Familienausflug nach Wien

Es ist doch immer wieder das Gleiche, wenn man einen Familienausflug planen möchte. Jeder möchte etwas anderes sehen, die Kinder wollen Action, und die Erwachsenen hätten gerne ein etwas informativeres Erlebnis. Doch was tun? Ich habe einen Weg gefunden, mit dem jeder zufrieden sein wird.

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Das Kriminalmuseum in Wien... Foto: Katharina Zach

Wien bietet sich als perfektes Ausflugsziel an. In dieser großen Stadt gibt es wirklich alles. Hier nun mein erster Vorschlag: Das Rollercoaster-Restaurant im Prater. Alle Speisen und Getränke werden mit Hilfe von Schienen zu den Gästen befördert. Man bestellt mittels Tablet, dabei klickt man ganz einfach auf die gewünschte Speise. Die Bestellung wird an die Küche weitergeleitet. Das zubereitete Essen wird dann von einem Roboter auf die richtige Schiene gestellt – und los geht’s! Noch ein kleiner Schubs, damit die Mahlzeit ins Rollen kommt, dann heißt es nur noch abwarten. Die Getränke und Speisen werden hierzu in speziell angefertigte Behälter gegeben, damit auch nichts verschüttet werden kann. Man kann beobachten, wie das Essen angebraust kommt. Wenn es schlussendlich auf dem Tisch gelandet ist, befreit man es aus dem Behälter und gibt dem übrig gebliebenen Plastikbehälter einen Stoß, damit er im Mülleimer am Ende des Tisches landet. Das Zahlen ist auch ganz leicht, dazu nimmt man einfach nur das Tablet und geht damit zur Kasse.  Fertig.

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Das Rollercoaster-Restaurant... Foto: Katharina Zach

Was nun? Prater! Das Rollercoaster-Restaurant befindet sich nämlich direkt im Wiener Prater, ganz in der Nähe vom berühmten Riesenrad. Doch, Moment ... vielleicht wäre es besser, den Prater vor dem Essen zu besuchen, immerhin gibt es etliche Achterbahnen und Karusselle zu besuchen. Mit vollem Magen ist das nämlich vielleicht nicht ganz so lustig. Es gibt aber für den Fall der Fälle auch Geisterbahnen, Schießstände und weitere Stuben, in denen man auch mit vollem Magen Spaß haben kann.

So viel zu Action für die Kleinen, doch was ist jetzt mit den Erwachsenen? Hier nun eine ganz einfache Antwort: Museum! Wie wäre es zum Beispiel mit dem Naturhistorischen Museum? Oder vielleicht doch das Kunsthistorische Museum? Oder darf es vielleicht doch etwas ausgefallener sein? Wenn die Kinder schon älter sind, wäre das Kriminalmuseum im zweiten Bezirk definitiv zu empfehlen. Die bekanntesten Kriminalgeschichten vom Mittelalter bis zu Jack Unterweger. Es gibt unzählige Ausstellungsstücke, darunter sogar einen abgetrennten Kopf eines Verurteilten, welche einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Künstlerische Gemälde unterstreichen die furchtbaren Gräueltaten. Man erfährt auch einiges über die Geschichte des Polizei- und Justizwesens. In dem 1685 errichteten "Seifensiederhaus" ist nämlich nicht nur das Wiener Kriminalmuseum, sondern auch das traditionsreiche Museum der Bundespolizeidirektion Wien untergebracht. Mehr werde ich nun aber nicht über das Museum verraten - wer mehr wissen möchte, sollte unbedingt hinschauen!

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Einige Ausstellungsstücke des Museums... Foto: Katharina Zach

Mit diesen Tipps wird der nächste Familienausflug in Wien bestimmt ein Hit.

 

Bei ihren Reisen quer durch Europa kommt Weekend-Bloggerin Katharina Zach so manches unter. Ihre ungewöhnlichsten Reise- und Urlaubserlebnisse hält die Burgenländerin für weekend.at fest.

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