Großbrand in Rust: Enormer Schaden nach Feuerinferno
Ein Großbrand hat in der Nacht auf Donnerstag in der Ruster Bucht am Neusiedler See enorme Schäden angerichtet. Rund 200 Bootsgaragen fielen den Flammen zum Opfer. 14 Feuerwehren standen mit etwa 240 Einsatzkräften stundenlang im Einsatz. Verletzt wurde nach ersten Informationen niemand.
Alarm gegen 22 Uhr
Die Feuerwehren wurden am Mittwochabend gegen 22 Uhr alarmiert. Aus bislang unbekannter Ursache waren Bootsgaragen in der Ruster Bucht in Brand geraten.
Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich eine große Flammenfront. Zahlreiche Einsatzkräfte aus der Umgebung wurden nachalarmiert, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Insgesamt rückten 14 Feuerwehren mit rund 40 Fahrzeugen aus. Auch Rettung und Polizei waren vor Ort.
240 Feuerwehrleute im Einsatz
Rund 240 Feuerwehrleute waren mit den Löscharbeiten beschäftigt. Zusätzlich kam das Feuerwehrboot aus Neusiedl am See zum Einsatz.
Die Einsatzkräfte konzentrierten sich von Beginn an darauf, ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Besonders gefährdet waren das Seerestaurant, weitere Boote und die sogenannten Romantikersiedlungen.
Auch der Schilfgürtel stellte ein erhebliches Risiko dar. Der Feuerwehr gelang es jedoch, ein Übergreifen des Feuers auf das Schilf zu verhindern.
Wind erschwerte Löscharbeiten
Die Bedingungen vor Ort waren für die Einsatzkräfte schwierig. Vor allem der wechselnde Wind sorgte dafür, dass sich die Lage immer wieder veränderte. Rusts Feuerwehrkommandant Christoph Freiler erklärte gegen Mitternacht gegenüber ORF, dass der Wind die Löscharbeiten erschwere. Dennoch zeigte er sich zuversichtlich, dass die wichtigsten Bereiche geschützt werden könnten.
Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Ein Teil der Einsatzkräfte konnte später abgezogen werden, die Feuerwehr Rust blieb aber weiterhin mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.
Rund 200 Bootsgaragen zerstört
Das Ausmaß des Schadens ist groß. Nach ersten Angaben sind rund 200 Bootsgaragen beziehungsweise Lagerplätze für Elektroboote abgebrannt.
Verletzte wurden bislang nicht gemeldet. Auch am Donnerstagmorgen konnte allerdings noch kein endgültiges „Brand Aus“ gegeben werden. Die Ursache des Feuers ist derzeit noch unklar. Entsprechende Ermittlungen werden nach Abschluss der Löscharbeiten erwartet.