Extrem: Die heftigsten Wetterphänomene

Heißeste Temperatur, stärkster Wind, kräftigster Schneefall – das Wetter ist immer für die ein oder andere Überraschung gut. Hier zehn Wetterextreme, die heute noch jeden Rekord halten!

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Jede Sekunde entladen sich 44 Blitze Foto: mdesigner125/iStock/Thinkstock

"April, April, der macht, was er will", "Auf Märzregen folgt kein Segen" und "Die erste Liebe und der Mai, gehen selten ohne Frost vorbei" – Bauernregeln, die um das Wetter kreisen, gibt es zur Genüge. Und meist beinhalten sie ein jahrhundertealtes Wissen – wer will auch bitte schön bestreiten, dass es auch in der Liebe mal kühler zugeht? Doch es gibt immer wieder Wetterphänomene, die sich mit keiner Regel vorhersagen lassen oder die alle Erwartungen bei weitem übertreffen. Denn so ein Jahrhunderthochwasser sieht man eben nicht alle Tage.

1. Die meisten Blitze

Durchschnittlich blitzt es auf der Welt 44 Mal pro Sekunde. Irgendwo geht also grad immer die Post ab. Und einige Regionen gibt es, an denen besonders häufig heftige Blitzentladungen zu beobachten sind. Wer vor Blitz und Donner eher Respekt hat, sollte warme, tropische Gegenden wie Malaysia oder die Republik Kongo eher meiden, hier blitzt es pro Quadratkilometer rund hundertmal im Jahr – bei uns sind es nur einige wenige Blitze. Der absolute Spitzenreiter liegt jedoch in Venezuela am Maracaibo-See, hier kann man jährlich 232 Blitze pro Quadratkilometer beobachten.

2. Höchste Temperatur

Da kommt man ins Schwitzen: Im Jahr 1922 wurde an der libyschen Küste die Rekordtemperatur von 57,3 Grad Celsius gemessen. In Österreich lag die höchste je gemessene Temperatur übrigens bei immer noch hitzefreiverdächtigen 40,5 Grad Celsius.

3. Tiefste Temperatur

Wenig überraschend, dass die Messung der tiefsten Temperatur in der Antarktis erfolgte. Minus 89,2 Grad Celsius wurden dort 1983 gemessen. So kalt wird es in Österreich nicht, doch auch -37,4 Grad sind alles andere als eine angenehme Temperatur. Gemessen wurde diese Temperatur übrigens am Gletscher Hohen Sonnblick in Salzburg.

4. Stärkster Niederschlag

Bei der Menge ist nichts mehr mit singing in the Rain: 1952 öffnete der Himmel über der Insel La Réunion seine Schleusen. 1,8 Meter pro Quadratmeter prasselten in 24 Stunden auf die Erde. In Österreich liegt der Rekord bei 233 Millimeter innerhalb von 24 Stunden.

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1,8 Meter Niederschlag – das ist Rekord Foto: kompasstudio/iStock/Thinkstock

5. Höchste Schneehöhe

Nicht immer bringt der Himmel nur Regen, manchmal fällt der Niederschlag auch in weißen Flocken zu Boden. So kann sich nach und nach schon eine beachtliche Schneedecke aufbauen. In Österreich liegt der Rekord bei 11,90 Metern, am Sonnblick in Salzburg. Washington führt den Rekord beim heftigsten Schneefall innerhalb eines Jahres an, unglaubliche 31,1 Meter Schnee kamen im Winter 1971/72 so zusammen.

6. Größte Hagelkorn

Aller guten Dinge sind drei: Nicht Regen, nicht Schnee, sondern Hagelkörner sind nun an der Reihe. Die Körner können nicht nur Autos demolieren, sondern sogar wirklich gefährlich werden. Das größte dokumentierte Hagelkorn donnerte auf Dakota nieder. Es hatte einen Durchmesser von 20 Zentimetern, der Umfang betrug 47 Zentimeter und stattliche 875 Gramm brachte das Hagelkorn auf die Wage.

7. Höchste Windgeschwindigkeit

1934 raste ein Wind über New Hampshire, USA, bei dem wohl nichts an seinem Platz blieb. 327 Kilometer pro Stunde betrug die Geschwindigkeit dieses Sturms. Doch dabei blieb es nicht! Eine Böe erreichte sogar einen Spitzenwert von 416 Kilometern pro Stunde. Zum Vergleich: Die höchste Geschwindigkeit, die jemals mit einem Formel 1 Boliden erreicht wurde, betrug 369 km/h. In Österreich kann es zwar auch mal windig werden, die höchste Windgeschwindigkeit fiel mit 210 Kilometern pro Stunde allerdings etwas geringer aus.

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Schneller als jedes Formel 1 Auto Foto: petesphotography/iStock/Thinkstock

8. Längste Dürre

Manche Orte dürsten nach Wasser, doch es bleibt ihnen verwehrt. In Arica in Chile war es eins besonders schlimm. Von 1903 bis 1918 fiel hier ganze 173 Monate lang kein Tropfen Regen.

9. Nebel

Diesen trüben Rekord darf Deutschland für sich einheimsen. Denn im Jahr 1958 war der Harz 330 Tage lang ununterbrochen in Nebel gehüllt. Von Nebel spricht man übrigens dann, wenn die Sicht keine 1.000 Meter lang reicht.

10. Meiste Sonnentage

Wohin muss man reisen, wenn man die Sonne genießen möchte. Dass man nicht in den Harz fährt, dürfte ja wohl klar sein. In Quartzsite in Arizona sieht das schon ganz anders aus: Hier scheint an 340 Tagen im Jahr die Sonne, insgesamt kann man so rund 4.000 Sonnenstunden nutzen, um an der richtigen Urlaubsbräune zu arbeiten. Allerdings sollte man auch bedenken, dass die Temperatur an die 50 Grad beträgt –da zieht man wohl doch die Klima dem Bikini vor. 

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In Arizona verdunkelt kaum eine Wolke die Sonne Foto: Dovapi/iStock/Thinkstock

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