"horizontal20" - Festival für neue Perspektiven

Das Durchbrechen gewohnter Wahrnehmungsmuster ermöglicht es, den Zusammenhang aus Vergangenheit und Gegenwart zu reflektieren, das wiederum kann für die Entwicklung von Zukunftsperspektiven genutzt werden. »Der Horizont selbst ist ein Ordnungsprinzip, das je nach Betrachtungsform verschiebbar ist. Die Wirklichkeit ist kein starres Konstrukt, sondern wird maßgeblich von der subjektiven Sicht der jeweiligen Akteure mitbestimmt und ist stets zu hinterfragen«, sagt Reinhard Hohenwarter vom »Verein Schule der Wahrnehmung«, die nicht lehren oder belehren möchte, sondern im Gegenteil, Menschen dazu motivieren, ihre eigenen Erkenntnis- und Lernprozesse in einer sehr komplexen Gegenwart zu gestalten.

Vernetzte Orte

34 zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Installation, Video, Musik, Literatur, Schauspiel und Performance präsentieren ein breitgefächertes Programm, das an sechs Orten entlang der Drau stattfindet. Unterkrajach, Suetschach, Ferlach, Kreuth, Rückersdorf 
und Bleiburg sind die Schauplätze von »horizontal20«. Das Festival vernetzt diese Orte miteinander durch Wort, Bild, Klang und räumliche Installationen. 
 Die Finanzierung von »horizontal20« erfolgt aus Mitteln der Landesausstellung CarinthiJA2020, dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport, durch Eigenleistungen des Vereins »Schule der Wahrnehmung« und der finanziellen Unterstützung durch private Sponsoren. Das gesamte Programm finden Sie hier.

Armin Guerinos Installation "20 spiegel"

Perspektiven entwickeln

2019 wurde der Verein »Schule der Wahrnehmung« in Klagenfurt von Menschen unterschiedlicher Kompetenzen (Architektur, Journalismus, Kommunikation, Germanistik, Marketing, Wirtschaft, Medizin ...) gegründet. Gemeinsam ist ihnen das Interesse und die Auseinandersetzung mit einer Welt, in der durch die Digitalisierung, durch die Reiz- und Informationsüberflutung und die enorme Beschleunigung des Alltages, die kollektive und individuelle Wahrnehmung permanent gefordert ist. »Einen eigenen Standpunkt einzunehmen, ist eine Voraussetzung, um Perspektiven zu entwickeln. Diese zu reflektieren und zu hinterfragen ist wiederum notwendig, um neue Wege zu beschreiten. Diese Fähigkeiten sind eine wesentliche Voraussetzung, um gesellschaftliche Entwicklungen zu verstehen, Zukunft mitzugestalten und Verantwortung übernehmen zu können«, sagt Ferdinand Hafner, der den Verein mitbegründet hat. Die »Schule der Wahrnehmung« hat sich der spannenden Aufgabe verschrieben, Kompetenzen für unsere Zeit zu vermitteln und verwendet Kulturarbeit als Vehikel, um gesellschaftliche Prozesse einer Reflexion zugänglich zu machen.

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Autor: Mirela Nowak-Karijasevic , 16.07.2020