Tag des Handels: Zwischen Preisdruck und KI
Inhalt
- Lebensmittelpreise unter Druck
- Impressionen: Das war der Tag des Handels 2026
- Wenn die KI einkaufen geht
- Europa im Wandel
- Preise für die Besten
Die Zukunft des Einkaufens wirft viele Fragen auf. Künstliche Intelligenz, steigende Kosten und wirtschaftliche Unsicherheiten stellen die Branche vor neue Herausforderungen. Reichlich Gesprächsstoff also beim Tag des Handels am 8. und 9. Oktober im Toscana Congress Gmunden. Handelsverband und eine bekannte Fachzeitschrift hatten zum zweitägigen Branchentreffen an den Traunsee geladen.
Lebensmittelpreise unter Druck
Gleich zum Auftakt rückte mit den steigenden Lebensmittelpreisen ein Dauerbrenner in den Mittelpunkt. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig plädierte für eine stärkere Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette. Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will forderte eine ehrliche Debatte über die Ursachen der Teuerung.
Wenn wir von der Teuerung sprechen, müssen wir die Ursachen ehrlich benennen. Und die Hauptursache sind die hohen Energiepreise.
Vertreter aus Landwirtschaft, Handel und Gewerkschaft diskutierten, wie heimische Qualität und wirtschaftlich tragbare Preise auch künftig unter einen Hut passen.
Impressionen: Das war der Tag des Handels 2026
Wenn die KI einkaufen geht
Ein weiterer Schwerpunkt war die künstliche Intelligenz. Besonders spannend: Beim sogenannten "Agentic Commerce" übernehmen digitale Assistenten Produktauswahl und Einkauf zunehmend selbstständig. Deloitte-Expertin Elisabeth L’Orange blickt dennoch optimistisch in die Zukunft des stationären Handels.
Die KI wird den stationären Handel nicht gefährden. Im Gegenteil, wir werden eine Renaissance der Fläche erleben.
Auch Gesundheit und Langlebigkeit als neue Geschäftsfelder standen auf dem Programm.
Europa im Wandel
Am zweiten Kongresstag rückte die internationale Politik in den Fokus. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger diskutierte mit Historiker Philipp Blom und dem ehemaligen DSN-Direktor Omar Haijawi-Pirchner über Europas Zukunft. Die Ministerin warnte vor einseitigen Abhängigkeiten und sprach sich für breiter aufgestellte Lieferketten aus. Für Gesprächsstoff sorgte auch die Ankündigung der NEOS, die nationale Paketsteuer wieder rückgängig machen zu wollen.
Preise für die Besten
Ein Höhepunkt abseits der Diskussionen war die Abendgala. Die Unternehmerfamilie Mayr von der Fussl Modestraße erhielt den Österreichischen Handelspreis 2026. Der Große Industriepreis ging an Markus Marek von Kelly Snacks.
Die nächste Ausgabe des Branchentreffens ist für den 7. und 8. Oktober 2027 in Gmunden geplant.