Effektiv Putzen: 13 Regeln zum Saubermachen

Das Wetter wird wärmer, und der Frühjahrsputz steht vor der Tür. Das bisschen Haushalt macht sich von allein? Leider nicht! Erfahren Sie, wie Sie mit den folgenden 13 einfachen Regeln effektiver putzen.

Putzregeln
Foto: Alen-D/iStock/Thinkstock

1. Grundausstattung

Wer schnell und gründlich putzen möchte, sollte auf eine entsprechende Grundausstattung achten. Für einen normalen Haushalt reichen vier Reinigungsmittel aus: Ein Essig- oder Zitronenreiniger, ein Allzweckreiniger, eine Scheuermilch und ein WC-Reiniger. Stark verschmutzte Stellen, vor allem in Bad und Küche, behandelt man besser mit gründlichem Wischen und Reiben als mit vielen verschiedenen Chemiekeulen. Muss es trotzdem einmal ein spezieller Hygienereiniger sein, verwenden Sie ihn nur kurzzeitig. Oft sind diese chemischen Wunderwaffen zu aggressiv für Gesundheit und Umwelt.

Bei den Putzutensilien ist zu beachten, dass man mehrere Putztücher verwendet, damit man potentielle Keime nicht von Raum zu Raum überträgt. Um die Tücher nicht zu verwechseln, arbeiten Sie am besten mit verschiedenen Farben. Alle zwei bis drei Tage empfiehlt es sich, die Lappen zu wechseln, um Keimen keine Chance zu geben. Um effektiv zu putzen benötigen Sie neben den Putztüchern noch einen Wischeimer, einen guten Staubsauger, einen Wischmopp und einen Besen mit Kehrschaufel.

2. Die richtige Reihenfolge: Zuerst Aufräumen

Bevor Sie sich in eine Putzorgie stürzen, sollten Sie aufräumen. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass Sie ständig Dinge von A nach B räumen müssen, weil sie im Weg stehen. Das spart Zeit und Nerven beim Frühjahrsputz.

3. Putztechnik: Von oben nach unten

Die wichtigste Regel überhaupt beschäftigt sich mit der Putztechnik. Arbeiten Sie immer von oben nach unten! Erst werden Leuchten, Regale, Fensterbänke, Tische und Kleinmöbel von Staub und Dreck befreit. Am besten verwenden Sie dafür ein feuchtes Tuch. Wischen Sie immer nur in eine Richtung, beim Hin- und Herwischen verteilt man den Dreck nur und entfernt ihn nicht. Anschließend saugen Sie die Böden und Polstermöbel ab. So vermeiden Sie, dass der Staub neu aufgewirbelt wird.

Putzregeln Staubwischen
Beim Staubwischen gilt: Von oben nach unten Foto: djedzura/iStock/Thinkstock

4. Böden richtig wischen

Die restlichen Böden wie Fliesen, Parkett und andere Hartböden wischen Sie erst trocken und danach feucht. Wenden Sie dafür folgende Technik an: Als erstes werden die Ränder des Raumes gesäubert, dann gehen Sie rückwärts aus dem Zimmer und wischen immer in einer Achterbewegung. So erwischen Sie den Schmutz am besten und verteilen ihn nicht unnötig.

5. Fenster

Benutzen Sie zum Reinigen Ihrer Fenster Tücher, Gummiabzieher, Spülmittel oder Essigreiniger und warmes Wasser. Die Scheiben werden gründlich eingeseift, mit dem Abzieher von oben nach unten abgezogen. Danach wird mit einem Tuch noch der Fensterrahmen abgewischt. Um unschöne Streifen zu vermeiden, wischen Sie Ihre Fenster richtig trocken und putzen Sie sie nie bei direkter Sonneneinstrahlung. Handelsübliche Glasreiniger eignen sich besser dazu, Flecken und Handabdrücke zu entfernen. Das Gerücht, dass Zeitungspapier die Fenster besonders gut reinigt, hält sich überaus hartnäckig. Fakt ist: die Glasscheiben vielleicht - aber die Rahmen werden durch die Druckerschwärze dunkel.

Putzregeln Fenster
Den Gummiabzieher beim Fensterputzen immer von oben nach unten benutzen Foto: AndreyPopov/iStock/Thinkstock

6. Bad reinigen

Bei der Badreinigung sollten Sie nicht mit Wasser sparen. Wichtig ist dabei, dass es sich um möglichst warmes Wasser handelt, denn es löst einerseits die Seifenreste leichter, andererseits werden damit auch die Bakterien abgetötet.

Besonders viele Bakterien finden sich in und an der Toilette. Vor allem der Putzlappen bietet wunderbare Lebensbedingungen für Bakterien. Es ist völlig ausreichend, wenn Sie Ihre Toilette mit Allzweckreiniger und Essigreiniger gegen Kalkablagerungen reinigen und die verwendeten Putztücher regelmäßig austauschen. Die Ursache für üble Gerüche finden sich meist unter dem Toilettenbeckenrand, den Sie einfach mit einer Klobürste sauber machen halten.

7. Kalk entfernen

Kalkflecken sind lästig und nicht schön anzusehen. Mit diesem Tipp entfernen Sie die Flecken genauso schnell, wie sie entstanden sind, und das ganz ohne Chemiekeule. Mischen Sie Wasser mit einem Haushaltsessig im Verhältnis 1:5. Mit der Mischung gehen Sie über Armaturen und Oberflächen, und die Kalkflecken gehören der Vergangenheit an. Übrigens können Sie mit diesem Mix auch stark verkalkte Armaturen und Duschköpfe reinigen. Füllen Sie dafür etwas von der Essigmischung in einen Luftballon und stülpen Sie ihn über den verkalkten Bereich. Das ganze lassen Sie über Nacht einwirken und am nächsten Tag ist ihre Armatur oder ihr Duschkopf wie neu.

8. Küche

Die Küche ist wohl einer der Räume, die am häufigsten geputzt werden müssen. Die Arbeitsflächen werden viel beansprucht und sollten deshalb täglich gereinigt werden. Im ersten Schritt entfernen Sie die Krümel und danach wischen Sie die Flächen mit einer Lauge aus Wasser und Spülmittel oder Allzweckreiniger ab. Um unschöne Kalkflecken auf den Armaturen zu vermeiden, wischen Sie die Armaturen am besten immer direkt nach Gebrauch mit einem Tuch ab. Hartnäckige Fettspritzer auf Regalen und Küchenschränken lassen sich am einfachsten mit flüssiger Gallseife entfernen. Im Anschluss nochmal mit der Wasser-Spülmittel-Lauge darüberwischen und ihre Küche glänzt wieder.

9. Kühlschrank putzen

Wenn Sie schon dabei sind, Ihre Küchenschränke gründlich zu reinigen, können Sie sich auch gleich der Reinigung des Kühlschranks widmen. Wichtig: Bevor Sie das Gerät wieder auf Hochglanz bringen, sollten Sie es abschalten und unbedingt die Vorräte herausnehmen. Jetzt kann es auch schon losgehen: Um den Kühlschrank gründlich von innen zu reinigen, nehmen Sie die Einlegeböden heraus und spülen sie mit lauwarmen Wasser und Spülmittel ab. Vergessen Sie nicht, den Innenraum und die Dichtungen ebenfalls gründlich von oben bis unten zu putzen. Ein kleiner Holzspieß oder Zahnstocher ist hilfreich, um auch die kleinen Zwischenräume und Rillen richtig sauber zu bekommen. Damit sich kein Kondenswasser im Kühlschrankinnenraum sammelt, empfiehlt es sich, auch die Ablaufrinne an der Rückwand zu säubern. Am besten geht das mit einem Pfeifenreiniger. Zum Schluss werden die Einlegeböden wieder eingesetzt, der Innenraum nochmal trocken nachgewischt und die Vorräte wieder eingeräumt.

Putzregeln Kühlschrank
Auch der Kühlschrank gehört regelmäßig gereinigt Foto: AndreyPopov/iStock/Thinkstock

10. Spieglein, Spieglein

So manchen treibt der Spiegel an der Wand beim Putzen in den Wahnsinn. Um ein möglichst streifenfreies Ergebnis zu bekommen, verwenden Sie einen guten Glasreiniger in Kombination mit einem Mikrofasertuch. Falls Ihr Spiegel blinde Stellen hat, können Sie diese mit frisch gepresstem Zitronensaft oder Leinöl behandeln. Einfach auf die betroffene Stelle geben und ungefähr 10 Minuten einwirken lassen. Danach mit Zeitungspapier abreiben. Um zu verhindern, dass ihr Badezimmerspiegel beschlägt, können Sie ihn nach der Reinigung dünn mit trockener Seife einreiben.

11. Holzmöbel reinigen und pflegen

Bei der Reinigung echter Holzmöbel ist es wichtig darauf zu achten, weiche Staubtücher zu verwenden. Microfasertücher können hauchdünne Kratzer auf der empfindlichen Holzoberfläche hinterlassen. Wenig benutzte Möbel sollten einmal in der Woche abgestaubt werden. Vermeiden Sie es, sofern dies möglich ist, Ihre Holzmöbel nass zu reinigen. Bei einem Esstisch lässt sich das natürlich nicht verhindern, aber sie können die Nassreinigung so schonend wie möglich gestalten. Verwenden sie ein sehr gut ausgewrungenes Tuch und wischen Sie sofort mit einem trockenen Baumwolltuch nach. Besonders hartnäckige Flecken können Sie mit einem sanften Reiniger behandeln.

Holzmöbel sind sehr hübsch anzusehen, wenn man sie regelmäßig pflegt. Mindestens ein bis zwei Mal im Jahr sollten Sie eine reichhaltige Basispflege auftragen. Lackierte Vollholzmöbel begnügen sich mit einer Möbelpolitur, lasierte oder naturbelassene Möbel dagegen brauchen eine Behandlung mit einem Öl oder Wachs. Speiseöl ist für die Holzbehandlung absolut ungeeignet, da es nicht aushärtet und ranzig wird. Bei der Auswahl der Pflegeprodukte ist es wichtig, darauf zu achten, dass die verwendeten Produkte nicht auf Mineralölbasis hergestellt wurden.

12. Tierhaare entfernen

Tierhaare auf den Möbeln und der Kleidung können extrem hartnäckig sein - da ist es völlig gleichgültig, ob sie von Hund, Katze oder Meerschweinchen stammen. Es gibt viele Möglichkeiten, die lästigen Haare der pelzigen Mitbewohner effektiv los zu werden. Schnelle Ersthilfe schaffen handelsübliche Fusselrollen, aber auch Microfasertücher, Gummihandschuhe und der Staubsauger sind im Kampf gegen die Tierhaare sehr nützlich. Die geliebte Couch lässt sich zum Beispiel besonders gut mit einem Gummihandschuh vom unerwünschten Pelzlool befreien: Einfach den Handschuh anziehen und mit kreisenden Bewegungen über die zu enthaarende Fläche streichen.

Putzregeln Tierhaare
Haustiere hinterlassen ihre Haare gerne im ganzen Haus Foto: Tumble_weed/iStock/Thinkstock

13. Türen wischen

Beim Frühjahrsputz gibt es eine Stelle oder bessere mehrere Stellen im Haus, die man gerne übersieht: die Türen. Der sauberste Raum ist wertlos, wenn die Tür dazu dreckig ist. Deshalb sollten Sie Ihre Türen und die zugehörigen Rahmen regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen. Bei stärkeren Verschmutzungen können Sie sie mit einem Allzweckreiniger reinigen und einem Tuch zu trocknen, um Schlieren zu vermeiden.