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Mitten in der Nacht hat es im Raum Hall-Innsbruck erneut deutlich gebebt.
Erdbeben Innsbruck: Um 3.02 Uhr wurde südöstlich von Sistrans ein Erdbeben der Magnitude 3,7 registriert.
Erdbeben Innsbruck: Um 3.02 Uhr wurde südöstlich von Sistrans ein Erdbeben der Magnitude 3,7 registriert.
New Africa/Shutterstock.com

Tirol: Schon wieder bebt die Erde bei Innsbruck

07.10.2026 um 08:01, Yunus Emre Kurt
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Im Raum Hall-Innsbruck hat in der Nacht erneut die Erde gebebt. Das Beben der Stärke 3,7 wurde von zahlreichen Menschen deutlich wahrgenommen.

In Tirol hat in der Nacht auf Mittwoch erneut die Erde gebebt. Um 3.02 Uhr wurde im Raum Hall-Innsbruck ein Erdbeben mit einer Magnitude von 3,7 registriert. Die Erschütterung war deutlich spürbar und dürfte zahlreiche Menschen aus dem Schlaf gerissen haben.

​Beben um 3.02 Uhr

Das Epizentrum des nächtlichen Bebens lag südöstlich von Sistrans im Bezirk Innsbruck-Land. Laut GeoSphere Austria betrug die Herdtiefe rund acht Kilometer.

Mit einer Magnitude von 3,7 zählte das Beben zu den stärkeren Erdstößen der vergangenen Wochen. Zahlreiche Menschen meldeten, die Erschütterung deutlich gespürt zu haben.

Größere Schäden sind bei dieser Stärke nicht zu erwarten. Vereinzelt können kleinere Auswirkungen jedoch nicht völlig ausgeschlossen werden.

​Nachbeben nur wenige Minuten später

Nur acht Minuten nach dem stärkeren Beben wurde ein weiteres Ereignis registriert. Dieses Nachbeben erreichte eine Magnitude von 1,9.

Damit setzte sich die auffällige seismische Aktivität im Raum Hall-Innsbruck fort. Bereits in den vergangenen Wochen waren dort immer wieder Erdstöße gemessen worden.

Das nächtliche Beben war das zweitstärkste Ereignis der jüngsten Serie. Das bislang stärkste Beben wurde am 26. September mit einer Magnitude von 3,8 registriert.

​Erdbebenserie in Tirol hält an

Seit August verzeichnet der Österreichische Erdbebendienst eine deutliche Häufung von Erdbeben im Zentralraum Tirol. Allein im September wurden im Raum Innsbruck-Hall 14 fühlbare Beben registriert. Im Oktober kamen bislang drei weitere hinzu.

Insgesamt wurden seit August 18 Erdbeben von der Bevölkerung wahrgenommen.

Die Häufung gilt laut GeoSphere Austria als ungewöhnlich. Rita Meurers vom Erdbebendienst erklärte, dass derzeit gleich mehrere Bereiche aktiv seien: östlich von Hall, südöstlich von Innsbruck sowie nördlich von Innsbruck.

​Tektonische Störungszone als Ursache

Die Ursache für die wiederkehrenden Erdstöße liegt in der geologischen Struktur der Region. Tirol befindet sich in einer tektonischen Störungszone.

Dabei handelt es sich um eine Schwächezone in der Erdkruste. Wenn sich dort Spannungen aufbauen und das Gestein nicht mehr standhalten kann, kommt es zu einem Bruch, dieser wird an der Oberfläche als Erdbeben wahrgenommen.

Tirol zählt generell zu den Bundesländern mit der höchsten Erdbebenaktivität in Österreich.

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