgesetzt. Im Fokus des neuen Landesrats steht für 2022:

Pflege und Betreuung: Bis 2040 steigt der Anteil der Personen im Alter von 75+ um 100.000 Menschen an. Pflegebedürftig werden dann um 40.000 Personen mehr sein. Um dem demografischen Wandel zu bewältigen, braucht es unter anderem mehr Fachpersonal um das gesamte System fit zu machen. Ab Herbst sollen nach Absprache mit Experten bereits konkrete Maßnahmen umgesetzt werden.

Integration: Dies gelingt durch Sprache und Verständigung. Neue Förderrichtlinien und verstärkte Angebote sind auf dem Weg. So kommen auch neue Arbeitskräfte auf den Markt.

Menschen mit Beeinträchtigung: Pro Jahr werden 100 neue Wohnangebote für Menschen mit psychischen und physischen Behinderungen errichtet. Auch die mobile und persönliche Assistenz wird um zusätzliche 25.000 Stunden aufgestockt. Zudem sollen Menschen mit Beeinträchtigung mittels Inklusion Teilhabe am Arbeits- und Gesellschaftsleben erfahren.

Jugend: Beratungen und Services für junge Menschen, unter anderem mit psychischen Belastungen aufgrund der Pandemie, Essstörungen oder Stress erhalten Neuausrichtungen und bieten Enttabuisierung.

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