Top 10: Das sind die häufigsten Beziehungsfehler

Eine Beziehung ist eine wunderbare Sache und wir alle wollen, dass sie funktioniert. Wer allerdings zu häufig eine dieser zehn weit verbreiteten Verhaltensweisen an den Tag legt, riskiert eine Trennung.

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Wer keine Zeit mit dem Partner verbringt, hat sich irgendwann nichts mehr zu sagen.  Foto: Antonio_Diaz/iStock/Thinkstock

Egal, wie lange eine Beziehung schon andauert, ob man sich gerade erst kennengelernt hat oder schon jahrelang ein Team ist – niemand ist gefeit vor Fehlern. Bestimmte Verhaltensweisen können eine Beziehung mit der Zeit vergiften und sie zerstören. Auch wenn man den Partner aus vollstem Herzen liebt, verhält man sich oft unbewusst falsch und gefährdet so die Liebe. Diese zehn Fehler sollte man also, so gut es geht, vermeiden.

1. Erwarten, dass der andere einen glücklich machen muss

Da lernt man jemanden kennen und schon erscheint uns die Welt als ein wunderbarer Ort. Wir sind glücklich und großmütig und freudig – so soll das bitteschön auch nach einigen Jahren Beziehung bleiben. Unbewusst erwarten wir vom anderen, dass er uns glücklich macht. Damit geben wir die Verantwortung für unser eigenes Glück ab und machen uns von einem anderen Menschen abhängig. Dabei ist der Partner nicht dafür zuständig, dass wir Erfüllung in unserem Leben erfahren. Klar, eine schöne Beziehung ist unglaublich bereichernd und schenkt Geborgenheit, doch für sein eigenes Glück ist man immer noch ganz allein selbst verantwortlich. Deswegen kann man weder dem Partner die Schuld für die eigenen Verfehlungen geben, noch ihm die Last aufbürden, einen immerzu glücklich zu machen.

2. Klammern

Viele Frösche musste man küssen, dann endlich findet man einen Partner, der einen erfüllt und den man nicht mehr gehen lassen möchte. Schön, soll man ja auch nicht – nur wer jetzt panisch zu klammern beginnt, erreicht wahrscheinlich genau das.  In einer Beziehung ist es wichtig, dass beide Partner ihren Freiraum haben. Denn eine Beziehung besteht immer aus zwei eigenständigen Menschen. Zeit alleine oder mit Freunden zu verbringen, bereichert die Beziehung schlussendlich. Gönnen Sie Ihrem Partner unbedingt die Zeit, die er braucht, nur so wird er stets mit Freuden zu Ihnen zurückkehren. Denn nichts wirkt abschreckender als zu starkes klammern.

3. Misstrauen

Vertrauen bildet die Basis einer jeden Beziehung. Wer ständig fragt „Wo warst du? Mit wem hast du dich getroffen? Was hast du gemacht?“, der säht Misstrauen in der Beziehung. Wenn die Liebe funktionieren soll, dann muss man auch einfach einmal darauf vertrauen, dass es der Partner gut mit einem meint und nicht verletzen will. Wieso sonst sollte der Mensch eine Beziehung mit Ihnen führen? Es ist deswegen völlig in Ordnung, auch einmal nicht das Schlimmste zu befürchten und einfach loszulassen. Das bereichert nicht nur die Beziehung, sondern befreit vor allem einen selbst.

4. Den Partner ändern wollen

Als man den Partner kennenlernte und sich in ihn verliebte, schien alles wunderbar. Doch schon bald beginnt man, sich an bestimmten Dingen zu stören. Das muss anders werden! Und man kritisiert und nörgelt und vergiftet so die Atmosphäre. Besser ist es, den Partner zu akzeptieren und anzunehmen. Das bedeutet aber nicht, dass man in einer Beziehung keine Kompromisse eingehen muss, denn ohne geht es nun mal auch nicht.

5. Mit dem Ex-Partner vergleichen

Meine Ex-Freundin hat das aber nie gestört. Ja und, dafür hat mein Ex mich jede Woche zum Essen ausgeführt. Schön, nur irgendeinen Grund dafür, dass vor Freund oder Freundin noch das Wörtchen Ex steht, wird es schon geben … und selbst wenn der Ex-Partner wirklich phänomenal war, in einer neuen Beziehung hat dieser nichts zu suchen. Wer den aktuellen Partner mit dem Ex vergleicht, bringt Verunsicherung in die Beziehung und macht sich selbst unglücklich.

6. Sich in Kleinigkeiten verrennen

Besonders Paare, die gemeinsamen leben neigen dazu, sich in Kleinigkeiten zu verrennen. Der Haushalt bietet da ein wunderbares Potenzial dafür. Müll rausbringen, Socken rumliegen lassen, Küche aufräumen – jeder Partner hat eine andere Definition von Chaos. Auch das Thema Pünktlichkeit kann zu einem heißen Eisen werden. Wer stundenlang auf den anderen warten muss, hat das Recht, sich darüber aufzuregen, danach sollte man es aber gut sein lassen. Denn wenn man sich nur noch auf das Negative konzentriert, übersieht man die guten Eigenschaften des Partners. Er hat mal wieder die Socken auf der Couch liegen lassen? Gut, aber dafür hat er Sie am Abend ja vielleicht liebevoll zugedeckt? Eigentlich sollte das mehr zählen als ein wenig Unordnung. Das heißt aber nicht, dass jetzt nur einer ganz allein den Haushalt führen muss, es geht nur darum, dass man erkennt, was einem selbst wirklich wichtig ist und sich darauf konzentriert.

7. Den Partner für selbstverständlich nehmen

Der Partner? Der ist eh immer da. Zu dieser Einstellung kommt es leider viel zu oft und das meistens sogar unbewusst. Dafür gibt es eine einfache Lösung mit durchschlagender Wirkung: Dankbarkeit zeigen. Es ist eben nicht selbstverständlich, dass abends immer jemand zu Hause ist, der sich um einen kümmert. Oder das Essen gekocht hat. Oder einem ein offenes Ohr schenkt. Das zu erkennen und einfach einmal „Danke“ zu sagen, kann die Beziehung unheimlich bereichern. Sagen Sie einfach „Ja“ zur Beziehung und ihrem Partner und beginnen Sie dankbar zu sein und Sie werden von ganz alleine den Partner so annehmen und lieben, wie er nun einmal ist – Macken hin oder her.

8. Nicht zuhören

Sagen wir einmal so – tendenziell werden eher die Männer diesen Fehler begehen als Frauen. Zuhören (aufmerksam!) hat etwas mit Respekt zu tun. Jemandem seine volle Aufmerksamkeit zu schenken, ohne Ablenkungen, ohne Handy, das ist Liebe. Und wirklich zuzuhören, was den anderen an diesem Tag beschäftigt hat, was ihn gefreut und was belastet hat, das schafft wirklich Geborgenheit. Und nur so kann man den anderen immer besser und besser kennenlernen – egal, wie lange man schon ein Paar ist.

9. Nicht genügend Zeit miteinander verbringen

Die Liebe muss man hegen und pflegen. Wer lieber mit den Kumpels abhängt als mit der Freundin zerstört die Beziehung. Denn gemeinsam verbrachte Zeit (und das gemeinsame Faulenzen auf der Couch und Netflix schauen zählt nur bedingt) ist wichtig. Eine Beziehung lebt von gemeinsamen Erlebnissen und Momenten, die die Liebe nähren.

10. Ein Geben und Nehmen

So wie zwei Menschen zu einer Beziehung gehören, gehört auch das Nehmen und Geben dazu. Und das sollte sich am besten die Waage halten. Man kann nicht von seinem Partner verlangen, alles zu seiner Zufriedenheit zu erfüllen, selbst aber keinen Finger rühren. Man muss auch nicht alles in die Waagschale werfen und seinem Partner nur noch eine Gefälligkeit erweisen, wenn dieser vorher bereits etwas Nettes gemacht hat, manchmal sollte man in der Liebe auch einfach selbstlos sein. Aber in einer langfristigen Beziehung ist es wichtig, dass sich das Verhältnis von Geben und Nehmen zwischen den Partnern die Waage hält, damit sich keiner benachteiligt fühlt. 

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