„Dooda“: Kinderbuch-App made in Kärnten

Sechs Bücher in acht Sprachen bietet die kostenlose Kinderbuch-App „Dooda“ der Klagenfurter Firma „priorIT“. Bonus: Eltern können die Geschichten selbst einlesen und so trotz großer Entfernung ihren Sprösslingen eine Gute Nacht-Geschichte vorlesen. Die Software eignet sich auch ideal als Zeitvertreib bei langen Autofahrten.

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Mama, Papa, Oma oder Opa - jeder kann die Bücher einlesen und so trotz großer Entfernung ganz nah beim Kind sein Foto: priorIT services

Smartphones und Tablets im Kinderhänden? Ja, bitte! Zumindest, solange die Geräte mit der neuen Kinderbuch-App „Dooda“ der Klagenfurter Firma „priorIT“ ausgestattet sind. Kinder können sich mittlerweile sechs Bücher in acht verschiedenen Sprachen vorlesen lassen. Ein bestimmtes Feature macht die App aber zu etwas Besonderem: Man kann die Bücher auch selbst einlesen. Das bedeutet, dass Mama oder Papa trotz großer Entfernung - aufgrund von Geschäftsreisen oder Ähnlichem - dennoch ganz nah bei ihren Sprösslingen sein können.

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Die sechs Kinderbücher kann man sich in acht verschiedenen Sprachen anhören Foto: priorIT services

Herausforderung

Das Team rund um die Geschäftsführer Franz Nößler und René Rassnitzer hat – in Kooperation mit einem deutschen Verlag - die kinderfreundliche App entwickelt. Etwa eineinhalb Jahre wurde an „Dooda“ getüftelt. Das Unternehmen begab sich damit auf ein neues, interessantes Terrain. Nößler: „Wir lieben Kinder und im Vergleich zu unseren Hauptgeschäft, der Individual-Software-Entwicklung für Unternehmen, wollten wir etwas mit mehr Emotion anbieten.“ Die besondere Herausforderung lag laut dem Experten darin, dass das kindliche Verhalten nicht vorhersehbar sei. „Eine App für Kinder muss einerseits visuell ansprechbar und andrerseits auch technisch stabiler sein als eine für Erwachsene“, betont der Fachmann. Deswegen legte man viel Wert auf eine unkomplizierte Bedienbarkeit, um die Kleinen nicht zu überfordern. Die Entwickler haben bewusst auf Animationen und Spielfunktionen verzichtet.

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Die priorIT-Chefs Franz Nößler (li.) und René Rassnitzer mit ihrem Team Foto: Geza Balint

Sinnvoller Zeitvertreib

Egal ob als Einschlafhilfe oder sinnvoller Zeitvertreib am Nachmittag oder bei langen Autofahrten – die App wird so manchem Elternteil das Leben erleichtern. Doch Nößler betont: „Die App sollte als Ergänzung zum gedruckten Buch genutzt werden. Das persönliche Vorlesen sollte im Vordergrund stehen.“ Sinnvoll sei die App aber, weil sie nicht stupide Inhalte, sondern Sprache und Werte vermittelt. „Dooda“ soll die Kinder zum Lesen animieren und einen wertvollen Beitrag zur Mehrsprachigkeit leisten.

Das Unternehmen „priorIT“ wurde übrigens für das Projekt für den Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten nominiert. Mehr infos zu „Dooda“ gibt es hier.