SsangYongs kompakte Geheimwaffe: der neue Korando im Test!

SsangYong war bis vor kurzem nicht unbedingt DIE Marke für Fans ästhetischer Autos. Sagen wir es vorsichtig: Die Dinger haben polarisiert. Mit Tivoli und Rexton hat sich das bereits geändert. Der neue Korando macht jetzt alles anders und präsentiert sich als gut ausgestattetes, gefälliges und geräumiges Kompakt-SUV. Mit Allradantrieb und Benzinmotor ist er bereits unter 29.000 Euro erhältlich, das ist eine klare Kampfansage der Koreaner.

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Foto: Weekend Magazin/Steinberger-Weiß
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Mit dem Korando machen die Koreaner, die seit einiger Zeit unter indischer Führung stehen (Mahindra) viel richtig. Das 4,45 Meter lange SUV bietet sowohl den vorderen als auch den hinteren Passagieren viel Platz und auch der Kofferraum schluckt mit 551 Litern ausreichend. 1.248 Liter sind es mit umgelegten Sitzen. Der Innenraum ist wertig ausgeführt und sorgt für Wohlfühlatmosphäre. Die Rundumsicht ist gut und irgendwie hat man das Gefühl, in einem viel größeren Auto zu sitzen.

Fahrleistungen

Ein SUV ist natürlich kein Kurvenfresser und das merkt man auch beim Korando. Das Fahrwerk ist eher komfortabel ausgelegt, bei einigen Bodenwellen und Unebenheiten bekommt das Kreuz aber leider doch ein paar Stöße ab. Unter der Motorhaube dieselt ein 1.6-Liter-Motor mit 136 Pferden. Die traben zwar nicht los wie eine wildgewordene Horde, sind aber in jeder Situation ausreichend - dafür sorgt auch das Zusammenspiel mit dem 6-Gang-Automatikgetriebe. Im Fahrmodus „Sport“ geht es noch etwas flotter zu. Der Allradantrieb hat eine 50/50 Sperrfunktion und ist vor allem im Winter und auf nasser Fahrbahn eine Wohltat. Beim Verbrauch geben die Koreaner 6,5 Liter Diesel an. Wir haben im Test rund 7,5 Liter ermittelt - geht total in Ordnung, ist aber auch kein Sparmeister. Das Leergewicht unseres Testautos beträgt immerhin 1.700 Kilo. Viele Assistenten runden das Fahrerlebnis ab. 

Cockpit

Sehr gefallen hat uns das moderne Ambiente im Cockpit. Ein digitales Display dient als Tacho und das Infotainmentdisplay hat eine angenehme Größe, wie auch Höhe. Besonders spannend ist die Funktion das Infotainmentdisplay quasi auf das Tachodisplay zu spiegeln. Damit lässt sich zum Beispiel Android Auto auch direkt hinter dem Lenkrad abrufen. Das eingebaute Infotainmentsystem kommt mit modernsten Karten von TomTom mit 3D-Darstellung. Das restliche Cockpit ist funkltional und leicht zu bedienen. Alles ist wo es sein soll und gut erreichbar. Sehr stylish ist die Ambientebeleuchtung, die einen 3D-Effekt vorgaukelt. Sowohl an den Türen als auch auf der Beifahrerseite. Etwas schade fanden wir, dass der Schlüssel beim starten und fahren immer eingesteckt werden muss. Das ist heutzutage eigentlich in dieser Klasse nicht mehr nötig. Aber zugegeben, da sind wir vielleicht sehr pitzelig und verwöhnt.  

Fazit

Was die Koreaner hier um den Preis abliefern, ist bemerkenswert. Der Preis unseres Testautos betrug zwar 38.490 Euro, aber dafür bekommt man fast Vollausstattung mit Dieselantrieb und Allrad. Der Korando startet als Allradler mit Benziner ab 28.690 Euro und ist damit einer der wenigen in seiner Klasse, der bereits in der absoluten Grundausstattung Allrad anbietet. Die Motorenauswahl beschränkt sich auf zwei Aggregate. Ein 1,5 Liter Benziner mit 165 PS und der von uns getestete 1,6-Liter-Diesel mit 136 PS. SsangYong geizt auch nicht mit Garantie und gewährt 5 Jahre oder 100.000 Kilometer. Wer viel Auto mit Allrad zu einem erträglichen Preis sucht sollte den Korando auf jeden Fall in Betracht ziehen und selbst testen.