Franz(oh!)se: Der DS 7 Crossback Chic im Test

Warum man mit dem DS 7 sicher nicht zum Schwammerl wird und wieso sich der Nobel-Franzose von anderen Europäern klar abhebt.

DS 7 Crossback Chic
Die quadratischen LED-Leuchten im Scheinwerfer drehen sich auf wundersame Weise beim Öffnen des DS 7 - sehr cool Foto: Werner Christl
DS 7 Crossback Chic
Foto: Werner Christl
DS 7 Crossback Chic
Das "Karomuster" ist allgegenwärtig - auch am Kühlergrill Foto: Werner Christl
DS 7 Crossback Chic
Foto: Werner Christl
DS 7 Crossback Chic
Foto: Werner Christl
DS 7 Crossback Chic
Der DS 7 ist das erste neu entwickelte Auto der Marke - nix Citroën! Foto: Werner Christl
DS 7 Crossback Chic
Foto: Werner Christl
DS 7 Crossback Chic
Foto: Werner Christl

In den Mündern am Waldparkplatz beim Schwam­merl­suchen konnte ich letztens wieder das "W" von "Wos is des?" ablesen. Ein DS 7 ist eben auf der Straße ungefähr so selten wie ein Steinpilz auf Granit. Wobei ein Steinpilz gut schmeckt. Und optisch tut das der neue DS 7 definitiv. Die Franzosen haben ein wuchtig-elegantes SUV auf die Räder gestellt, das vor allem eines ist: Es ist komfortabel in allen Belangen. So wird man rückentechnisch auf Langstrecken – um beim Pilzthema zu bleiben – nicht zum Schwammerl. Der DS 7 scannt übrigens die Straße nach Schlaglöchern ab, um dann blitzschnell das Fahrwerk auf die Unebenheit einzustellen. Ja, Premiumkonkurrenten wie der BMW X3 oder ein Audi Q5 lassen sich sportlicher um die Kurve biegen, aber auf Langstrecken ist der DS 7 eine Wucht. Selbst im Sportmodus bleibt das SUV komfortbetont. In diesem Punkt eben ein echter Franzose.

Design

Rein optisch ist es schwierig, Kritik anzubringen. Das 4,6 Meter lange SUV sieht von hinten ein bisschen wie ein ­Jaguar und von vorne etwas nach Audi aus – kommt trotzdem verdammt eigenständig daher. Eigenständig geht es auch im Innenraum weiter. Von den Konzernmarken Peugeot und Citroën ist wenig zu erkennen. Schalter und Knöpfe haben ein ganz eigenes ­Design. So gibt es interessant geschliffene Fensterheber im Bereich der Mittelkonsole im Edelstahl-Look. Darüber thront ein riesiger 12-Zoll-Screen. Darunter haben die Designer Drucktasten platziert, was das blöde und komplizierte Herumfingern am Touchscreen zum Teil weg­fallen lässt. Diese „Buttons“ könnten vielleicht etwas griffiger sein. Die Menüführung ist schlüssig – nur beim Eingeben des Ziels ins Navi braucht man kleine Finger. Ausweg ist aber die eingebaute Sprachsteuerung. Durchaus auf Augenhöhe mit der deutschen Premiumklasse sind die verwendeten Materialien. Viel geschäumter Kunststoff, gestepptes Leder und eben so­lide Verarbeitung. Und: Das "Karomuster-Design" zieht sich durch das ganze Auto – innen und außen.

Motor

Der 180-PS-Zweiliter-Diesel passt eigentlich gut zum Auto, bietet genug Kraft, ist kein Giftpilz und verhält sich bei mittleren Drehzahlen sehr ruhig. Von null auf 100 geht es in 10,8 Sekunden. Dazu eine unmerklich agierende 8-Gang-Automatik. Die Platzfrage ist gleich erledigt – viel Platz! Schwammerl-Fazit: Der DS 7 ist ein schöner Pilz, der manche anderen SUV-Kollegen optisch wie Stinkmorcheln aussehen lässt. Stellt sich die Frage: "Wieso?" Vielleicht suchen wir ganz einfach im falschen Wald …

DS 7 Crossback Chic

  • Leistung: 180 PS
  • Testverbrauch: 6,5 Liter Diesel
  • Preis: ab EUR 35.790,–/Testauto ab EUR 46.570,– Kofferraum: 555 Liter
  • 0 – 100 km/h: 10,8 Sekunden

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