Nach Diebestour: Falscher Polizist mit Drogen gestoppt
- Auffällige Fahrweise am Europaplatz führt zur Anhaltung
- Goldbarren, gefälschter Ausweis und Drogen im Auto entdeckt
- Dreister Trickbetrug: Polizei warnt vor "falschen Polizisten"
Ein 33-jähriger Autofahrer hat sich am Dienstag in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus unfreiwillig selbst der Polizei ausgeliefert. Der Mann lenkte sein Fahrzeug offenbar unter dem Einfluss von Drogen in Schlangenlinien durch den Verkehr. Bei der Anhaltung machten die Beamten eine spektakuläre Entdeckung: Im Wagen befand sich nicht nur Suchtgift, sondern auch Gold und Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro – Beute aus einem dreisten Betrug an einer 80-jährigen Seniorin.
Auffällige Fahrweise am Europaplatz führt zur Anhaltung
Gegen 14:35 Uhr wurden Beamte des Stadtpolizeikommandos Fünfhaus im Bereich des Europaplatzes auf einen Pkw aufmerksam. Der Lenker fiel durch wiederholtes, ruckartiges Abbremsen auf und hatte sichtbare Probleme, die Fahrspur zu halten. Bei der anschließenden Anhaltung zeigte sich der 33-jährige österreichische Staatsbürger extrem nervös und wies deutliche Symptome einer Berauschung durch Suchtmittel auf.
Im Zuge der Amtshandlung stellte sich rasch heraus, dass der Mann gar keine gültige Lenkberechtigung besitzt. Die Aufforderung zur Vorführung bei einem Amtsarzt verweigerte der Verdächtige stur.
Goldbarren, gefälschter Ausweis und Drogen im Auto entdeckt
Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs stießen die Polizisten auf eine geringe Menge Drogen. Zudem entdeckten sie eine Einkaufstasche mit brisantem Inhalt: Darin befanden sich diverse Schmuckstücke, Goldmünzen, echte Goldbarren sowie ein gefälschter Polizeidienstausweis.
Die akribischen Erhebungen der Ermittler brachten schnell Licht ins Dunkel. Die Wertgegenstände gehören einer 80-jährigen Frau. Der 33-Jährige soll sich noch am selben Tag als Polizist ausgegeben und die Seniorin dazu gebracht haben, ihm ihr gesamtes Erspartes zur angeblichen „Sicherverwahrung“ zu übergeben.
Dreister Trickbetrug: Polizei warnt vor "falschen Polizisten"
Der Tatverdächtige wurde festgenommen. Das Landeskriminalamt Wien (Ermittlungsbereich Raub) hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Der Mann befindet sich in polizeilichem Gewahrsam.
Aus gegebenem Anlass warnt die Landespolizeidirektion Wien erneut vor der Masche des Trickbetrugs durch „falsche Polizisten“. Betrüger rufen vor allem ältere Menschen an und behaupten, in der Nachbarschaft stünden Einbrüche bevor. Anschließend bieten sie an, Wertsachen durch Kriminalbeamte abzuholen und sicher aufzubewahren. Die Polizei stellt klar: Echte Polizeibeamte verlangen niemals die Herausgabe von Geld, Gold oder Wertsachen zur Verwahrung.