10 Hausmittel, die gegen Erkältung helfen

Statistisch durchläuft jeder Mensch in seinem Leben etwa 200 Erkältungen. Dank dieser zehn Hausmittel werden Sie sie in Zukunft schnell wieder los.

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Mit diesen Tipps besiegen Sie Husten, Schnupfen und Heiserkeit ohne Medikamente Foto: Tero Vesalainen/iStock/Getty Images Plus/Getty Images GewinnBahl

Heizungsluft drinnen, nasse Kälte draußen und niesende, erkältete Menschen in Straßenbahn, U-Bahn und Büro – da haben Sie gegen Erkältungsviren manchmal einfach keine Chance. Gönnen Sie Ihrem Körper jetzt vor allem Ruhe. Mit folgenden Hausmitteln unterstützen Sie Ihr Immunsystem im Kampf gegen lästige Begleiterscheinungen wie Husten, Heiserkeit, verschleimte Nebenhöhlen und Fieber. Schnell und effektiv, ganz ohne Medikamente und Nebenwirkungen wieder fit werden.

1. Inhalieren bei Erkältung

Läuft, juckt oder brennt die Nase, sind das Symptome eines Schnupfens. Niesen und “Fließschnupfen“ sind Abwehrreaktionen des Körpers, um Erreger aus dem Körper zu verbannen. Bei Zunahme der Infektion schwellen die Schleimhäute an, was Ihnen das Atmen durch die Nase erschwert. Zur Bekämpfung der verstopften Nase sind am besten Salz oder Kamille geeignet. Bringen Sie dafür zwei Liter Wasser zum Kochen und geben Sie entweder drei Esslöffel Salz odr eine Hand voll Kamillenblüten dazu. Füllen Sie das Ganze in eine Schüssel um. Halten Sie Ihren Kopf, mit einem großen Handtuch bedeckt, ungefähr zehn Minuten darüber und atmen Sie dabei tief ein und aus. Tipp: Bei einem Husten, der viel Auswurf produziert, können Sie ebenfalls inhalieren und Kräuterzusätze wie Pfefferminz, Eukalyptus oder Thymian beifügen. Sie verflüssigen den Schleim.

2. Zwiebel und Kräutertee gegen Husten und Heiserkeit

Husten ist ein Reflex der Körpers, durch den Fremdkörper oder Schleim aus den Atemwegen katapultiert wird und somit versucht, diese wieder zu befreien. Bei Reizhusten sollten Sie unbedingt auf Kräutertees zurückgreifen – diese lösen besonders tief sitzenden Schleim. Rezept-Idee: Teemischung aus 25 Gramm Eibischwurzel mit 20 Gramm Isländisch Moos, je 20 Gramm Anis- und Fenchelfrüchten, 15 Gramm Lindenblüten machen. Sechs Teelöffel der Kräutermixtur mit drei Tassen kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Drei Tassen pro Tag mit etwas Honig trinken. Bei tiefsitzendem Schleim mischen Sie folgende Zutaten: Huflattich, Wollblume und Süßholz mit kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Drei Tassen pro Tag trinken. Auch Zwiebel wirken schleimlösend, da sie schwefelhaltige Senföle enthalten, die desinfizierend sind. Schneiden Sie dafür eine Zwiebel in Scheiben, fünf Minuten lang mit einem halben Liter Wasser kochen lassen und den Sud mit einem Sieb abgießen. Unbedingt heiß trinken!

3. Kartoffel- und Quarkwickel lindern Husten und Heiserkeit

Heiserkeit entsteht, wenn der Hals sich entzündet, das heißt die Rachenschleimhaut trocken, rot, gereizt und geschwollen ist. Warme Wickel helfen am besten dagegen. Sie können zwischen einem Kartoffel- oder Topfenwickel wählen. Für Ersteres Pellkartoffeln kochen, zerdrücken und in eine Mullbinde geben. Mit einem Handtuch umwickeln, auf die Brust legen und eine Stunde einwirken lassen. Ist Ihnen die Topfen-Variante lieber, streichen Sie Topfen etwa einen Zentimeter dick auf eine Mullbinde. Bei Husten den Wickel um Brust und Rücken wickeln, bei Heiserkeit um den Hals. Zum Schluss einen Schal darum wickeln und über Nacht einwirken lassen. Topfen wirkt besonders abschwellend und schmerzlindernd.

4. Erkältungs- und Fussbäder bei Gliederschmerzen

Mit dem richtigen Zusatz unterstützen Bäder Ihren Körper im Kampf gegen die Erkältung. Menthol-, Eukalyptus-, Thymian- oder Fichtennadelöl fördern die Durchblutung, lindern Gliederschmerzen und lösen Sekrete aus Nase und Bronchien. Die Badetemperatur sollte bei 30 Grad Celsius liegen. Wenn es doch einmal schneller gehen sollen, hilft auch ein Fußbad. Füllen Sie eine Schüssel mit warmem Wasser und fünf Tropfen Fichtennadelöl und geben Sie Ihre Füße rein. So viel heißes Wasser dazugeben bis eine Temperatur etwa 41 Grad Celsius erreicht ist. Danach warme Socken anziehen und ins Bett legen.

5. Gurgeln gegen Halsschmerzen

Auslöser für Halsweh sind Bakterien, die den Kehlkopf und die Luftröhre angreifen. Die Kehle fängt an zu brennen, das Schlucken fällt plötzlich schwer. Gegen Entzündungen von Hals und Mandeln helfen ätherische Öle in Salbei- und Kamillentee. Kochen Sie am besten Salbeiblätter oder Kamillenblüten mit einem halben Liter Wasser auf und lassen alles eine viertel Stunde ziehen. Dann fünf bis zehn Minuten intensiv gurgeln und den Tee ausspucken. Auch das Gurgeln mit Salzwasser wirkt entzündungshemmend.

6. Heiße Hühnersuppe gegen Infekte der Atemwege

Nasennebenhöhlen sind Hohlräume hinter, neben und über der Nase. Sie entzünden sich oft durch oder während eines Schnupfens. Die Folge: Druckgefühl in den Wangenknochen und über den Augen oder auch leichte Kopfschmerzen. Eine selbst gemachte Hühnersuppe wirkt antibakteriell und hemmt dadurch Infekte der oberen Atemwege.

7. Essig- und Wadenwickel bei Fieber

Durch die Verdunstungskälte der Wadenwickel wird die Hitze aus dem Körper abgeleitet, ein Temperaturausgleich geschaffen und das Fieber gesenkt. Für den Essigwickel kaltes Wasser und Obstessig zu gleichen Teilen mischen, in ein Geschirrtuch eintauchen, auswringen und um die Waden wickeln. Das Ganze nochmal mit einem Handtuch umschlagen. Sind die Wickel kalt, auswechseln und so lange anwenden, bis das Fieber sinkt. Achtung: Nicht jedes Fieber muss sofort gesenkt werden, im Gegenteil, es unterstützt die Bekämpfung der Erkältungsviren. Nur wenn es länger anhält und über 39 Grad steigt, sollten Sie etwas dagegen unternehmen.

8. Zwiebelsirup gegen Husten

Von den folgenden selbstgemachten Hustensäfte sollten Sie drei Esslöffel am Tag zu sich nehmen, um die gewünschte Linderung zu erzielen.

  • Mit Zitrone: Mehrere Zitronen schälen, in Scheiben schneiden, dick mit Zucker bestreuen und zwölf Stunden stehen lassen.
  • Mit Zwiebeln: Je 100 Gramm gehackte Zwiebel und Kandiszucker kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann den Saft abseihen und fertig ist der Hustensirup.
  • Schwarzen Rettich: Den Rettich halbieren und aushöhlen. Beide Hälften mit Honig füllen und zwölf Stunden ziehen lassen.

9. Schwitzkur mit Lindenblüten- und Holunderblütentee

Ein heißer Tee hilft dem Körper die Infektion über Nacht auszuschwitzen und bekämpft die Erkältung. Viele Erreger können bei einer Temperatur ab 38,5 Grad nicht überleben. Dafür eignen sich Lindenblüten- und Holunderblütentee am besten. Übergießen Sie jeweils zwei Teelöffel der Blüten mit kochendem Wasser und lassen es zehn Minuten ziehen. Trinken Sie den Tee vor dem Einschlafen.

10. Nasenspülungen gegen verschleimte Nebenhöhlen

Salzwasser erfüllt den gleichen Zweck wie Nasenspray: Es desinfiziert und löst den Schleim. Für die Kochsalzlösung eine Messerspitze Salz in 0,2 Liter warmem Wasser vermischen, je eine Handvoll abwechselnd durch ein Nasenloch einziehen und durch das andere wieder raus fließen lassen. Einfacher ist es mit Nasenspülkännchen. Regelmäßig angewandt, kann sie sogar eine Erkältung abwehren, bevor sie ausbricht.