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Mehrere Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Wasserrettung und Polizei stehen auf einer verschneiten Wiese am Irrsee in Oberösterreich während eines Rettungseinsatzes bei winterlicher Abenddämmerung.
Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserrettung und Polizei am Irrsee: Die Rettung zweier eingebrochener Eisläuferinnen löste am Mittwochnachmittag einen Großeinsatz aus.
Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserrettung und Polizei am Irrsee: Die Rettung zweier eingebrochener Eisläuferinnen löste am Mittwochnachmittag einen Großeinsatz aus.
Wasserrettung LV Salzburg

Irrsee: Eisläuferinnen in See eingebrochen

22.01.2026 um 09:47, Stefanie Hermann
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Am Irrsee in Oberösterreich sind zwei Frauen beim Eislaufen ins Eis eingebrochen. Ein Rettungshubschrauber brachte sie in letzter Minute in Sicherheit.

Ein Ausflug auf die vermeintlich tragfähige Eisfläche des Irrsees im Bezirk Vöcklabruck hat am Mittwochnachmittag einen Großeinsatz der Einsatzkräfte ausgelöst. Zwei Frauen aus dem Bezirk Vöcklabruck waren rund 200 Meter vom Ufer entfernt ins Eis eingebrochen.

Frauen im Eis eingebrochen

Die Frauen im Alter von 49 und 56 Jahren befanden sich in einem Bereich, der nicht zum Eislaufen freigegeben war. Während eine der beiden noch auf dem Eis stand und um Hilfe rief, kämpfte ihre Begleiterin bereits im eiskalten Wasser ums Überleben. Einer der Ehemänner alarmierte über das Handy die Einsatzkräfte.

Rettung per Stand-Up-Paddle

Polizisten aus Mondsee versuchten zunächst, mit einem Stand-up-Paddle-Board zu den Verunglückten vorzudringen. Dabei brach ein Beamter selbst ins Eis ein, konnte sich aber selbst befreien. Auch ein Versuch der Feuerwehr, mit einem Boot zur Unfallstelle zu gelangen, scheiterte an der dünnen und brüchigen Eisschicht.

Rettungshubschrauber im Einsatz

Schließlich übernahm der Rettungshubschrauber „C6“ die Bergung. Ein Mitglied der Besatzung seilte sich zu den beiden Frauen ab und zog sie nacheinander in den Hubschrauber. Die 56-Jährige wurde mit schwerer Unterkühlung in das Landeskrankenhaus Salzburg geflogen, ihre 49-jährige Begleiterin kam mit dem Rettungswagen in dieselbe Klinik.

Insgesamt waren rund 65 Einsatzkräfte an der Rettungsaktion beteiligt, darunter Feuerwehr, Wasserrettung, Rettungsdienst und Polizei. Feuerwehr-Einsatzleiter Matthias Kroiss erklärte, es sei „unmöglich gewesen, zu der verletzten Person durchzukommen“.

Weiterer Vorfall am Almsee

Auch am Almsee in Grünau im Almtal kam es am Nachmittag zu einem ähnlichen Zwischenfall. Dort brach ebenfalls eine Person ins Eis ein und wurde von der Feuerwehr gerettet.

Dringende Warnung

Die Wasserrettung appelliert eindringlich, derzeit keine Eisflächen zu betreten, die nicht ausdrücklich freigegeben sind. Durch die milden Temperaturen und die Sonneneinstrahlung habe das Eis stark an Tragfähigkeit verloren.

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