Hautprobleme? Dieses Öl hilft!

Trockene, empfindliche, schuppende Haut? Oder doch eher von Unreinheiten geplagt? Egal, für jeden Hauttyp gibt es das passende Öl. Eine streichelzarte Gesichtshaut ist so vorprogrammiert.

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Mit dem richtigen Öl wird die Haut streichelzart Foto: ASashka/iStock/Thinkstock

Das Eincremen der Gesichtshaut am Morgen und am Abend gehört für die meisten zur ganz normalen Bad-Routine. Doch man könnte mal den Cremetiegel links liegen lassen, und stattdessen zu hochwertigen Ölen greifen. Denn Öle sind wertvolle Naturprodukte, die ganz ohne chemische Zusatzstoffe auskommen! Eine Wohltat für die Haut. Noch dazu bringen Öle den natürlichen Säureschutzmantel der Haut ins Gleichgewicht und verstopfen auch nicht die Poren. Somit kann das richtige Öl die Haut sogar von lästigen Mitessern und Pickeln befreien. Doch dafür muss man wissen, welches Öl man nehmen soll. Und das hängt ganz von den individuellen Bedürfnissen der Haut ab.

Prinzipiell kann man zwischen trockenen und nicht-trockenen Ölen unterscheiden. Trockene Öle enthalten sehr viele ungesättigte Fettsäuren und ziehen schnell in die Haut ein, nicht-trockene Öle hingegen enthalten mehr gesättigte Fettsäuren und pflegen reichhaltiger, brauchen aber auch eine Zeit, bis sie eingezogen sind. Tendenziell sollten trockene Hauttypen eher zu nicht-trockenen Ölen greifen. Doch nur weil ein Öl reichhaltig ist, heißt es noch lange nicht, dass es Pickel fördert! Kokosöl beispielsweise ist ein nicht-trockenes Öl und verwöhnt raue, sensible Haut, wirkt gleichzeitig aber auch antibakteriell und kann so Akne lindern. Viele Öle können somit für mehrere Hauttypen eingesetzt werden.

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Für jede Haut gibt es das passende Öl Foto: JulyProkopiv(iStock/Thinkstock

1. Trockene und sensible Haut

Trockene Haut spannt, rötet sich schnell und zeigt schuppende Stellen. Da ist es besonders wichtig, dass die Pflege stimmt. Es gibt einige Öle, die sich besonders bei trockener und sensibler Haut empfehlen:

Arganöl

Arganöl stammt aus Marokko und enthält beinahe doppelt so viel Vitamin E wie Olivenöl, Vitamin E ist für den Feuchtigkeitshaushalt der Haut essentiell. Es besteht zu 80 % aus ungesättigten Fettsäuren, wird somit als trockenes Öl bezeichnet und zieht schnell ein. Sekundäre Pflanzenstoffe sorgen dafür, dass die Haut Feuchtigkeit besser aufnehmen kann. Nicht nur im Gesicht kann das Öl angewandt werden, auch als Bodylotion ist es gut geeignet und gereizte Kopfhaut kann durch Arganöl wieder ins Lot kommen.

Mandelöl

Das milde Mandelöl ist auch in der Babypflege beliebt. Das Öl riecht nach nichts und eignet sich besonders für sensible, empfindliche Haut, da es eine sehr sanfte Wirkung hat, dabei aber nicht Pickelbildung begünstigt. Das enthaltene Vitamin A, B, E, und D sowie Kalium. Magnesium und Kalzium dringt tief in die Haut ein und pflegt sie geschmeidig. Faltenbildung wird so dank Mandelöl reduziert und da Mandeln auch in Europa angebaut werden, fallen die Transportwege kürzer aus als beispielsweise bei Kokosöl.

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Mandelöl pflegt raue Haut Foto: Amarita(iStock/Thinkstock

Avocadoöl

Avocadoöl ist ein nicht-trockenes Öl, sprich es enthält viele gesättigte Fettsäuren und benötigt eine gewisse Zeit, bis es von der Haut aufgenommen wir. Die sollte man allerdings investieren, denn rissige Haut wird dank den Omega-3-Fettsäuren wieder zart und sogar Narben können durch Avocadoöl abgeschwächt werden.

2. Unreine und fettige Haut

Kokosöl

Kokosöl riecht nicht nur gut, sondern kann die Haut sogar vor Pickeln und Akne bewahren. Akut kann Kokosöl Pickel vermindern, über einen längeren Zeitraum angewandt kann Akne merklich zurückgehen, da das Kokosöl antibakteriell und entzündungshemmend wirkt. Kokosöl eignet sich aber auch für trockene Haut. Ein Allroundtalent sozusagen. 

Jojobaöl

Eigentlich kein Öl, sondern ein Wachs, ist das Jojobaöl perfekt für eher fettige Haut geeignet. Denn es ist anders aufgebaut als ein Öl und somit von der Struktur her sehr viel leichter und ähnelt dem hauteigenen Fett stärker. So kann es die Talgproduktion der Haut regulieren und so Unreinheiten vorbeugen. Es hemmt Bakterien am Wachstum und die enthaltenen Vitamine E, A und B schützen die Zellen vor vorzeitiger Hautalterung.

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Jojobaöl ist streng genommen kein Öl, sondern ein Wachs Foto: vainillaychile(iStock/Thinkstock
Traubenkernöl

Das aus den Traubenkernen gewonnene Öl enthält rund 70 % ungesättigte Linolsäure und ist somit ein trockenes Öl. Ölige, fettige und Mischhaut kommt durch die Gabe von Traubenkernöl wieder ins Gleichgewicht. Die Regeneration des Hautgewebes wird angekurbelt und erste Fältchen gehen zurück. Der hohe Gehalt an OPC (oligomere Proanthocyanide) macht das Traubenkernöl zum wahren Anti-Aging-Wunder. Am besten verwendet man kalt gepresstes Traubenkernöl, nur in ihm sind noch alle wertvollen Inhaltsstoffe enthalten.

3. Anwendung

Das beste Öl hilft nichts, wenn man es nicht auch korrekt anwendet. Wichtig ist, das Öl nie auf die trockene Haut aufzutragen, sondern die Haut sollte stets feucht sein. Dann einfach zwei bis drei Tropfen des Öls auf die Handflächen geben und vorsichtig kreisend im Gesicht auftragen. Manche Hauttypen kommen mit dem reinen Öl nicht so gut zurecht wie andere, hier kann es helfen, die gewohnte Tagescreme mit einigen Öltropfen zu vermischen und so aufzutragen. 

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