Brighton, oh Brighton you have my heart!

Heute schreibe ich über einen weiteren Tagesausflug, den ich unternommen und aus tiefsten Herzen genossen habe. Gemeinsam mit zwei weiter Au Pairs nahm ich den Zug in den Süden Englands, bis hinunter in die Stadt Brighton. Und wie schön und befremdlich zugleich war es am Strand zu stehen ... mit Winterjacke, Schal und Haube!

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Foto: Lisa Krempl
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Foto: Lisa Krempl
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Foto: Lisa Krempl

Mittlerweile ein Fan von Tagesausflügen war der nächste Stopp auf meiner Liste das unter Au Pairs berühmt-berüchtigte Brighton. Jeden, der einige Zeit in London verbringt, zieht es nach einer Weile hinaus aus der Stadt, weg vom Trubel, und wo sonst, wenn nicht in Brighton findet man genau das? Wohl auch bekannt als die Party-Stadt am Meer ist sie nach meiner Erfahrung auch ein wunderbarer Ort, um mal wieder so richtig auszuspannen und Sonne und Meeresluft zu tanken. In weniger als einer Stunde von London aus am Strand zu stehen ließ mich wieder einmal mehr die Vorzüge guter Zugverbindungen wertschätzen ...

Als wir also in Brighton ankamen führte uns unser erster Weg direkt an den Strand, zumal einen die Hauptstraße und der Menschenstrom auch direkt dorthin locken. Und wie so oft schon überkam mich sofort dieses Gefühl der Ruhe, als ich aufs Meer hinausschaute in die Vormittagssonne, die trotz Kälte tapfer durch die Wolken blinzelte. Ich wusste einfach sofort, dass mich diese Stadt begeistern würde. Und meine Hoffnungen wurden erfüllt: Nach dem allgemeinen Wohlfühl-Moment am Meer spazierten wir weiter die Strandpromenade mit ihren niedlichen Shops, Imbissbuden und Cafés entlang und kamen schließlich unweigerlich an den berühmten Brighton Pier, einen langen und breiten Steg aufs Meer hinaus, auf dem sich nicht nur diverse Fahrgeschäfte und Achterbahnen, sondern auch ein Großteil der Touristen tummelten.

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Foto: Lisa Krempl

Nach einem kleinen Rundgang entschlossen wir uns wieder Richtung Stadt zu gehen und kamen dabei auch am Royal Pavillon und der Brighton Art Gallery vorbei - beides Gebäude, die vor allem durch ihre orientalische Bauweise hervorstechen. Leider waren die Eintrittspreise ziemlich hoch, weswegen wir beschlossen, die Sehenswürdigkeiten "nur" von außen zu bestaunen. Unser Weg führte uns daraufhin zu den "North Laines", die mein Highlight des Tages wurden. Dieser Teil der Stadt ist ein kunterbuntes Gemisch aus normalen Wohnstraßen, Graffiti- und Street Art-Gegenden sowie Märkten und verrückten und ulkigen Cafés und Läden.

Die Häuser sind fast durchweg kunterbunt angestrichen und vermittelten schon jetzt ein frisches Frühlingsgefühl. Die Street Art an den Mauern machte mich einfach nur sprachlos, aber die Shops und Märkte toppten nochmal alles! Diese beiden sind mir dabei besonders in Erinnerung geblieben:

Snoopers Paradise: Der Laden, der von außen eigentlich ziemlich klein und unscheinbar aussieht und fast von den Ständen des Marktes davor verdeckt wird, entpuppte sich als Labyrinth mit "Dachboden", das als Heimat von Büchern, Antiquitäten, Trödel sowie Hippie- und alternativer Second Hand-Bekleidung dient. Es war einfach faszinierend. In der einen Sekunde bestaunt man noch noch eine Landkarte aus dem Jahr 1890 und im nächsten findet man sich in einem Gewirr aus Pelzmänteln und altem Teegeschirr wieder. Wirklich einzigartig!

Fleas Market: Ein bisschen gemogelt zugegeben - dieser Laden befindet sich streng genommen nicht mehr in den North Laines. Trotzdem hat er dasselbe Flair und na ja, auch ein ziemlich ähnliches Angebot. Auf der Suche nach dem Laden glaubten wir eigentlich einen Markt (=market) vorzufinden. Umso überraschter waren wir, als wir plötzlich vor einem grellpink-farbenen Gebäude standen, das sich ebenfalls als Second Hand-Shop und Vintage-Laden entpuppte. Ebenfalls zweistöckig, brauchten wir eine Weile, um alle Ecken zu erforschen, und nicht selten musste ich schmunzeln bei dem, was man hier alles zu verkaufen versucht ...

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Foto: Lisa Krempl

Nach diesem Erlebnis und dem äußerst schmackhaften Mittagessen in den North Laines hatten wir nur noch ein wenig Zeit übrig, bevor uns unser Zug wieder in die Stadt zurückbringen sollte. Wir spazierten also noch ein wenig am Meer entlang und wurden auf diese Weise mit einem romantischen Sonnenuntergang verabschiedet.

Brighton, unvergleichlich mit den anderen bisher besuchten Städten, hat mich wirklich begeistert. Obwohl es eine nicht allzu kleine Stadt ist, herrscht keine Hektik, und das Meer und der Strand setzen dem Ganzen natürlich noch eins drauf. Neugierig bin ich, wie es dort wohl im Sommer wäre, wenn dann auch noch der Badespaß dazu kommt!? Vielleicht hat einer von euch einmal die Gelegenheit dazu, Brighton bei Sommer- statt Februarbrise zu besuchen. Vergesst dann nicht die North Laines zu besuchen und euch in eines der dortigen Lokale zu setzen! Ihr werdet es nicht bereuen, versprochen!

 

Weekend-Bloggerin Lisa Krempl liebt es, den Globus zu erkunden und ihre Eindrücke und Erlebnisse schriftlich festzuhalten. Als Au Pair lässt die frisch gebackene Maturantin ihre Leser auf weekend.at an ihrem Alltag teilhaben.

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