Tipps für ein erfolgreiches Distance Learning

Während mit Ausbruch der Corona-Pandemie viele Berufstätige ins Homeoffice geschickt wurden, mussten auch Schüler sowie Studenten ihre gewohnte Lernroutine aufgeben und sich auf die Gegebenheiten des Distance Learning umstellen. Nicht immer verlief dieser Prozess friktionsfrei, und der Fernunterricht bereitet so manchen von ihnen nach wie vor das eine oder andere Problem. Da trifft es sich gut, dass in der Zwischenzeit bereits einige hilfreiche Strategien entwickelt wurden, die eine für alle Beteiligten wertvolle Distance Learning-Erfahrung ermöglichen.

Moderne Technik

Entsprechend dem Homeoffice bildet die technische Grundausstattung ebenfalls die Basis jedes gelungenen Fernunterrichts. Neben einem leistungsstarken Notebook oder PC lohnt sich auch die Anschaffung eines Headsets und einer Webcam, wodurch sich die Kommunikation mittels Videokonferenzen deutlich komfortabler gestaltet. Ergänzend dazu sollte man sich um eine schnelle Internetverbindung sowie ausreichend Upload-Volumen kümmern, um von langen Ladezeiten und ruckelnden Videos verschont zu bleiben.

Lern-Apps

Studierende können außerdem aus einem reichhaltigen Angebot an Apps wählen, die sich für die Koordination eines produktiven virtuellen Studienalltags bewährt haben. Anwendungen wie Asana, Wunderlist oder Any.Do unterstützen sie bei der Erstellung von Plänen und To Do-Listen, während mit Pocket eine personalisierte digitale Bibliothek für Online-Inhalte erstellt werden kann und StudySmarter eine zielgerichtete Klausurvorbereitung erleichtert. Für die Übermittlung größerer Datenpakete unter Kollegen bietet sich der Dienst We-Transfer an.

Gruppenarbeit

Geteiltes Leid ist halbes Leid! Getreu diesem Motto empfiehlt es sich, mit Mitschülern Lerngruppen zu bilden und selbige via Whats-App, Zoom oder Microsoft Teams zu koordinieren. Dabei können unterschiedliche Methoden für die gemeinsame Ausarbeitung des Lehrstoffs zur Anwendung kommen: von einem gemeinsamen Besprechen eines davor individuell durchgenommenen Kapitels über die Aufteilung von Themengebieten mit anschließender Korrektur in der Gruppe bis hin zu einer Rekapitulation der Lerninhalte über ein unterhaltsames Quiz. Sehr beliebt ist zudem das gemeinsame Erstellen von Fragen und Zusammenfassungen.

Selbstorganisation

Eine straffe Selbstorganisation ist unverzichtbar, wenn der Unterricht zu Hause nicht von einem chronischen Aufschieben ungeliebter Aufgaben gekennzeichnet sein soll. So ist es etwa ratsam, bereits am Vorabend einen Arbeitsplan für den kommenden Tag zu erstellen. Selbiger sollte abwechslungsreich aufgebaut sein und den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben schrittweise steigern. Ferner sollte diese Planung auf ein machbares Tagespensum abzielen, um eine frustrierende Überforderung zu vermeiden. Eine effiziente, regelmäßige Wiederholung der täglich aufgenommenen Lerninhalte gelingt schlussendlich mittels Mindmaps, Lernkarteien oder Lernplakaten.

Angenehme Atmosphäre

Um auch zu Hause verlässlich Höchstleistungen erbringen zu können, bedarf es darüber hinaus der Erzeugung eines produktiven Arbeitsumfeldes. Dafür muss zuallererst der Schreibtisch von allem unnötigen Gerümpel befreit und regelmäßig aufgeräumt werden. Ein bequemer, ergonomischer Bürostuhl verhindert, dass man seinen Rückenschmerzen mehr Aufmerksamkeit schenken muss als seiner Arbeit. Des Weiteren befeuert ein von Tageslicht durchfluteter und beständig stoßgelüfteter Arbeitsplatz die Entfaltung unseres vollständigen Leistungspotenzials.

Gesunde Pausen

Trotz des Anspruchs, so fleißig als möglich zu arbeiten, darf auch während des Distance Learning nicht auf das Einlegen von ausreichend Pausen vergessen werden. Ein ca. fünfminütiges Abschalten nach jeder erfolgreich abgeschlossenen Arbeitseinheit verhindert ein schleichendes Vermischen von Freizeitund Lerntätigkeiten, das unserer Produktivität auf Dauer äußerst abträglich ist. Am besten nutzt man diese kurzen Auszeiten für ein wenig Yoga oder einfachere Gymnastikübungen wie Schulterkreisen oder Fersenheben, die den Körper auslockern und den kleinen grauen Zellen einen neuen Schwung verleihen. Und auch der Flüssigkeitshaushalt unseres Körpers beeinflusst unsere Lernleistung, weshalb wir täglich zwischen 1,5 und 3 Liter Wasser zu uns nehmen sollten.

Autor: Stefan Kohlmaier, 05.01.2021