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Passanten überqueren die neue blaue Bodenmarkierung am Wiener Hauptbahnhof
Die neue Bodenmarkierung „Ticket Zone“ an Öffi-Knotenpunkten in Wien.
Die neue Bodenmarkierung „Ticket Zone“ an Öffi-Knotenpunkten in Wien.
Wiener Linien/ Maximilian Döringer

Wiener Linien markieren Ticket-Zonen neu

24.04.2026 um 12:02, Rudolf Grüner
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Neue Bodenmarkierungen zeigen klar, wo ein Ticket nötig ist. Nach Pilot am Westbahnhof startet jetzt der Ausbau in zwölf Stationen.

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Die Wiener Linien machen die Ticketpflicht jetzt unübersehbar: Nach einem erfolgreichen Test am Westbahnhof werden neue "Ticket Zone"-Markierungen in mehreren stark frequentierten Stationen ausgerollt. Ziel ist es, Fahrgästen klar zu zeigen, ab wann ein gültiges Öffi-Ticket notwendig ist.

Was bedeutet die neue Ticket Zone?

Großflächige Bodenaufkleber markieren künftig deutlich den Bereich vor den Entwertersperren. Wer diese Zone betritt oder durchquert, braucht ein gültiges Ticket. Damit soll es weniger Missverständnisse geben, sowohl für Wienerinnen als auch für Touristinnen.

Pilotprojekt Westbahnhof

Im November wurde das System zwei Wochen lang getestet. Das Ergebnis: durchwegs positiv. Fahrgäste bewerteten die Markierungen als verständlich und hilfreich. Auch Expertinnen und Experten aus den Bereichen Verkehr, Barrierefreiheit und Informationsdesign lieferten wertvollen Input.

Besonders deutlich fällt das Urteil der Kontrollore aus: Über 98 Prozent sehen die Bodenmarkierungen als Unterstützung im Arbeitsalltag. Der Begriff "Ticket Zone" funktioniert laut den Wiener Linien  auch international, dies sei ein Vorteil für den Tourismus.

Diese Stationen bekommen die Markierungen

Nach dem Start am Hauptbahnhof folgen elf weitere wichtige Knotenpunkte:

  • Praterstern (U1/U2)
  • Schwedenplatz (U1/U4)
  • Karlsplatz (U1/U2/U4)
  • Schottenring (U2/U4)
  • Volkstheater (U2/U3)
  • Landstraße (U3/U4)
  • Westbahnhof (U3/U6)
  • Hütteldorf (U4)
  • Spittelau (U4/U6)
  • Handelskai (U6)
  • Meidling (U6)

Ausgewählt wurden Stationen mit hohem Touristenaufkommen sowie Orte, die oft als unterirdische Abkürzung genutzt werden.

Mehr Orientierung im Öffi-Netz

Neben den Bodenmarkierungen werden zusätzliche Hinweise angebracht, etwa bei Ticketautomaten, Entwertern und im Leitsystem über Kopf. So soll die Orientierung weiter verbessert werden.

Kontrolle: streng, aber fair

Täglich sind bis zu 100 Kontrollorinnen und Kontrollore im Wiener Öffi-Netz unterwegs. Im Jahr 2025 wurden rund 3,5 Millionen Fahrgäste überprüft. Die Zahlen zeigen: Die meisten sind ehrlich. 96,6 Prozent hatten ein gültiges Ticket, nur 3,4 Prozent waren ohne oder mit falschem Fahrschein unterwegs.

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