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Betreuer misst den Blutdruck eines Pensionisten | Credit: Hilfswerk/Christian Stemper
Die mobile Pflege und Betreuung umfasst weit mehr als Hilfe im Haushalt oder Unterstützung bei der Körperpflege
Die mobile Pflege und Betreuung umfasst weit mehr als Hilfe im Haushalt oder Unterstützung bei der Körperpflege
Hilfswerk/Christian Stemper
Promotion

Pflege zu Hause: Förderungen machen Unterstützung leistbar

18.06.2026 um 08:29, Online Promotion
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Pflege und Betreuung zu Hause durch Hauskrankenpflege und Heimhilfe: Viele Salzburger*innen kennen ihre Ansprüche nicht. Ein Überblick.

„Die meisten Menschen möchten so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben“, weiß Hermann Hagleitner, Geschäftsführer des Hilfswerk Salzburg: Wenn im Alter oder nach einer Erkrankung Unterstützung notwendig wird, denken viele zunächst an hohe Kosten: „Dabei wissen nur wenige, dass die mobile Pflege und Betreuung in Salzburg durch das Land Salzburg gefördert wird und dadurch auch für Menschen mit geringem Einkommen leistbar bleibt.“

Sozial gestaffelte Tarife 

Wer Hauskrankenpflege oder Heimhilfe bei einem anerkannten Träger in Anspruch nimmt, profitiert von einer sozialen Staffelung der Kosten. Die Höhe des Eigenanteils richtet sich nach dem Einkommen und den persönlichen Lebensumständen.

Dadurch können auch Menschen mit geringem Einkommen professionelle Unterstützung erhalten. Der niedrigste Tarif liegt beispielsweise selbst bei einem Betreuungsumfang von 100 Stunden pro Monat bei lediglich rund 30 Euro monatlich.

Bei anerkannten Trägern gelten dieselben Tarife 

Ein weiterer wichtiger Punkt: Bei allen Trägerorganisationen, die ihre Leistungen mit dem Land Salzburg abrechnen können, gelten dieselben tariflichen Grundlagen. Für Kund*innen entstehen dadurch keine Preisunterschiede zwischen den einzelnen Organisationen.

Die Entscheidung kann daher nach Kriterien wie Erreichbarkeit, persönlicher Betreuung, Erfahrung oder zusätzlichen Angeboten getroffen werden, und nicht nach dem Preis.

Mehr als nur Unterstützung im Alltag 

Die mobile Pflege und Betreuung umfasst weit mehr als Hilfe im Haushalt oder Unterstützung bei der Körperpflege.

Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger übernehmen unter anderem Pflege und Betreuung bei chronischen Erkrankungen, Medikamentenmanagement, Gesundheitsberatung, Beobachtung des Gesundheitszustandes, Zusammenarbeit mit Hausärztinnen und Hausärzten, Wundversorgung und Wundmanagement, Unterstützung nach Krankenhausaufenthalten sowie Anleitung und Entlastung von Angehörigen.

Gerade bei komplexen Krankheitsbildern ist eine enge Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen besonders wichtig.

Sicherheit durch ein starkes Netzwerk 

Ein großer Vorteil etablierter Organisationen liegt in den dahinterstehenden Strukturen: Fällt eine Betreuungsperson durch Urlaub oder Krankheit aus, kann die Versorgung weiterhin sichergestellt werden. Zudem stehen unterschiedliche Berufsgruppen zur Verfügung, die sich gegenseitig abstimmen und unterstützen. Dazu zählen beispielsweise Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassistenz, Pflegeassistenz und Heimhilfe.

Auch Fortbildungen, Qualitätsstandards, Dokumentation und fachliche Kontrollen tragen dazu bei, dass Kund*innen eine qualitätsgesicherte Betreuung erhalten.

Worauf Betroffene achten sollten 

In den vergangenen Jahren haben sich zunehmend Pflegepersonen selbstständig gemacht und bieten Leistungen direkt am Markt an. Grundsätzlich kann dies eine Ergänzung des Angebots darstellen.

Betroffene sollten jedoch genau hinschauen und Angebote vergleichen. Insbesondere bei pflegerischen Leistungen lohnt es sich, nachzufragen: Welche Qualifikationen liegen vor? Gibt es Vertretungen bei Urlaub oder Krankheit? Welche Leistungen sind im Preis enthalten? Besteht eine Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten? Gibt es eine Anbindung an weitere Berufsgruppen? Werden Fördermöglichkeiten ausgeschöpft?

Viele Menschen gehen irrtümlich davon aus, dass private Angebote automatisch günstiger sind. Tatsächlich kann die geförderte mobile Pflege und Betreuung durch anerkannte Organisationen oftmals die wirtschaftlich attraktivere Lösung sein.

Beratung schafft Klarheit 

Wer Unterstützung benötigt, sollte sich frühzeitig beraten lassen. In einem persönlichen Gespräch können der tatsächliche Bedarf, mögliche Förderungen und die entstehenden Kosten transparent dargestellt werden.

So wird deutlich: Professionelle Pflege und Betreuung zu Hause muss kein Luxus sein. Dank der Förderung des Landes Salzburg steht sie Menschen aller Einkommensgruppen offen und ermöglicht vielen ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden.

Kontakt

Salzburger Hilfswerk Logo

Hilfswerk Salzburg 
Tel: 0662 434 702 
Mail: office@salzburger.hilfswerk.at 
Web: www.hilfswerk.at/salzburg

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