Aragons Top-Hundezonen: Tipp #3 Löwygrube

"Löwygrube" - wer diesen Park im 10. Bezirk und seinen geschichtlichen Hintergrund nicht kennt, assoziiert mit dem Namen vielleicht - wie ich zuerst auch - ein grubenartiges Tal, in dem es (natürlich mit besonders viel Phantasie) von großen Wildkatzen nur so wimmelt. Klingt der Name doch ähnlich wie "Löwengrube".

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Foto: SMc

Ganz falsch ist das nicht! Na ja, es sind zwar keine großen Katzen, die dort die (Fast) Wildnis eines Wiener Hundeauslaufs mit 222.430 Quadratmeter genießen können, sondern Hunde in jeder Größe. Von Grube kann hier allerdings keine Rede mehr sein, denn von dieser künstlich angelegten Hügellandschaft mit ihren weiten Wiesen hat man eine wunderbare Aussicht über Wien.

Die ehemalige Ziegelgrube gehörte Anfang des 20. Jahrhunderts Jacob Löwy, dem Besitzer des Ziegelwerks Oberlaa. 1952 erwarb die Gemeinde Wien das Areal von seinen Nachkommen und errichtete dort 1957 eine Müll-Deponie, die bis 1965 zur Entsorgung von Haus-, Sperrmüll und Bauschutt diente.

Heute können mein kleiner "Löwe" Aragon und ich durch das Naherholungsgebiet, das zum Großerholungsraum Laaerberg gehört, spazieren, weil die gesamte Grube aufgefüllt und mit einer bis zu zwei Meter dicken Lehmschicht abgedeckt wurde.

Bei unserem ersten Besuch dort haben wir das Auto im Löwyweg geparkt, direkt am Rande der Hundezone. Als wir durch die Büsche traten, war ich überrascht, einen so gepflegten Park mit hübsch angelegten Wegen vorzufinden. Und als wir das erste Stück hinter uns gelassen hatten, eröffnete sich ein fast märchenhaft scheinender Ausblick über eine grüne Hügellandschaft, die mich etwas ans Teletubby-Land oder das Auenland, aus dem der "Hobbit" stammt, erinnerte.

Umzäunt ist die Hundezone nicht, und es empfiehlt sich, nur Hunde frei laufen zu lassen, die ihrem Entdeckerdrang nicht nachgeben und auf Herrlis oder Fraulis Ruf auch zurückkommen - das Areal ist groß …!

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Foto: SMc

Als Ausflugsziel mit Familie ist die Löwygrube auf jeden Fall einen Wochenendtrip wert, denn es gibt eingezäunte Spielplätze, davon einen mit einer Seilbahn und einen Trinkbrunnen für Mensch und Tier.

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Foto: SMc

Wenn man etwas weiter wandern möchte, bietet sich ein Abstecher zum Böhmischen Prater an, der vor mehr als 150 Jahren für die Arbeiter in den Ziegelwerken entstanden ist. Sein nostalgisches Flair lässt heute noch etwas von den vergnüglichen Zeiten des frühen 19. Jahrhunderts erahnen.

Vielleicht sehen wir uns?

Bis bald!

Liebe Grüße

Eure Silvie mit Aragon

 

Silvia Mc Intyre lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Söhnen und Hund in Wien. An ihrem abwechslungsreichen Familienleben lässt die vielseitig interessierte Weekend-Bloggerin unsere Leser teilhaben.

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