Air Drive: Ein Franzose lässt Oldtimer fliegen!

Renaud Marion kann Reifen verschwinden und Oldtimer schweben lassen. Zumindest auf seinen Bildern. Das Ergebnis: Faszinierende Aufnahmen der schönsten Autos aller Zeiten, die unsere Sehgewohnheiten auf den Kopf stellen.

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Im Fall des Porsche 356 machen die Veränderungen von Marion die Aerodynamik des Wagens deutlich Foto: AutoNews/Renaud Marion

Legendäre Oldtimer oder fliegende Untertassen? Bei den surrealistischen Fotomontagen des Franzosen Renaud Marion wird das Auge des Betrachters herausgefordert. Zu seinen bekanntesten Motiven zählt ein Citroën DS, der ohne Räder gleichsam zu schweben scheint. Nun hat Monsieur Marion neun weitere Oldtimer auf seine besondere Weise in Szene gesetzt.

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Die Form des legendären Jaguar E-Type wirkt ohne Räder tatsächlich flugzeugähnlich Foto: AutoNews/Renaud Marion

Luftige Fantasien

Marion nennt diese Fotoserie selbst "Air Drive". Als Kind in den 1980er-Jahren ging der heutige 39 Jahre alte Marion davon aus, dass in naher Zukunft alle Menschen fliegende Autos wie den "Landspeeder" aus "Star Wars" steuern würden. Doch daraus wurde bekanntermaßen bis heute nichts, so dass Marion seine damaligen Fantasien anders umsetzte. Ende 2012 fotografierte er in Genf die ersten alten Autos, die er später in schwebende Maschinen verwandelte. Handelte es sich damals um Zufallsfunde, bekam Marion durch diese ersten Bilder Zugang zu Autosammlern. Sie stellten ihm einen Mercedes 300 SL "Paul O`Shea", einen Lincoln Continental, einen Jaguar E-Type, einen Mercedes 190 SL, einen Aston Martin DB5 und einen Porsche 356 zur Verfügung.

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Die Idee für die Flug-Oldtimer liegt in der Kindheit des 39-jährigen Renaud Marion begründet Foto: AutoNews/Renaud Marion

Autos als Kunst

Als geeignete Umgebung wählte Renaud Marion Orte ohne Menschen und wiedererkennbare Gebäude. Er entschied sich für Architektur aus den 1970er-Jahren, deren Stil er retro-futuristisch findet. Um den Eindruck "fliegender" Autos zu erzeugen, wurde eine digitale Montagetechnik angewandt. Durch sie wurden Räder und Kotflügel entfernt und die Fahrzeuge in unterschiedliche Hintergründe eingebunden. Das Resultat wirkt äußerst surreal: Wer sich Marions Bilder an die Wand hängen möchte, hat die Wahl aus verschiedenen Formaten. Neun Motive sind in limitierter Auflage in der Größe 128 x 90 Zentimeter mit weißem Rand erhältlich sowie drei Bilder als 210 x 140 Zentimeter große Drucke.

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www.renaudmarion.com