Bei Regen bleib' ich nicht zu Haus!

Im Frühjahr ist das Wetter oft wechselhaft, trotzdem zieht es Aragon und mich jeden Tag hinaus. Ob es regnet oder stürmt, nur die richtige Kleidung ist wichtig, sagt man. Als Hundebesitzer zählt da zusätzlich die positive Einstellung, um dem Vierbeiner eine zufriedenstellende Gassi-Runde zu ermöglichen.

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Aktivität bei Regenwetter: Foto-Modeling mit Honorar "Leckerli" Foto: SMc

Bei schlechtem Wetter wäre die einfachste Möglichkeit, den Hund raus zu lassen: Gartentür auf, im Trockenen stehen bleiben und den Vierbeiner seine Runde selbstständig im Garten drehen lassen. Wenn man einen Garten hat …

Ich finde jedoch, nichts geht über ein gemeinsames Witterungserlebnis im strömenden Regen, bei Hagel oder Sturm. Letzteres ist bei Aragon und mir besonders beliebt, denn schließlich wird man bei einem Sturm ohne Regen nicht nass, die Ohren flattern im Wind (zumindest Aragons Ohren …), und die Luft ist sooo frisch. Manchmal wehen auch entfernte Düfte herüber, die man sonst gar nicht bemerkt hätte. Aragon steht dann ganz still, Augen fast geschlossen und die Nase leicht nach oben gerichtet, um noch besser schnuppern zu können. Nicht zuletzt beschert ihm der Sturm viele neue Stöcke, die von Bäumen abbrechen und in den nächsten Tagen als beliebtestes Spielzeug dienen.

Bei starkem Regen oder sogar Hagel, wagen wir uns auch ins Freie. Ich mit Schirm, Aragon wie Gott ihn schuf. Es ist egal, ob man schmutzig wird, wenn man über die gatschige Wiese läuft, oder weil das Fell auf dem Gehsteig nass wird. Die Wiese ist mir lieber, sie wirkt fast wie eine Waschanlage und hat sogar den Vorteil, dass das Fell im Gras relativ sauber bleibt.

Ich gebe es zu: Vielleicht fallen die Spaziergänge bei nasser Witterung etwas kürzer aus als sonst, denn Aragon schlägt dann oft freiwillig den Weg zurück nach Hause ein. Dort begibt er sich inzwischen nur noch mit wenig Zögern in die Dusche, wo der gröbste Schmutz abgebraust wird.

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"Schau wie schön sauber meine Pfoten sind! Darf ich jetzt wieder raus?" Foto: SMc

Nach so einem nassen Erlebnis genießt man die trockene Wohnung anschließend besonders, und drinnen gibt es viele Möglichkeiten, sich weiter zu beschäftigen, wenn man sich draußen noch nicht genug ausgetobt hat.

Normalerweise bekommt Aragon nach dem Spaziergang ein Leckerli. Damit er sein Köpfchen noch etwas anstrengt, verstecke ich es in der Wohnung. Aragon erhält die Anweisung "bleib" und rührt sich nicht von der Stelle. Derweil berühre ich mit dem Leckerli auf dem Weg zum Versteck teilweise den Boden, damit Aragon die Spur nachher gut aufnehmen kann. Es wird auch nicht auf Nasenhöhe versteckt oder auf den Boden gelegt, sondern irgendwo über Kopfhöhe abgelegt, wo Aragon es trotzdem noch gut erreichen kann.

Bei meinem Befehl "Ok, such!" gibt Aragon alles und sprintet das erste Stück, bis er die heiße Spur entdeckt hat. In der Nähe des Leckerlis schnüffelt er intensiv, geht aufgeregt herum, kreist den Ort ein, bis er es endlich gefunden hat und verspeist es gierig. Schon ist er wieder bei mir, schaut mich mit großen Augen an und "telepathiert": "Das kann nicht alles gewesen sein. Versteck mir noch was!", und wartet auf seinen nächsten Such-Einsatz.

Bis bald!

Liebe Grüße

Eure Silvie mit Aragon

 

Silvia Mc Intyre lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Söhnen und Hund in Wien. An ihrem abwechslungsreichen Familienleben lässt die vielseitig interessierte Weekend-Bloggerin unsere Leser teilhaben.

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