Isolde Leinholz: Film „SWEET 60 – Ein Huhn lässt Federn artgerecht“ begeistert im Steiermarkhof
Die Filmpräsentation des Werks „SWEET 60 – Ein Huhn lässt Federn artgerecht“ hat am 15. April im Steiermarkhof in Graz für einen eindrucksvollen Abend gesorgt. Die Dokumentation über das Wirken von Isolde Leinholz gibt Einblick in ihr künstlerisches Schaffen und ihre Denkweise.
Isolde Leinholz: Künstlerin aus der Steiermark
Isolde Leinholz, geboren 1961 in Straß in der Steiermark, lebt und arbeitet seit 1995 als freischaffende Künstlerin in Kalsdorf bei Graz. Sie hat von 1983 bis 1988 an der Kunstakademie in Tilburg studiert und sich seither als Bildhauerin etabliert.
Zusätzlich ist sie als Mal- und Gestaltungstherapeutin tätig. Ihre Werke wurden in mehreren Ländern gezeigt, darunter Österreich, Deutschland, die Niederlande und Italien. Auch im öffentlichen Raum ist ihre Kunst präsent, etwa mit einer Steinskulptur im Kreisverkehr Hasendorf bei Leibnitz.
Einblick in kreative Prozesse und Werke
Der Film begleitet Leinholz bei der Entstehung ihrer Arbeiten aus Stein, Holz und Bild. Im Gespräch mit Kunsthistorikerin Tanja Gurke werden ihre künstlerischen Ansätze und Hintergründe verständlich dargestellt. Ergänzt wird die Dokumentation durch Eindrücke einer Ausstellung im Atelier12 in Graz.
Im Zentrum steht dabei der Entstehungsprozess. Schichten entstehen, Formen treten in Beziehung zueinander und entwickeln eine eigene Dynamik.
Kunst zwischen Emotion und Leere
Die Arbeiten von Isolde Leinholz beschäftigen sich intensiv mit Emotionen. Schmerz und Verletzung werden in Formen übersetzt und durch Farben sichtbar gemacht. Aus Schwarz und Weiß entwickeln sich neue Farbräume.
Gleichzeitig setzt sich die Künstlerin mit dem Unsichtbaren auseinander. Das Thema „Nichts“ spielt eine zentrale Rolle und erweitert die Wahrnehmung der Betrachter.
Symbolik und nachhaltige Wirkung
Ein wiederkehrendes Motiv ist die Leiter als Symbol für Entwicklung und neue Bewusstseinsebenen. Die Werke laden dazu ein, sich mit unterschiedlichen Perspektiven auseinanderzusetzen.
Der Kaldorfer Gemeinderat Josef Zirkl bringt zudem eine mögliche Fortsetzung ins Spiel: Eine Präsentation der Arbeiten in Kalsdorf sei denkbar und würde den Zugang zur Kunst weiter stärken.
Sein Fazit zum Abend: „Die Filmpräsentation von Isolde Leinholz im Steiermarkhof war mehr als ein Film – es war ein Eintauchen in Wahrnehmung.“