Unser Hund spricht Aragonisch

Kommunikation ist wichtig zwischen Mensch und Haustier. Wir wollen einander verstehen. Für Aragon habe ich mein eigenes kleines Vokabular auf "Aragonisch", was eine Mischung aus Arageutsch und Aragenglisch ist.

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Kommunikation zwischen Mensch und Tier Foto: SMc

Aragon selbst kommuniziert hauptsächlich mit Blicken. Ist es Zeit für seine Mahlzeit oder muss er dringend raus, fängt er auch schon mal an leicht zu winseln. Bellen und knurren kommt in den seltensten Fällen von Revier- und Besitzverteidigung vor.

Außer den geläufigen Kommandos "Sitz", "Platz" und "Bleib" kennt Aragon "roll over", was besonders beliebt ist, denn da gibt es immer einen besonderen Leckerbissen. Hierbei dreht er sich aus der "Platz-Haltung" einmal über den Rücken rund herum.

Unser schlauer Vierbeiner weiß genau, wenn man das Leckerli in der Hand hat und man zum großen Teppich geht, dass "roll over" gefragt ist, und er als Belohnung etwas Besonderes zu erwarten hat.

Also kürzt Aragon das ganze Procedere ab, und sobald wir beim Teppich sind, liefert er erst einmal, bevor man überhaupt etwas sagen kann, vor lauter Aufregung eine Kurzversion seiner "Rückenrolle" ab. Dabei schiebt er sich sitzend flink mit den Vorderbeinen einmal um die eigene Achse und lässt dabei das Leckerli in meiner Hand nicht aus den Augen. Nicht wirklich das Kunststück, worauf wir gewartet haben …

Also kommt jetzt das richtige Kommando, erst mal "Sitz", dann "Platz", dann "Roll Over". Uff, geschafft, diese Rückenrolle war wirklich gut gelungen!

"Braver Bub! Good Boy! Gut gemacht!", lobe ich ihn.

"Magst Du noch etwas Feines (auf Aragenglisch ausgedrückt "Yum Yum")? Dann komm! Hierher, zu mir! In die Küche! Okay, Sitz! und Bleib!" Alle Kommandos unterstreiche ich mit der entsprechenden Gestik, bei der mein Zeigefinger die Richtung anzeigt oder erhoben das Kommando "Sitz!" unterstreicht bzw. die erhobene Handfläche "Bleib!" signalisiert.

Jetzt bewegt Aragon sich nicht mehr von der Stelle. Er weiß schon, was kommt. Blitzschnell laufe ich durch die ganze Wohnung, damit Aragon nicht genau weiß, wo ich sein Leckerli verstecke, kehre dann zurück zu ihm, lasse ihn noch einen Moment zappeln (er zittert tatsächlich schon vor Aufregung) und rufe dann "Such!" Das Wort ist noch gar nicht ganz ausgesprochen, da sprintet Aragon los und verfolgt den Duft bis in die Nähe seiner Belohnung. Ich lobe "Ja, such! So ist’s brav! Da such!" und deute mit dem Finger in die Richtung seiner Beute.

Die wichtigsten Worte zur Verständigung meinerseits sind damit abgedeckt. Allerdings rede ich oft mit meinem Hund, wie mit einem Menschen. Man kann ihm alles erzählen, und wie ich schon öfter geschrieben habe: Er versteht alles.

Frohe Ostern und liebe Grüße

Eure Silvie mit Aragon

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Kommunikation zwischen Mensch und Tier Foto: SMc

 

Silvia Mc Intyre lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Söhnen und Hund in Wien. An ihrem abwechslungsreichen Familienleben lässt die vielseitig interessierte Weekend-Bloggerin unsere Leser teilhaben.

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