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Schloss Mailberg: Der Hotel-, Gastronomie- und Veranstaltungsbetrieb soll fortgeführt und saniert werden.
Finanzielle Probleme beim traditionsreichen Schlosshotel Mailberg.
Finanzielle Probleme beim traditionsreichen Schlosshotel Mailberg.
Richard Semik/Shutterstock.com

820.000 Euro Schulden: Schlosshotel kämpft ums Überleben

02.10.2026 um 09:06, Yunus Emre Kurt
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Die Betreiberfirma des Schlosshotels Mailberg hat ein Sanierungsverfahren beantragt. 78 Gläubiger und rund 820.000 Euro Forderungen sind betroffen.

Das traditionsreiche Schlosshotel Mailberg im Weinviertel steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Über die Betreiberfirma Stayatmailberg Betriebs GmbH wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Korneuburg beantragt. Das Insolvenzverfahren war zum Zeitpunkt der Bekanntgabe noch nicht eröffnet. Betroffen sind 16 Mitarbeiter.

​Betreiberfirma erst 2025 gegründet

Das Schlosshotel Mailberg gilt als bekannte Hotel-, Gastronomie- und Hochzeitslocation im Pulkautal. Die historische Anlage wird für Urlaubsaufenthalte, Hochzeiten, Veranstaltungen, Seminare und kulinarische Angebote genutzt.

Die Stayatmailberg Betriebs GmbH wurde laut Gläubigerschutzverband AKV im September 2025 gegründet und übernahm am Standort Mailberg den Hotel-, Gastronomie- und Veranstaltungsbetrieb.

Alleingesellschafter und Geschäftsführer ist Markus Alexander Gerauer. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 16 Mitarbeiter.

​Hohe Kosten und schwächere Umsätze

Als Gründe für die finanzielle Schieflage nennt die Betreiberfirma mehrere Faktoren. Dazu zählen hohe Anlauf- und Übergabekosten nach der Betriebsübernahme sowie unerwartete Kostensteigerungen.

Zusätzlich seien erhebliche Bau- und Instandhaltungsaufwendungen angefallen. Auch die Vorfinanzierung des laufenden Betriebs bei gleichzeitig hohen Fixkosten habe die Liquidität belastet.

Erschwerend kamen laut den Angaben saisonale Schwankungen hinzu. Die erzielten Umsätze blieben demnach hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück.

​78 Gläubiger betroffen

Nach den vorliegenden Unterlagen sind derzeit 78 Gläubiger von der finanziellen Situation betroffen. Die Gesamtforderungen belaufen sich auf rund 820.000 Euro.

Auf der Vermögensseite werden unter anderem offene Kundenforderungen, Warenlagerbestände sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung angeführt.

Auch die laufenden Einnahmen aus dem Hotel-, Gastronomie- und Veranstaltungsbetrieb zählen zu den vorhandenen Vermögenswerten.

​Fortführung des Betriebs geplant

Trotz der finanziellen Probleme soll der Betrieb des Schlosshotels weitergeführt werden. Die Betreiberfirma beabsichtigt, das Unternehmen zu sanieren und den Gläubigern einen Sanierungsplan vorzulegen.

Vorgesehen ist eine Quote von 20 Prozent, die innerhalb von zwei Jahren nach rechtskräftiger Annahme des Sanierungsplans bezahlt werden soll.

Die geplante Sanierung soll sich vor allem auf die Fortführung des Hotel- und Veranstaltungsbetriebs stützen. Auch bereits bestehende Buchungen und Veranstaltungen sollen zur Stabilisierung beitragen.

Darüber hinaus wurden nach Angaben des AKV bereits Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. Ob der Sanierungsplan letztlich umgesetzt werden kann, wird sich im weiteren Verlauf des Verfahrens zeigen.

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