25 Jahre Rathaus Eisenstadt: Ein Vierteljahrhundert im Dienst der Bürger
Ende der 1990er-Jahre war klar, dass die damaligen Amtsgebäude den Anforderungen einer modernen Stadtverwaltung nicht mehr gerecht wurden. Die Verwaltung war auf mehrere Standorte verteilt, die Gebäude waren weder barrierefrei noch technisch auf dem neuesten Stand. Nach intensiven Überlegungen fiel die Entscheidung, das Rathaus weiterhin im historischen Zentrum der Stadt zu belassen und dort einen modernen Verwaltungskomplex zu errichten. Damit wurde bewusst ein klares Bekenntnis zur Innenstadt als politischem und gesellschaftlichem Mittelpunkt Eisenstadts abgegeben. Zwischen 1999 und 2001 entstand schließlich der heutige Rathauskomplex. Das historische Rathausgebäude, dessen Ursprünge bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, wurde sorgfältig saniert und mit einem modernen Neubau in Richtung Haydngasse ergänzt.
Eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung spielte der damalige Baudirektor Gerhard Linortner, der das Projekt gemeinsam mit Bürgermeister Alois Schwarz maßgeblich entwickelte und bis zur Fertigstellung begleitete. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche planerische und technische Herausforderungen bewältigt – von der Errichtung der Tiefgarage im sensiblen historischen Umfeld bis hin zur Gestaltung des lichtdurchfluteten Innenhofes, der heute das Herzstück des Hauses bildet.
Mit seiner gelungenen Verbindung aus historischer Bausubstanz und moderner Architektur steht das Rathaus für Bürgernähe, Offenheit und eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Anlässlich des Jubiläums erinnert die Stadt an eines der bedeutendsten kommunalen Bauprojekte der vergangenen Jahrzehnte und würdigt jene Persönlichkeiten, die dessen Umsetzung ermöglicht haben. „Das Rathaus, wie wir es heute kennen, trägt die Handschrift vieler engagierter Menschen. Besonders erinnern möchte ich an meinen Vorgänger Bürgermeister Alois Schwarz, der gemeinsam mit unserem damaligen Baudirektor Gerhard Linortner den Mut hatte, dieses große Projekt mitten im Herzen der Stadt umzusetzen. Beide haben damit weit über ihre eigene Amtszeit hinaus gedacht und für kommende Generationen gebaut. Dafür gebührt ihnen auch 25 Jahre später unser Dank und unsere Anerkennung“, betont Bürgermeister Thomas Steiner.