Billig-Begräbnis: Bestattung Wien sagt „Baba“

Die Liebe der Wiener zum prunkvollen Begräbnis? Das war einmal. Viele Angehörige können oder wollen die Preise mittlerweile nicht mehr stemmen – und setzen beim letzten Weg ihrer Liebsten rigoros den Sparstift an. Um diesem Wunsch nach einer finanziell schonenden Verabschiedung gerecht zu werden, hat die Bestattung Wien eine neue Billig-Schiene namens „Baba“ eingerichtet: Versprochen wird eine Beerdigung für jedes Budget!

Reihe von Holzsärgen | Credit: iStock.com/kzenon

Der Preis ist heiß

Die Feuerbestattung im Rahmen der kostengünstigen Eigenmarke gibt es schon ab rund 1.350 Euro – Sarg, Transport, Verbrennung, Urne und Gedenkbilder sind da im Preis inbegriffen. Wer eine Erdbestattung bucht, muss noch einmal 900 Euro drauflegen. Auch eine Baum-Bestattung und der Abschied in den Donau-Fluten steht bei „Baba“ am Programm.

Engere Auswahl bei Särgen & Co.

Bei der Bestattung Wien legt man großen Wert darauf, einen pietätvollen Abschied „zum Best-Preis“ anbieten zu können. Wer sich für „Baba“ entscheidet, muss sich allerdings mit einer bescheideneren Auswahl begnügen. Die Trauerfeier werde abgespeckt, so die Grab-Profis. Ebenso das Sortiment an Särgen. Durch das engere Angebot reduziere sich der Verwaltungsaufwand und damit auch die Kosten. 

Eine Baba-Webseite ist bereits abrufbar. Wer auf persönliche Beratung nicht verzichten will, kann in einer eigens eingerichteten Filiale im dritten Bezirk vorbeischauen.

Peter Rapp steigt für „Baba“ ins Grab

Die Bestatter rühren zum Start jedenfalls schon mal kräftig die Werbetrommel. Als Testimonial stellt sich ORF-Urgestein Peter Rapp zur Verfügung. „Ohne zu zögern, habe ich zugesagt, die "Baba"- Bestattung bei der Werbung für ein kostengünstigeres Begräbnis zu unterstützen. Ich bin der Auffassung, die Sorgen um die Kosten für eine Bestattung sollen nicht größer sein als die Trauer, die man beim Verlust eines Menschen empfindet“, erklärt er via Facebook. Rapp belässt es aber nicht nur bei Worten. In einem Werbe-Video hat er es sich schon mal in einem offenen Grab beim Probeliegen bequem gemacht.

Autor: Rudolf Grüner, 10.05.2022