Taste of Tomorrow 2026: Das sind die besten Nachwuchs-Köche
Acht junge Kochtalente, eine hochkarätig besetzte Jury und ein gemeinsamer Warenkorb als Ausgangspunkt: Beim Finale von Taste of Tomorrow powered by Chefs Culinar am 5. Oktober zeigte sich einmal mehr, wie unterschiedlich kulinarische Ideen entstehen können. Den Sieg holte sich Carina Andress vor Theresa Postl und Valentin Wagner.
Acht Talente im großen Finale
Mehr als 100 Bewerbungen waren für den Nachwuchswettbewerb eingegangen. Acht Kandidatinnen und Kandidaten aus Österreich und Deutschland schafften schließlich den Sprung ins Finale und mussten dort persönlich vor der Jury kochen.
Die Aufgabe war klar vorgegeben: Mindestens vier Produkte aus einem Warenkorb mussten zu Hauptbestandteilen des jeweiligen Gerichts werden. Darunter befanden sich unter anderem Ochsenbackerl, Rösti-Kartoffeln, Chef Greens, Pasta und Gewürze.
Im Mittelpunkt stand allerdings nicht die Menge der verwendeten Zutaten. Entscheidend war, daraus eine möglichst eigenständige Idee zu entwickeln. Bewertet wurden Geschmack, Kreativität, Optik, fachliche Umsetzung, Ressourcenschonung, Hygiene und Zeitmanagement.
Jury mit zehn Michelin-Sternen
Für die Bewertung setzte Taste of Tomorrow auf eine prominent besetzte Jury. Insgesamt vereinte sie zehn Michelin-Sterne, 25 Gault-Millau-Hauben und zahlreiche weitere Auszeichnungen.
Mit dabei waren unter anderem Martin Klein, Harald Irka, Simon Wagner, Lukas Kienbauer, Mike Süsser, Hannes Müller, Didi Maier, Stefan Birnbacher, Vroni Lutz, Dominik Süss und Philipp Stohner.
Für die Nachwuchstalente ging es dabei nicht ausschließlich um Punkte. Besonders wichtig war auch das persönliche Feedback. Martin Klein betonte, dass selbst technisch starke Gerichte Fragen offenlassen könnten und es darum gehe, eine eigene Handschrift zu erkennen und weiterzuentwickeln.
Carina Andress holt den Sieg
Den ersten Platz sicherte sich Carina Andress mit ihrer Kreation „Golden Thread“. Die 2001 geborene Köchin war bis September 2026 im Le Méridien Vienna tätig und wechselt Mitte Oktober ins TIAN Restaurant Wien.
Auf Platz zwei landete Theresa Postl von der Tourismusschule Bad Hofgastein mit ihrem Gericht „Heiß trifft Kalt: vom Blaufränkisch-Ochsenbackerl bis zum gefrorenen Camembert“.
Den dritten Rang holte Valentin Wagner vom Panorama Royal mit „Der Taco“. Er ist seit Mai 2026 als Commis de Cuisine im Panorama Royal in Bad Häring tätig.
Die drei Bestplatzierten erhielten neben der Taste-of-Tomorrow-Trophäe auch Sichtbarkeit auf der Bühne der „Alles für den Gast 2026“ sowie weitere Preise der Partnerunternehmen.
Mehr als nur ein Wettbewerb
Die Veranstalter verstehen Taste of Tomorrow nicht nur als Kochbewerb, sondern auch als Plattform für Nachwuchsförderung, Mentoring und Networking.
Alle Finalistinnen und Finalisten erhielten eine detaillierte Punktebewertung sowie Feedback von erfahrenen Profis. Unter den Teilnehmenden waren sowohl junge Menschen mitten in ihrer Ausbildung als auch bereits erfahrene Nachwuchskräfte aus renommierten Häusern.
Vorjahressieger Josef Leitner riet den diesjährigen Finalisten, locker zu bleiben, sauber zu arbeiten und den Wettbewerb vor allem als Chance zu sehen, neue Menschen kennenzulernen und Erfahrungen zu sammeln.