Top 10: So sozial sind die Promis

Wer berühmt ist, kann seine Stimme dafür nutzen, sich für andere einzusetzen. Diese zehn Stars zeigen besonders viel Engagement und kämpfen mit Leidenschaft für die gute Sache.

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Emma Watson setzt sich für die Rechte der Frauen ein Foto: JEAN-BAPTISTE LACROIX / AFP / picturedesk.com

Ob man sich nun für die Rettung der Ozeane, das Müllproblem, Flüchtlinge oder die Gleichberechtigung von Frauen einsetzt, Promis verfügen über viel Aufmerksamkeit und können ihrem Anliegen Gehör verschaffen. Nicht alle Promis engagieren sich im gleichen Ausmaß, diese zehn sind aber besonders motiviert.    

1. Emma Watson

Die Rechte und die Gleichberechtigung der Frauen sind Emma Watson ein großes Anliegen. Sie ist seit 2014 UN-Sonderbotschafterin für Frauen- und Mädchenrechte und bereist in dieser Funktion die Welt, um auf die Situation der Frauen aufmerksam zu machen. Wer sich intensiver mit dem Thema Feminismus befassen möchte, kann sich über den von ihr gegründeten Lesekreis "Our Shared Shelf" auch gleich die passende Literatur empfehlen lassen. Auch am "Womans's March" in Washington, bei dem Frauen gegen Donald Trump protestierten, war Emma Watson vorne mit dabei und auch bei der #MeToo-Kampagne erhob sie ihre Stimme.

2. Leonardo DiCaprio

DiCaprio wollte ursprünglich gar nicht Schauspieler werden, sondern Meeresbiologe. Das Leben wollte es aber anders und führte ihn an der Seite von Kate Winslet als Jack Dawson auf die Titanic und in die Herzen Tausender Fans. Die Liebe zum Meer blieb aber trotz Untergang erhalten und 1998 gründete er bereits die "Leonardo diCaprio Foundation", die sich gegen die Erderwärmung und für den Umweltschutz einsetzt. Seit 2014 ist der Schauspieler sogar UN-Friedensbotschafter.

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Leonardo DiCaprio wollte ursprünglich Meeresbiologe werden Foto: Jane Barlow/PA/picturedesk.com

3. Cate Blanchett

Cate Blanchett ist seit 2016 die neue Botschafterin des Weltflüchtlingshilfswerks UNHCR, vorher hatte Angelina Jolie diese Rolle inne. Seit 2007 ist die bereits Schirmherrin der Organisation "SolarAid", die die Solarenergie in Entwicklungsländern fördern will, um gegen Armut und Klimawandel vorzugehen. Für ihre Tätigkeit erhielt sie 2018 eine Auszeichnung des Worl Economic-Forums (WEF) in Davos.

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Cate Blanchett  Foto: Chris Pizzello / AP / picturedesk.com

4. Richard Gere

Der überzeugte Buddhist setzt sich so vehement für die Rechte Tibets ein, dass er seit dem 90er Jahren nicht mehr nach China einreisen darf. Den Schauspieler hindert das nicht daran weiterzumachen. Einziger Wermutstropfen: Eine vielversprechende Kooperation mit einem kritischen chinesischen Regisseur kam nicht zustande. Privat ist Richard Gere sogar mit dem Dalai Lama befreundet.

5. Elton John

Elton John hat bewegte Jahre hinter sich: in den 80er Jahren heiratete er – wohl aus Alibizwecken – Renate Blauel, ließ sich nach vier Jahren wieder scheiden und bekannte sich offen zu seiner Homosexualität. Im Jahr 1992 gründete er die "Elton John AIDS Foundation". Seit damals konnte die Stiftung an die 275 Millionen Dollar sammeln, das Geld wurde in Projekte in über 50 Länder investiert. Viele Konzerterlöse leitet Elton John direkt an die Stiftung weiter.

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Elton John Foto: Florian Schuh/EPA/picturedesk.com

6. Alicia Silverstone

Ein Herz für Tiere: Alicia Silverstone setzt sich besonders für den Tierschutz ein. Sie wirbt auch mal splitterfasernackt für PeTA und prangert so Pelz und Wollkleidung an. Seit 20 Jahren lebt sie vegan und hat 2009 ein Kochbuch geschrieben – Erfahrung in der veganen Küche hat sie ja genügend. Doch nicht nur Tiere, auch die Umwelt liegen ihr am Herzen: Das Haus der Schauspielerin ist umweltfreundlich gebaut.

7. George Clooney

Nicht nur sexy, sondern auch noch klug: George Clooney ist überzeugter Kriegsgegner und prangert Politiker öffentlich an. 2008 wurde er zum UN-Botschafter des Friedens ernannt, bis 2014 hatte er das Amt inne. Im Wahlkampf unterstütze er Obama und sammelte Wahlkampfspenden für ihn – 15 Millionen Euro kamen so zusammen. Bei einer Protestaktion in Washington wurde er sogar festgenommen. Den Schauspieler schreckt nichts und auch direkt vor Ort ist er präsent: Er besucht Krisenregionen, um auf die Situation aufmerksam zu machen. Auch der Umweltschutz ist für den Schauspieler ein wichtiges Thema, er musste sich aber viel Kritik gefallen lassen, da er jahrelang Werbung für Nespresso – die Kaffeekapseln sind nicht gerade für ihre Ökobilanz berühmt. 

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George Clooney Foto: Nathan Denette / AP / picturedesk.com

8. Sean Penn

Ebenso wie George Clooney ist auch Sean Penn ein Kriegsgegner, der öffentlich die Bush-Regierung kritisierte. Als Mitglied von "Sea Shepherd" setzt er sich für den Schutz der Meere ein. Als es im Jahr 2010 in Haiti zu dem großen Erdbeben kam, gründete Sean Penn eine Hilfsorganisation, kümmerte sich um die Menschen vor Ort und verlie ihrem Anliegen eine Stimme. Dafür wurde er 2012 mit dem Peace Summit Award ausgezeichnet.

9. Meryl Streep

Die Schauspiellegende kann dem Hollywoodrummel nichts abgewinnen und lebt zurückgezogen mit ihrer Familie in den Bergen. Sie ist sozial sehr engagiert und tritt für die Abrüstung und die Friedensbewegung ein, aber auch die Themen AIDS-Hilfe, Umweltschutz und vor allem die Gleichberechtigung von Frauen sind ihr ein Anliegen. Beispielsweise finanziert die Schauspielerin einen Workshop für Autorinnen über 40. Über Männer sagte sie in einem Interview: "Männer hören nicht in dem Sinn zu. Man muss sich direkt vor sie hinstellen und das Zuhören einfordern."

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Meryl Streep  Foto: Dennis Van Tine / Zuma / picturedesk.com

10. Bono

Der Frontman von U2 ist schon lange für sein soziales Engagement bekannt. Besonders stark macht er sich für die AIDS-Hilfe und gegen die Armut. Er gründete die Organisation DATA, die sich für einen Schuldenerlass, Freihandel und die Bekämpfung von AIDS in Afrika starkmacht. Er organisierte weltweite Benefizkonzerte wie das "Live 8", um Druck auf die Regierungen auszuüben und einen Schuldenerlass zu erwirken. Dennoch wird der Sänger immer wieder kritisiert, beispielsweise dafür, dass er selbst einen Teil seiner Einnahmen in den Niederlanden versteuert, um Steuern zu sparen.