„Macherin“: Neue Frau in der Landesregierung
- Zukunftsentscheidung: Frauscher folgt auf Markus Achleitner
- Einstimmige Zustimmung in den ÖVP-Gremien
- Erfahrene Top-Beamtin und Machtfaktor in der Landesholding
- Fokus auf Entlastung und volle Ressortübernahme
Christiane Frauscher wurde von der ÖVP als neue Landesrätin für Wirtschaft nominiert. Die 52-jährige Juristin übernimmt die Agden von Markus Achleitner und soll am 12. November im oberösterreichischen Landtag angelobt werden.
Zukunftsentscheidung: Frauscher folgt auf Markus Achleitner
Landeshauptmann Stelzer stellte Frauscher am Freitag offiziell in Linz als Nachfolgerin von Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner vor. Stelzer sprach von einer wegweisenden Zukunftsentscheidung für das Bundesland: Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten brauche das Industrie- und Wirtschaftsland Oberösterreich eine erfahrene Persönlichkeit, die ohne Verzögerung anpacken und gestalten könne. Achleitner zieht sich nach acht Jahren aus der Politik zurück und kehrt in die Privatwirtschaft zurück.
Einstimmige Zustimmung in den ÖVP-Gremien
Die Entscheidung für die gebürtige Innviertlerin fiel in den Parteigremien der OÖVP ausnahmslos einstimmig. Sowohl der Landesparteivorstand als auch der Landtagsklub stimmten mit 100 Prozent für die Juristin. Stelzer würdigte Frauscher als zielstrebige „Macherin“ mit Hausverstand und Bodenständigkeit. Auch Frauscher selbst betonte ihren pragmatischen Zugang: Sie wolle „nicht lange herumreden“, sondern den Unternehmen im Land die bestmöglichen Rahmenbedingungen bieten und bürokratische Hürden abbauen.
Erfahrene Top-Beamtin und Machtfaktor in der Landesholding
Die 52-jährige Dr. Christiane Frauscher stammt aus Weilbach im Bezirk Ried im Innkreis und gehört seit Jahren zu den prägendsten Beamtinnen des Landes. Seit 2014 zeichnete sie als Landesfinanzdirektorin verantwortlich und führte zudem als Geschäftsführerin die Oberösterreichische Landesholding. In diesen Schlüsselpositionen war sie maßgeblich an bedeutenden Infrastrukturprojekten, Beteiligungen und Betriebsansiedlungen in Oberösterreich beteiligt.
Fokus auf Entlastung und volle Ressortübernahme
Frauscher wird sämtliche Aufgabenbereiche von Achleitner 1:1 übernehmen. Neben der Wirtschaftspolitik umfasst das Ressort unter anderem Energie, Raumordnung, Gewerbe sowie den Sportbereich; eine Umstrukturierung der Zuständigkeiten ist nicht vorgesehen. Bis zur offiziellen Wahl und Angelobung im Landtag am 12. November führt Achleitner die Amtsgeschäfte geordnet weiter.