Hüa! Der Volkswagen T-Cross 1.0 TSI im Test

Beim Polo – also beim Spiel mit Pferd und Schläger – sitzt man relativ hoch im Sattel. Insofern ist es nur logisch, wenn VW den Polo aufsattelt und ein SUV mit erhöhter Sitzposition präsentiert. Wir haben den T-Cross für Sie Probe geritten.

Volkswagen T-Cross 1.0 TSI
Der nur 4,1 Meter lange T-Cross bietet selbst bei kritischer Betrachtung enorm viel Platz. Allrad gibt es keinen Foto: Werner Christl
Volkswagen T-Cross 1.0 TSI
Den T-Cross gibt es in vielen Farben, die sich auch mit den Cockpit-­Farben kombinieren lassen Foto: Werner Christl
Volkswagen T-Cross 1.0 TSI
Foto: Werner Christl
Volkswagen T-Cross 1.0 TSI
Vorne optisch wie Tiguan & Co. – von hinten gesehen sehr eigenständiges Design Foto: Werner Christl
Volkswagen T-Cross 1.0 TSI
Foto: Werner Christl
Volkswagen T-Cross 1.0 TSI
Foto: Werner Christl

Das neue Kleinwagen-SUV von Volkswagen fährt quasi im Polo-­Hemd vor. Wobei die Bezeichnung "klein" nicht wirklich zutrifft. Langsam, aber sicher müssen wir uns die Frage stellen, ob man wirklich große SUVs braucht. Im T-Cross gibt es erstaunlich viel Platz für das Kleinwagensegment. Nicht nur für Passagiere. Das Ladevolumen beträgt stolze 455 bis 1.281 Liter! Die Rückbank lässt sich netterweise verschieben. Der T-Cross ist übrigens mit 4,11 Metern Länge mehr als fünf Zentimeter länger als der Polo und überragt den Klassenprimus um ganze zwölf Zentimeter.

So sieht er aus

Optisch schauen wir im Frontbereich ins typische VW-Gesicht. Das Hinterteil geht dagegen als sehr eigenständig durch. Vor allem die schwarzen Rückleuchten, die sich über die ganze Fahrzeugbreite ziehen, sind ein Eyecatcher. Dazu ein sportlicher Dachkantenspoiler. Im Cockpit sehen wir den bekannten VW-Look. Dass viel "Hartkunststoff" verbaut wurde, war in dieser Klasse zu erwarten, aber dafür wurde alles gut verarbeitet. Mittig thront ein Multimediascreen mit bis zu 23 Zentimetern Diagonale.

So fährt er sich

Von einem 95-PS-Dreizylinder mit einem Liter Hubraum darf man keine Beschleunigungswunder erwarten (11,5 Sekunden auf 100 km/h). Wobei die neue Generation Dreizylinder wirklich flott agiert! Im Testauto hatten wir eine 5-Gang-Handschaltung. Eine 6-Gang-Variante wäre uns lieber gewesen. Die gibt es aber ohnehin im 115-PS-Modell. Auch ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe wird da angeboten. Im Test verbrauchten wir 5,8 Liter – VW spricht im Schnitt von 4,9 Litern Benzin.

Ausgewogenes Fahrwerk

Beim Fahrwerk fällt uns das Wort ausgewogen ein. Trotz höherem Schwerpunkt – kein Aufschaukeln. Ein guter Mix für alle Situationen auf der Straße. Auch in Sachen Assistenten wird nicht gepatzt. Front Assist, Spurhalteassistent, Fußgängererkennung oder City-Notbremsfunktion sind zu haben. Wobei sich die Systeme einfach und schnell am Lenkrad zu- und wegschalten lassen. Also: Der T-Cross ist die logische Weiterentwicklung der Polo-Schiene, sicher praktischer, aber auch etwa EUR 5.000,– teurer. Startpreis: Der liegt bei EUR 19.290,– (95 PS Benziner). Ab EUR 23.540,– dieselt ein 1,6 TDI unter der Motorhaube. Was uns vielleicht fehlt? Eine Allradversion würden wir gerne in der Preisliste finden.

Volkswagen T-Cross 1.0 TSI

  • Leistung: 95 PS
  • Testverbrauch: 5,8 Liter
  • Motor: 3-Zylinder-Ottomotor Turbo
  • Kofferraum: 455 bis 1.281 Liter
  • 0 – 100 km/h: 11,5 Sekunden

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