Unordentlich und launenhaft: So verändert einen die Beziehung

Eine Beziehung schenkt Sicherheit, Geborgenheit – und einige Marotten, auf die man auch gut hätte verzichten könnte. Denn nicht alle der neu errungenen Eigenheiten sind liebenswert und stoßen beim Partner auf Begeisterung …

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Männer schnarchen, Frauen werden zickig – in vielen Beziehungen leider Alltag Foto: AntonioGuillem/iStock/Thinkstock

Eine Beziehung verändert das ganze Leben: Der Freundeskreis erweitert sich, während die Zeit, die man für Freunde übrig hat, weniger wird, durchtanzte Nächte sind eine Seltenheit und das ein oder andere Kilo zu viel rutscht entspannt auf die Hüften, ohne das man sich deswegen Sorgen macht. Bei Männern in einer Beziehung steigt sogar die Lebenserwartung. Aber in einer Partnerschaft entwickelt man auch die ein oder anderen Eigenheiten, die nicht gerade erstrebenswert sind – denn wer will schließlich unordentlich und schlecht gelaunt sein?

Zum Schnarchen fad

Beziehung versus Singleleben, Routine und Sicherheit kontra Aufregung und Spontanität. So scheint es jedenfalls, denn viele Frauen beklagten in einer Studie, dass ihre Männer nach einigen Jahren Beziehung (ganz plötzlich) zum Schnarchen begonnen hätten. Diese wollen das aber nicht auf sich sitzen lassen und führen sogleich schlechten Sex als Argument an. Wie bitte? Ja, leider richtig gelesen: 18 % der befragten Männer gaben an, dass der Sex im Laufe der Jahre schlecht wurde. Nicht gerade ein Kompliment an die Freundin, aber vielleicht liegt es ja einzig und allein an der Unordentlichkeit? Immerhin werden 22 % der Männer immer chaotischer und lassen die Socken auch mal mitten auf dem Couchtisch vor sich hin gammeln. 

Die Laune sinkt

Kein Wunder, dass 34 % der Frauen in einer Beziehung immer launischer und zickiger werden. Eine andere Studie zeigte, dass sich Frauen von ihren Partnern stärker gestresst fühlen, also von den Kindern – vielleicht auch eine Erklärung für zunehmend schlechte Laune. Laut der Männerwelt beginnen Frauen nach einiger Zeit in einer Beziehung auch immer mehr zu jammern und zu klagen – und werden interessanterweise auch selbst immer unordentlicher.

Was das Beziehungsbäuchlein angeht: Da lassen sich die Männer eindeutig mehr gehen! 15 % der Frauen gaben an, dass ihr Partner optisch auch schon mal besser aussah, bei den Frauen vernachlässigten hingegen nur zehn Prozent ihr Äußeres. Dennoch, irgendwie klingt eine Beziehung so nicht wirklich nach dem großen Glück … Gibt es denn nicht auch glückliche Paare?

Jeder Dritte ist immer noch verliebt

So tragisch ist es zum Glück nicht, immerhin gab ein (glückliches) Drittel der Befragten an, nach wie vor nichts am Partner (ok, bleiben wir realistisch, fast nichts) auszusetzen zu haben. Bei den verheirateten Paaren gaben sogar 35 % an, rundum zufrieden mit dem Partner zu sein. Es ist also doch möglich, eine glückliche und erfüllte Beziehung zu führen! 

Böse Erwachen vermeiden

Wer gar nicht erst in die Lage kommen möchte, nach einiger Zeit maßlos enttäuscht vom Partner zu sein, sollte sich immer vor Augen halten, dass man sich am Anfang einer Beziehung immer von seiner besten Seite zeigt und sich um die Gunst des anderen bemüht. Selbst wenn wir bestimmte Eigenheiten des anderen beiläufig registrieren, wollen wir sie nicht wahrhaben. Ach, so eine rosarote Brille ist schon eine tolle Sache – wenn man sie nur für immer tragen könnte. Da dem aber nicht so ist, sollte man sich ernsthaft überlegen, wie stark einen die Macken des anderen belasten. Wenn es sich nur um Nichtigkeiten handelt, sollte man einfach versuchen, sie zu ignorieren und sich lieber auf das Positive konzentrieren – denn nur das nährt die Liebe und das Glück. 

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