Halbe Million fehlt: Bekanntes Reisebüro vor dem Aus
- Eigenantrag beim Handelsgericht: Fast 500.000 Euro Schulden
- Fokus auf Exklusivreisen: Traditionsbetrieb seit 1979
Harter Schlag für die Wiener Touristikbranche: Die traditionsreiche Reisebüro am Stadtpark GmbH hat beim Handelsgericht Wien einen Eigenantrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens eingebracht. Das auf gehobene Privatreisen und Firmenkunden spezialisierte Unternehmen rund um Geschäftsführer Philip Moldaschl steht vor Verbindlichkeiten von knapp 500.000 Euro.
Eigenantrag beim Handelsgericht: Fast 500.000 Euro Schulden
Laut einem Auszug auf der Website des Alpenländischen Kreditorenverbandes (AKV), hat das Wiener Reisebüro die Notbremse gezogen und selbst die Eröffnung des Konkursverfahrens beantragt. Laut Informationen des Kurier belaufen sich die Verbindlichkeiten des Betriebs auf knapp eine halbe Million Euro.
Zuletzt waren in der Agentur mit Sitz in Wien drei Dienstnehmer beschäftigt. Welche konkreten Gründe schlussendlich zur Zahlungsunfähigkeit führten, wird nun im Zuge des anstehenden Insolvenzverfahrens durch den vom Gericht bestellten Verwalter geprüft.
Fokus auf Exklusivreisen: Traditionsbetrieb seit 1979
Gegründet im Jahr 1979, erarbeitete sich das Reisebüro am Stadtpark über mehr als vier Jahrzehnte hinweg einen renommierten Namen in der Branche. Die Kernkompetenz des Betriebs lag in der maßgeschneiderten Vermittlung und Abwicklung von Geschäftsreisen, Incentivereisen für Unternehmen sowie exklusiven Fernreisen im Premiumbereich.
Mit individuellen Erlebnisreisen von Hundeschlitten-Touren in Alaska bis hin zu Abflügen in den Indischen Ozean bediente die Agentur jahrelang eine anspruchsvolle Klientel. Das Verfahren beim Handelsgericht Wien muss nun klären, ob Verwertungsmaßnahmen eingeleitet werden oder eine Teilfortführung möglich ist.