Ich bin immer noch hier ... Der wahre Grund

Von schweren Entscheidungen und (kleinen) Gewissheiten - und dem Grund, warum ich plötzlich auf der anderen Seite der Erde lebe.

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Foto: Rafaela Khodai

Die Zeit rast nur so dahin. Mindestens zweimal pro Monat wollte ich hier bloggen - das habe ich mir fest vorgenommen. Für mich selbst, für meine Familie, für die Freunde, die wissen wollen, wo ich mich so herumtreibe. Und natürlich auch für die Leserschaft, die mich nicht persönlich kennt - und die sich hoffentlich durch meine Worte ein kleines bisschen in eine fremde Welt entführen lässt.

Wie Entschlüsse den Blickwinkel verändern

Viel ist passiert in den letzten funkstillen Monaten bei mir. Meine Pläne haben sich gedreht und gewendet, Entscheidungen wurden getroffen und hinterfragt, Flüge gebucht und Abschiede und Wiedersehen beweint und gefeiert. Und jetzt? Bin ich wieder in Australien, in Sydney, ganz in der Nähe von dem Café, von dem aus ich meinen letzten Post verfasst habe. Und doch ist meine Einstellung, mein Blickwinkel, ein gänzlich anderer.

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Foto: Rafaela Khodai

Denn – und vielleicht ist das ganz offensichtlich – das, was mich ursprünglich nach Sydney gezogen hat, ist nicht etwa das einzigartige Flair der australischen Metropole. Oder der Wunsch nach Rückkehr in eine geregelt(er)e Welt. Oder gar die Aussicht auf ein Leben auf der anderen Seite der Erde ... Nein, es ist natürlich eine Beziehung. Eine keimende Beziehung, ein Versuch, als ich Mitte Oktober letzten Jahres in Australien gelandet bin. Und ein Versprechen, eine Gewissheit, eine Sicherheit - sofern man sich in diesen Dingen überhaupt sicher sein kann – ist es jetzt.

Die Entscheidung, dafür zurückzukommen nach Australien, ist mir nicht leicht gefallen. Zweifel, Unsicherheiten, Fragen nach dem: Will ich das wirklich, wirklich, wirklich? Die Alternative, eine Fernbeziehung, während ich mein digitales Nomadentum weiterlebe, kam für keinen von uns in Frage.

Blick in die Zukunft

Und so habe ich habe beschlossen: Ich will wirklich. Ich war über die Weihnachtsfeiertage zu Hause, habe wunderschöne Feiertage mit meiner Familie verbracht. Und pünktlich zum neuen Jahr war ich wieder hier, haben wir zusammen auf eine neue, gemeinsame Ära angestoßen. Mit Blick auf das Neujahrsfeuerwerk am Hafen und ausnahmsweise mal keinen Zweifeln, sondern der Gewissheit, dass es gut und richtig ist, dass wir hier zusammen sind.

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Foto: Rafaela Khodai

Und: Auch wenn ich im Moment ein bisschen sesshaft bin in Sydney - die nächsten Episoden meines Nomadenlebens sind schon geplant: Neuseeland im März, Laos im Juni. Thailand im Juli. Und für den August fällt mir bestimmt auch noch etwas ein!

 

Weekend-Bloggerin Rafaela Khodai ist als freie Journalistin und Autorin tätig. Ihre große Leidenschaft ist das Schreiben, ihre Lieblingsdestination Südostasien. Ihre Reise-Eindrücke und -Erlebnisse hält sie in ihren Beiträgen fest.

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