Nokia 8 im Test: Das Geheimtipp-Flaggschiff

Nokia kann auch wieder Flaggschiff! Nach den Einstiegs- und Mittelklassemodellen kommt mit dem Nokia 8 ein echt gut ausgestattetes Smartphone auf den Markt und will im Konzert der Großen mitspielen. Ob das gelingt? Im Test beantworte ich diese Frage!

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Foto: Lukas Steinberger
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Foto: Lukas Steinberger

Vor nicht allzulanger Zeit hatte ich das Nokia 3 (Einstieg), das Nokia 6 (Mittelklasse) und das neue Nokia 3310 (Retro) im Test. Die drei Geräte waren solide, aber eben keine Flaggschiffe, und das merkte ich auch im Test. So weit so gut, Nokia kann es aber auch anders und hat mir das Nokia 8 zukommen lassen. Dieses Gerät ist von den technischen Daten absolut High-End - der Preis bleibt dabei aber absolut leistbar. Deswegen waren meine Erwartungen an das Gerät wirklich hoch und wurden auch im Großen und Ganzen nicht enttäuscht. 

Design - Achtung rutschig!

Das Design des Nokia 8 gewinnt zwar keine Schönheitspreise, ist aber trotzdem gelungen. Eine Glasoberfläche ist 2017/18 fast Usus, und so ist auch das Nokia 8 damit überzogen. Die Rückseite spiegelt daher sehr stark, sieht aber durchaus gut aus. Ein großes Problem ergibt sich dadurch aber: Das Nokia 8 ist sehr, sehr rutschig und geht auf Oberflächen wie Sofas gerne mal auf ungewollte Wanderschaft. Kein anderes Glas-Smartphone ist dermaßen anfällig für leichte Bodenabenteuer. Das Nokia 8 ist mir während des Tests auch von fast ebenen Flächen runtergerutscht (zum Glück ohne Glasbrüche!). Die Verarbeitung ist trotzdem sehr solide und kann mit den aktuellen High-End-Geräten mithalten. Ein durchaus gefälliges, wenn auch unauffälliges Design.

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Foto: Lukas Steinberger

Technik - Performance Pur!

Während ich beim Nokia 6 noch den schwachen Prozessor zu bemängeln hatte, hat Nokia hier aus dem Vollen geschöpft. Ein Snapdragon 835 befeuert die Flunder. Zusammen mit 4 GB RAM und 64 GB UFS-Speicher (erweiterbar per microSD) ergibt das eine mehr als flotte Performance. Noch dazu ist die Software von Nokia kaum verändert, und man hat fast pures Android. Das verspricht schnelle Updates, und während meiner Testzeit kamen auch zwei kleinere Updates auf das Gerät.

Auf dem Gerät läuft mittlerweile auch schon Android 8.0 (mein Daily Driver - das Samsung Galaxy S8+ wartet noch immer drauf). Die Bedienung ist absolut flüssig und schnell - kein Grund für Beanstandungen. Weniger überzeugt hat mich die Kamera, die mit dem Carl-Zeiss-Gütesiegel versehen ist. Vor allem bei schlechtem Licht war die Performance nicht so gut und auch bei guten Lichtverhältnissen fehlte mir zu den Top-Smartphones ein wenig. Auch der Akku ist mit knapp 3.100 mAH eher knapp bemessen und für mich als "Heavy User" bedeutete diese Tatsache tägliches Aufladen. Zwei Tage Akkulaufzeit wird es also nur mit sehr sehr spärlicher Benutzung geben. Wer sicher gehen will, sollte es täglich aufladen.

Das Display ist hingegen sehr gut gelungen. Auf 5,3 Zoll löst das Nokia 8 mit 2560 x 1440 Pixel (QHD) auf und ist sehr hell. Die abgerundeten 2,5 D Seiten sind schön anzusehen. Die Lautstärke des internen Lautsprechers ist ausreichend, und der Sound klingt gut - ein Klinkenstecker ist vorhanden. Der Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite arbeitet sehr schnell und zuverlässig - auch hier gibt es nichts zu bemängeln. Wasserfest ist das Gerät nicht - lediglich gegen Spritzwasser nach IP54. Ein Ausflug in die Badewanne sei also mit Vorsicht zu genießen.

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Foto: Lukas Steinberger

Fazit - High-Tech-Flunder!

HMD Global - der neue Eigentümer der Nutzungsrechte für Mobiltelefone von Nokia - macht mit dem "Acht" fast alles richtig. Schickes Design trifft auf mehr als überzeugende Performance. Der Preis ist mittlerweile bei rund 500 Euro gelandet - so viel Performance für dieses Geld gibt es derzeit fast nirgendwo. Wer mit einer nicht vollends überzeugenden Kamera und einem etwas schwachbrüstigen Akku leben kann, bekommt sehr viel fürs Geld. Ich gebe dem Nokia 8 solide 8 von 10 Bewertungspunkten

Bis zum nächsten Mal!

Hinweis: Das Testgerät wurde mir für einen begrenzten Zeitraum von Nokia zur Verfügung gestellt.

 

Weekend-Redakteur Lukas Steinberger ist ein Technik-Freak sondergleichen. Wobei ihn die Bezeichnung „Nerd“ nicht beleidigt, sondern ehrt. Er saugt alle Neuheiten in sich auf und ist immer am neuesten Stand, liebt Computerspiele, beschäftigt sich ausführlich mit den neuesten Smartphones und den dazugehörigen Gadgets und ist ein Experte für Unterhaltungselektronik. In seinem Blog testet er Spiele, Konsolen, Smartphones, Gadgets und vieles mehr und lässt die Leser an seiner Faszination für die spannende Technik-Welt teilhaben

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