Lumiere London - Ein Wochenende voller Licht

Manchmal hat man Glück und stolpert über ein Event, dass sich hier in der Weltmetropole London abspielt, gratis ist und dann auch noch wirklich neugierig macht. Nicht oft, aber manchmal. Lumiere London war so ein Ereignis, von dem ich euch gerne erzählen möchte.

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Foto: Lisa Krempl

Vom 18.-21. Januar spielte sich etwas ganz besonderes an den verschiedensten Standorten Londons ab. Das größte Licht-Festivals Englands, wie es gerne beworben wird, ist nicht nur eine Kunstausstellung, die unter freiem Himmel stattfindet und für jeden zugänglich ist. Es ist auch ein einzigartiges Event, das ich persönlich bisher so noch nie gesehen habe. An den verschiedensten Plätzen in London haben unterschiedliche Künstler etwas geschaffen, dass öffentliche Orte und vor allem auch Sehenswürdigkeiten im wahrsten Sinne des Wortes in einem anderen Licht zeigen soll.

Hier also meine liebsten "Kunstwerke" des Abends, die mich allesamt erst mal sprachlos machten:

London Eye: Das Riesenrad wäre ja aus den Köpfen der Menschen und der Skyline London kaum mehr wegzudenken. Wer es schon einmal gesehen hat, weiß um die eindrucksvolle Lage an der Themse Bescheid. Doch an diesem Abend hat es noch ein mal alles übertroffen. Denn wo es normalerweise rot beleuchtet ist bei Nacht, leuchtete es an diesem Wochenende in den buntesten Regenbogenfarben und wechselte sogar von einer Farbe zur anderen, im und gegen den Uhrzeigersinn.

Westminster Abbey: Diese Kirche ist ja schon in Grau und aus Stein, wie sie eben ist, sehr eindrucksvoll. Doch am Abend des Lichterfestivals hat sie eins drauf gesetzt. Durch einen Projektor wurde sie plötzlich zur buntesten Kirche, die ich jemals gesehen habe, und ich muss sagen, es stand ihr ziemlich gut.

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Foto: Lisa Krempl

Trafalgar Square: Einer der bekanntesten Plätze Londons war an diesem Abend völlig abgesperrt. Denn innerhalb der Absperrung schwebten hunderte Luftballone (mit Fixierung am Boden) im Takt der Musik plötzlich erleuchtet und wiegten sich im Wind. Auch dieses Spektakel hatte etwas Besonderes und meiner Meinung auch etwas Futuristisches an sich. Wie die Ballons für sich schwebten und trotzdem im Einklang zur Musik leuchteten, hatte es fast den Anschein, als hätten sie etwas Lebendiges an sich.

Picadilly Circus und Regent Street: Bahnte man sich an jenem Abend seinen Weg vom Picadilly Circus entlang der Regent Street, so fielen einem einige Gebäude auf, die plötzlich ein gewisses Eigenleben entwickelten. Ebenfalls mit Projektoren wurden die verrücktesten optischen Täuschungen an die Hausmauern geworfen. Ein Haus schien seine Ziegel zu verrücken, ein anderes wurde mit einem Mal zu einem riesigen Uhrwerk. Ein eindrucksvolles Spektakel, das die Menschenmassen, die sich versammelt hatten, ihre Handy und die Videokamera zücken ließ.

Carnaby Street: Mein persönlicher letzter Stopp an diesem Abend war die an sich schon verrückte Carnaby Street, in der die Dekoration an sich schon so aussieht, als würde das ganz Jahr Fasching gefeiert werden. Doch verglichen mit den anderen Standorten hielt sie sich an diesem Abend sogar zurück und sorgte eher für eine besinnliche Stimmung, was mir auch sehr gut gefallen hat. Vom Himmel hingen lediglich überdimensionale Glühbirnen auf die Straße herab, die ebenfalls im Einklang die Farbe wechselten und um die Wette leuchteten.

"Lumiere London" war meiner Meinung nach ein voller Erfolg, und die vielen Menschen, die an diesem Abend unterwegs waren, bestätigen das. Solltet ihr euch jemals um diese Zeit in London aufhalten, möchte ich es euch ans Herz legen, den Abend im Freien zu verbringen und sich auf die Spur dieser Kunstwerke zu begeben. Da nimmt man auch gern die Januar-Kälte in Kauf ...

 

Weekend-Bloggerin Lisa Krempl liebt es, den Globus zu erkunden und ihre Eindrücke und Erlebnisse schriftlich festzuhalten. Als Au Pair lässt die frisch gebackene Maturantin ihre Leser auf weekend.at an ihrem Alltag teilhaben.

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