Köstliche Weihnachtsbäckerei: Honig-Lebkuchen

Mit Lebkuchen kann jeder zufrieden gestellt werden - also rein in die Weihnachtsbäckerei!

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Foto: Lisa Schoißengeier

Die Antwort auf die Frage, was meine liebsten Weihnachtskekse sind, sprudelt einfach aus mir raus: Honig-Lebkuchen ohne Nüsse. Meistens geht eine Erklärung mit einher: "…, weil ich keine Nüsse mag beziehungsweise sie nicht vertrage, und weil Honig-Lebkuchen viel besser schmeckt als jener mit nur Zucker".

Ich weiß nicht, wie oft ich diese zwei Sätze schon von mir gegeben habe, aber die sitzen bei mir wie das Amen im Gebet. Eigentlich merkwürdig, aber ich glaube das liegt daran, dass ich Kekse generell nicht wirklich mag. Nun meine Erklärung, warum im Wort "Lebkuchen" kein "Keks" vorkommt: Sie würden mir sonst nicht schmecken! Nein, Spaß beiseite, kommen wir dazu, wie der Lebkuchen entstanden ist.

Lebkuchen wurde schon bei den Ägyptern als Grabbeigabe beigelegt, später wurde er anscheinend in Belgien "erfunden". Aber egal, woher er stammt, der Lebkuchen stand wegen seiner langen Haltbarkeit hoch im Kurs. Dass er sein Aroma kaum bis nicht verliert, bescherte ihm einen weiteren Pluspunkt.

Und aus was besteht der Lebkuchen? Zum Großteil aus Roggenmehl, Wasser und Honig. Die Spezialität enthält kein Fett, außer sie wird mit Nüssen gebacken. Was den Lebkuchen aber tatsächlich ausmacht, sind die vielen Gewürze, die enthalten sind. Für das Backen zu Hause ist es ratsam, die Gewürze - z.B. Anis, Muskat, Nelken, Macis, Zimt, Ingwer, Kardamom usw. - nicht einzeln zu kaufen, sondern lieber ein bereits gemischtes Lebkuchengewürz. Wer will, kann dieses ja mit den genannten Zutaten noch verfeinern.

Bei Lebkuchen gibt es verschiedene Sorten und Arten. Diese werden gesetzlich erfasst und bezüglich ihrer Zusammensetzung genauestens überprüft. So zum Beispiel:

  • Honiglebkuchen: Mindestens die Hälfte des Teiges muss aus Honig bestehen, der Rest darf Zucker sein.
  • Feiner Brauner Lebkuchen: Mindestens 10 Prozent Mandeln und/oder Haselnüsse und/oder Walnüsse und/oder andere Ölsamen müssen enthalten sein. Auf 100 Kilogramm Lebkuchen dürfen bis zu 1,5 Kilogramm Fett verwendet werden.
  • Feine Oblaten-Lebkuchen: Mindestens 12,5 Prozent Mandeln und/oder Haselnüsse und/oder Walnusskerne. Es dürfen aber auch Mischungen mit anderen Ölsamen verwendet werden. Dann muss der Ölsamenanteil aber mindestens 14 Prozent betragen und ein Anteil von 7 Prozent an Mandeln und/oder Haselnüssen und/oder Walnüssen darf nicht unterschritten werden.

Nach der kleinen Lehrstunde verrate ich euch jetzt aber mein Rezept, das ich jedes Jahr aufs Neue mache. Ich hoffe, euch schmeckt der Lebkuchen genauso wie mir, und dass ihr auch Spaß am Verschenken von großen Lebkuchenherzen oder am Naschen des rohen Teiges habt – mmh!

Ein kleiner Tipp: Wird der Lebkuchen recht hart, legt einen Apfel in die Keksdose. Nach ein paar Tagen merkt ihr sofort, dass die Kekse weicher werden.

Zutaten (für sehr viel):

  • 500 g Roggenmehl
  • 130 g Honig
  • 110 g Zucker
  • 3 Eier
  • 3 EL Lebkuchengewürz
  • 3 TL Natron
  • etwas Milch

 

Zubereitung:

  1. Die Zutaten bis auf die Milch gut verkneten und den Teig für mindestens 1,5 Stunden im Kühlschrank rasten lassen.
  2. Den Teig danach 0,5 Zentimeter dick ausrollen, mit Keksausstechern ausstechen, mit Milch bepinseln und bei 175°C Umluft für 7-10 Minuten backen.

 

Die fertigen Kekse könnt ihr nach Belieben mit einer Zucker- oder Schokoglasur oder auch mit Nüssen/Trockenfrüchten verzieren.

Ich wünsche euch gutes Gelingen,
LISA

 

Weekend-Bloggerin Lisa Schoißengeier studiert in Innsbruck. Seitdem sie klein ist, macht sie nahezu täglich Sport und ernährt sich auch entsprechend gesund. Sie kocht leidenschaftlich gerne, gesund und viel. Auf weekend.at präsentiert sie ihre besten Rezept-Ideen.

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