Lukas' Tech Blog goes IFA oder ein Tech-Redakteur im Paradies!

Die IFA (Internationale Funkausstellung) in Berlin ist DAS Messehighlight im Jahreskalender eines jeden Technik-Begeisterten. So auch für mich! Ich durfte gleich zwei Tage dort verbringen. Quasi im Paradies auf Erden. Egal ob Smartphone, Fernseher, Waschmaschine, smarter Kühlschrank oder vernetzte Küchenmaschine - dort findet sich alles. was angesagt ist. So eine riesige Messe ist aber auch ganz schön anstrengend. Mehr dazu hier - inklusive Bildergalerie!

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Foto: Lukas Steinberger

Am liebsten würde ich gleich mit Ausführungen über bunte Hallen, tausende Menschen, verwinkelte Gänge und viel viel Technik loslegen - aber ich möchte mit etwas anderem beginnen. Viele stellen sich so einen Ausflug auf eine Messe wie Urlaub vor, ein bisschen Hinfliegen, Herumschauen und dann wieder Heimfliegen.

Na ja, was soll ich sagen - zwei Tage IFA haben ihre Spuren hinterlassen: Vier Flüge in zwei Tagen (Linz-Frankfurt-Berlin und Berlin-Wien-Linz), tausende Schritte am riesigen Berliner Messegelände, ein langer Abend mit vielen neuen Eindrücken und lange Tage. Auch das ist Realität eines Redakteurs/Bloggers. Trotzdem macht es wahnsinnig viel Spaß so etwas live zu erleben.

Eine Stadt in der Stadt

Berlin ist riesig - etwa doppelt so groß wie Wien. Die Distanzen in dieser Weltstadt sind gewaltig - es gibt ein Sprichwort: "Egal, wo du in Berlin mit der U-Bahn hin musst, es dauert immer mindestens 30 Minuten". Gilt übrigens auch für Taxi, Uber und Co.

Die Messe ist da keine Ausnahme, das Gelände gleicht einer Kleinstadt, und es gibt sogar eine eigene Buslinie, die die Besucher von Halle zu Halle bringt. Diese gigantischen Hallen haben außerdem oft zwei Stockwerke - alles voll mit Firmen, die ihre Innovationen präsentieren.

Am besten also, man beginnt mit Halle 1 (von 26), aber das ist gar nicht so leicht, denn es gibt mehrere Aus und Eingänge. Na ja, dank Plan und App hab ich mich irgendwie zurechtgefunden und bin durch diese Gigantomanie gewandert. Von A wie Acer bis Z wie ZTE ist dort alles vertreten, was in der Technik-Branche Rang und Namen hat. Nur die Kalifornier mit dem angebissenen Apfel als Logo entziehen sich solchen Messen und kochen ihre eigene Suppe. Das nutzt Konkurrent Samsung aber perfekt aus und mietet gleich eine ganze Halle. Dort wurde vom neuen Galaxy Note 8 bis zum Kühlschrank mit Mega-Touchscreen alles gezeigt, was die Koreaner derzeit feilbieten. Unglaublich, was für ein Aufwand hier für fünf Tage Messe betrieben wird. Aber auch andere Hersteller lassen sich nicht lumpen und mieten gleich ganze Stockwerke oder Teile einer Halle - muss man gesehen haben!

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Foto: Lukas Steinberger

Die Highlights

Für mich waren das natürlich die neuen Smartphones und Fernseher. LG hat das V30 präsentiert - ein wunderschönes und wertiges Gerät, das mit Samsung mithalten kann. Samsung wiederum hat alles aufgeboten, um das neue Note 8 zu promoten. Spannend war es am Stand von Sony, da war das neue Xperia XZ1 zu sehen - zusammen mit dem kleinen Bruder Xperia XZ1 Compact. ZTE hatte das neue Blade V8 mit Dual-Kamera im Angebot und die bei uns noch eher unbekannte Marke HiSense präsentierte ein Smartphone mit zwei Displays. Vorne ein Display, wie wir es kennen, und hinten ein E-Ink-Display wie bei einem E-Book Reader. Extrem spannendes Konzept, weil es fast keinen Akku benötigt und zum Lesen von Büchern bestens geeignet ist.

Bei den Fernsehern gilt: "Big is beautiful". Vor einiger Zeit war 42 Zoll das Maß aller Dinge - wer jetzt unter 55 Zoll hat, ist von vor-vor-gestern. 65, 75, 85 Zoll, das sind schon eher Leinwände als Fernseher, aber dank OLED-Technik megaflach und sehr stromsparend. Die neuesten Geräte lassen sich wie Poster auf die Wand hängen, und wer mag, kann statt eines schwarzen Bildschirms berühmte Gemälde auf den Teilen anzeigen lassen. Quasi der Picasso fürs Wohnzimmer.

Wer allerdings so ein Gerät sein eigen nennen will, muss sich auf fünfstellige Beträge einstellen - preislich trotzdem noch günstiger als bei so einer Gemäldeaktion.

Was hat gefehlt?

Eigentlich nicht viel - mir ist nur aufgefallen, dass der Tablet-Markt irgendwie am Boden ist. Keine großen Innovationen, auch die großen Hersteller halten sich zurück. Dafür gibt es viele neue Convertibles oder 2in1-Geräte. Also Laptops mit Touchscreen oder Tablets mit Tastatur-Cover. Ist meiner Meinung nach auch die sinnvollere Verwendung. Die Geräte sind sehr portabel und leicht - trotzdem volle Arbeitstiere mit Windows drauf. Auch die Kamerainnovationen fehlen weitgehend, aber da gibt es mit der Photokina in Köln eine eigene Messe.

Fazit

Was soll ich noch sagen - ich bin noch wie erschlagen von dieser großartigen Messe. Ein Sammelsurium von modernster Technik, Innovationen und mehr. Eine bunte Glitzerwelt, die dann bei einer Currywurst samt Schrippe (Berliner Semmel) sehr, sehr bodenständig wird. Denn auch der motivierteste Redakteur braucht mal eine kurze Pause und muss sich stärken.

Ich konnte viel Neues sehen und Kontakte knüpfen. Die IFA ist nicht umsonst eine der wichtigsten Technik-Messen der Welt, wenn nicht die wichtigste. Am Gelände waren alle Sprachen dieser Welt zu hören. Ein Mikrokosmos, der mich in seinen Bann gezogen hat. Um euch etwas daran teilhaben zu lassen, habe ich noch eine Slideshow mit vielen Impressionen von meinem persönlichen Technik-Highlight 2017. Viel Spaß beim Durchklicken!

Hinweis: Die Reise wurde mir von Emporia ermöglicht. Herzlichen Dank dafür!

 

Weekend-Redakteur Lukas Steinberger ist ein Technik-Freak sondergleichen. Wobei ihn die Bezeichnung „Nerd“ nicht beleidigt, sondern ehrt. Er saugt alle Neuheiten in sich auf und ist immer am neuesten Stand, liebt Computerspiele, beschäftigt sich ausführlich mit den neuesten Smartphones und den dazugehörigen Gadgets und ist ein Experte für Unterhaltungselektronik. In seinem Blog testet er Spiele, Konsolen, Smartphones, Gadgets und vieles mehr und lässt die Leser an seiner Faszination für die spannende Technik-Welt teilhaben.

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