Raus aus der Ja-Falle: Die besten Tipps, sich abzugrenzen

Schon wieder! Man hat etwas zugesagt, worauf man keine Lust hat, sich etwas aufschwatzen lassen, was man nicht wollte oder um des lieben Friedens willen nachgegeben und ärgert sich deshalb über sich selbst. Aber es geht auch anders.

Frau liegt am Boden - Cover
Cool-Sein lässt sich lernen Foto: Eyecandy Images/Eyecandy Images/Thinkstock

Wer freundlich und entgegenkommend durchs Leben geht, hat es sicherlich schon mehrmals erlebt: Das Problem, sich rechtzeitig abzugrenzen oder klar Nein zu sagen. Stattdessen windet man sich, beginnt sich zu rechtfertigen, umgeht Begegnungen mit Menschen, denen man sich nicht gewachsen fühlt. Aus Angst, nicht mehr gemocht zu werden, jemanden zu verärgern oder aus schlechtem Gewissen. Hier ein paar Tipps, um sich mehr Kontur zu geben, ohne sich dabei schlecht zu fühlen:

1. Zeit

Meist wird man von Angeboten, Anfragen oder Bitten überrumpelt und sagt unter Zugzwang etwas zu, was man eigentlich gar nicht wollte.

Ausweg: Ist man unsicher oder will nicht unhöflich erscheinen, sich Bedenkzeit erbitten und vermitteln, dass man das erst mit seinen anderen Terminen oder Aufgaben in Einklang bringen muss, sich aber melden wird etc. Dieser Puffer gibt einem die Möglichkeit, sich klar zu machen, ob und was man will und seine Antwort gut zu überlegen.

2. Prioritäten

Wenn man um einen Gefallen gebeten wird, noch dazu auf umschmeichelnde Art ("Bist du so lieb ..."), fällt es besonders schwer, Nein zu sagen.

Ausweg: Sich fragen - wie nahe steht einem die betreffende Person wirklich, würde sie Ähnliches für einen umgekehrt tun, was hat man davon, sich gefällig zu erweisen, was könnte schlimmstenfalls passieren, wenn man Nein sagt und wie schlimm wäre das wirklich. Fragen, die helfen können, seine Beziehungen zu klären und leichter Grenzen zu ziehen.

3. Einschränkung

Wer seinem Umfeld stets vermittelt, immerzu und für jeden erreichbar zu sein, um bei Menschen zu punkten, riskiert auf Dauer ausgenutzt zu werden.

Ausweg: Seinem Umfeld im Gespräch immer wieder einmal vermitteln, dass man einen ausgefüllten Alltag hat, der einem nur begrenzt Spielraum für zusätzliche Verpflichtungen oder Aufgaben lässt. Damit beugt man von vornherein Enttäuschungen oder falschen Erwartungen vor.

4. Handlungsmacht

Auf ein "Nein" reagieren Menschen unterschiedlich emotional. Je nach Ausmaß der Enttäuschung steigt das eigene schlechte Gewissen.

Ausweg: Einen Gegenvorschlag machen, z.B. dass man diesen Termin zwar nicht wahrnehmen kann, aber dafür an einem anderen Tag dieses oder jenes übernehmen könnte etc. Damit zeigt man sich nicht unwillig und der Ball liegt wieder beim Gegenüber.

5. Selbstbewusstsein

Immer hilfsbereit und entgegenkommend aufzutreten bringt einen für den Moment Bonuspunkte, mehr Liebe und Freundschaft heißt das zwangsläufig nicht. Leider oft sogar das Gegenteil.

Ausweg: Anderen helfen oder unterstützend unter die Arme greifen zu können, ist eine Stärke und ein Geschenk! Eines, das man nicht unüberlegt und wahllos vergeben sollte. Sich allein das bewusst zu machen, hilft bereits, sich über sich und andere klar zu werden und Entscheidungen zu treffen, mit denen man sich am Ende wohler fühlt.